17. Jahrhundert

Portrait : Ludwig de Dieu (1590 - 1642): Kupferstich v. "P. Dubordieu pinxit / I. Syderhoef sculp. / Cornelius Banheinningh excudit", ca. 1650

Porträt : Ludwig de Dieu (1590-1642)

Brustporträt in hochovaler Schriftkartusche :

“Ludovicus de Dieu. Gallobelgici Collegii Regens. & in Ecclesia Lugduno – Bat. Verbi Divini Minister.” Am unteren Rand der Hintergrunddarstellung die Lebensdaten: “Natus Flissingae 7 Apr. A. 1590 / Denatus Leida 23 Dec. A. 1642”.

Kupferstich/Kupferradierung.
In der Platte bezeichnet:
“P. Dubordieu pinxit / I. Syderhoef sculp. / Cornelius Banheinningh excudit”.

Darstellung (mit gestoch. Schrift) : 32,5 × 24 cm.
Blatt : 36 × 27 cm

Kräftiger Abzug auf Bütten mit Wasserzeichen. Blattunterrand (außerhalb der Darstellung) mit professionell hinterlegtem Einriß. Feine Zahlen von alter Hand am Plattenrand.

Theologe, Orientalist (vgl. H. D. von Diepenbroick-Grüter, Allgem. Porträt-Katalog, a.a.O.)

Vita : “Dieu: Ludwig de D., ein bedeutender Theologe und Exeget des 17. Jahrhunderts, zu Vlissingen, wo sein Vater Prediger war, 1590 geboren, † 1642. Von Muttersseite dem Daniel Colonius, Regenten des wallonischen Collegiums zu Leyden, anverwandt, fand er in diesem gelehrten Manne einen vorzüglichen Führer, als er dort seine theologischen Studien begann. Bald erwies er sich als trefflicher Redner, weshalb Moritz von Nassau ihm, wiewol er damals noch Candidat war, das Hofpredigeramt anbot. Er schlug dies aus und folgte 1613 dem Ruf der wallonischen Gemeinde zu Middelburg. Vier Jahre später treffen wir ihn als Prediger der niederländischen Gemeinde zu Vlissingen und seit 1619 zu Leyden, wo er zugleich neben seinem Onkel Colonius als Regent des wallonischen Collegiums fungirte. Es gelang der neuerdings gestifteten Universität zu Utrecht nicht, ihn zu sich zu ziehen, und der Plan, ihm zu Leyden einen theologischen Lehrstuhl zu übertragen, ward leider durch seinen Tod vereitelt. Sein Hauptverdienst besteht in linguistischen und exegetisch-kritischen Arbeiten … [SCHRIFTEN] : “Compendium Grammaticae Hebraicae”, 1626; “Grammatica ling. orient. Hebr., Chald. et Syr. inter se collat.”, 1628; “Rudimenta ling. Persicae”, 1639. Seine “Animadversio ad quatuor Evang.”, 1631, enthält eine Kritik der Bibelübersetzungen des Erasmus und Beza; die Staatenübersetzung von 1618 und 1619 unterzog er in den nach seinem Tod herausgegebenen “Animadversiones in V. T. libros omnes” (1648) einer Kritik. Ueberdies besitzen wir von ihm: “Versio Syriaca Apocal. Joannis ex M. S. J. Scaligeri edita”, 1627; “Animadv. in Pauli ep. ad Romanos”, 1648; “Historia Christi Persice conscripta”, 1639; “Historia Petri Persice conscripta”, 1639; “Aphorismi theologici et Rhetorica sacra”, 1693; “Tractaat tegen de gierigheid”, 1660, 1695. Seine sämmtlichen kritischen Arbeiten sind von Leydecker unter dem Titel: “Critica sacra s. animadv. in loca quaed. V. et N. T.”, Amst. 1693 in Folio herausgegeben … (Slee, Jacob Cornelis van, „Dieu, Ludwig de“, in: Allgemeine Deutsche Biographie 5 (1877), S. 214 [Onlinefassung]; URL: http://www.deutsche-biographie.de/pnd133404862.html?anchor=adb]

85 EUR





Porträt : Andreas Rivet/Andreas Rivetus (1572-1651) : Kupferstich, C. van Dalen, 1642 (od. 1642 ff.)

Porträt : Andreas Rivet (1572-1651) :

Brustporträt des A. Rivet im 60. Lebensjahr. In hochovaler Schriftkartusche:
“Andreas Rivetus Sammaxentinus Picto.
S. Theologiae Doctor et Professor aetat. LX [1642]”.

Kupferstich. In der Platte bezeichnet:
“Excudebat C. Dankertz et I. Lauwyck / C. van Dalen sculpsit”.

Darstellung (einschl. gestoch. Schriftkartusche) : 32 × 22,5 cm
Blatt : 36 × 27 cm (mit Wasserzeichen)

Kräftiger Abzug. Wasserrand am Blatt oben, bildseitig sichtbar bis an den Plattenrand, verso ist der Wasserrand deutlich weiter merklich. Kleines Wasserrändchen am linken Blattrand. Links Spuren alter Einheftung, rechts (außerhalb der Darstellung) alte kleine Hinterlegung.

Reformatorischer Theologe, Hugenotte. Professor in Leiden, Breda, Erzieher Wilhelms II. von Oranien (vgl. H. D. von Diepenbroick-Grüter, Allgem. Porträt-Katalog, 1931-(33), S. 642, 21239).

Strong imprint with watermark. Waterstain to upper margin, visible to the platemark. A few other unobtrusive traces of age.

70 EUR





Potrait : Pieter Corneliszoon Hooft (1581-1647) : Kupferstich v. R. Perzyn nach J. Sandrart, um 1647

Potrait : Pieter Corneliszoon Hooft (1581-1647).

“Petrus Cornelius Hoofdius, Eques Regii Ordinis S. Michaelis, Arcis Mudanae Praefectus, Oppidorum et Agri Goeilandiae Praetor. Aetat. LXII An(n)o. Aerae Christ …”

Kupferstich, ca. 1647.
In der Platte bezeichnet :
“I. Sandrart pinxit. / R. Perzyn Sculp: / C. Dankertz excudebat – C. Barlaeus”.

Darstellung (mit Plattenrand) : 28 × 20 cm
Blatt : 36,3 × 27,5 cm

Guter, kräftiger Abzug. In der horizontalen Mitte feine Papierfältchen, die beim Trocknungsprozeß unmittelbar nach dem Druck entstanden sind. Die breiten, weißen Ränder leicht stockfleckig.

Papier mit Wasserzeichen (Krone/Lilie).

Bibliographische Referenz : Hollstein 50.II

Vita : “Pieter Corneliszoon Hooft (* 16. März 1581 in Amsterdam; † 21. Mai 1647 in Den Haag), Ritter von Sankt Michael, war ein niederländischer Dichter, Historiker und Dramatiker. – Hooft entstammte einer vornehmen Patrizierfamilie, welche im 17. und 18. Jahrhundert diverse Amsterdamer Bürgermeister stellen konnte. Sein Vater war Cornelis Hooft – ein um die Wende des 16. zum 17. Jahrhunderts mächtiger Amsterdamer Stadtregent – Catharina, seine Cousine, war die Ehefrau von Cornelis de Graeff. Er gehört zu den bedeutendsten Dichtern der Renaissance in den Niederlanden. Seine Auffassungen waren humanistisch; in den Religionskriegen seines Zeitalters blieb er im Allgemeinen neutral. Sein bekanntestes Drama ist Warenar, das eine deutliche Beeinflussung durch das Werk des römischen Dramatikers Plautus verrät. Er war vermögend und verwaltete, da er Drossaard (Truchsess) von Muiden war, zwischen 1609 und 1647 das Muiderslot, ein Schloss 15 km östlich von Amsterdam. Dort entstand um ihn ab 1621 ein literarischer und musikalischer Kreis, der Muiderkring. Die Mitglieder und Besucher dieses Kreises hatten großen Einfluss auf die niederländische Literatur im 17. Jahrhundert.” (Wikip.).

65 EUR





Portrait : Gisbert Voetius (1589 - 1676) : Kupferstich, S. a. Lamsweerde, 1649

Gisbert Voetius (1589 – 1676)

“Gisbertus Voetius Theologiae in Academia Ultraiectina Professor Aetatis LX Anno 1649”

Kupferradierung.
In der Platte bezeichnet: “S. a. Lamsweerde delin. / sculps. et excud. Ultraj. 1649.

Darstellung/Blatt : 29 × 19,5 cm
Unterlagepapier : 36 × 27 cm

Etwas gebräunt. Bis an den Darstellungsrand beschnitten und alt auf Bütten aufgezogen (Ränder knittrig). Wurmgang unten rechts.

Reformierter Theologe, Utrecht (vgl. H. D. von Diepenbroick-Grüter, Allgem. Porträt-Katalog, 1931- (33), S. 829, 27071).

48 EUR





Portrait : Henricus Geldorpius/Henrik van Geldorp (Sneek 1600-1652). Kupferstich P. Groos/C. de Pas/A. Sioerdtsma

Portrait : Henricus Geldorpius/Henrik van Geldorp (Sneek 1600-1652)

Brustporträt, am Pult sitzend

“Henricus Geldorpius ano MDC. Calend: Decemb. Snecae / Natus, Ostsanae et Leowardiae 4 Amstelodami 24 an. Eccles. fuit Ao 1652. pridie. jdus Oct. denatus …”

Kupferradierung.
In der Platte bezeichnet: “Crispin de Pas delin: / Pieter Goos excudit. / A. Sioerdtsma Fecit”.

Darstellung/Blatt : 31,5 × 21,4 cm
Unterlageblatt : 36 × 27 cm

Pastor in Leuwarden, Amsterdam (H. D. von Diepenbroick-Grüter, Allgem. Porträt-Katalog, 1931- (33), S. 272, 9214)

Erhaltungsmängel : Bis an den Darstellungsrand alt beschnitten und auf Bütten aufgezogen. Zwei Wurmgänge: in der gestochenen Schrift (kein Buchstabenverlust) sowie am Unterrand, links von der Mitte. Am rechten Blattrand oben zwei alte/geschlossene Randeinrisse. – Unterlagepapier rückseitig mit starker Leimverbräunung.

.

48 EUR





Porträt : Ulrich Zasius (1461 Konstanz-1535 Freiburg/Breisgau), Kupferstich von Theodor de Bry, 1669

Theodor de Bry (1528 Lüttich – 1598 in Frankfurt a. Main)

Porträt : Ulrich Zasius (1461 Konstanz-1535 Freiburg/Breisgau)
Umschrift : Huldrichus Zasius Constantiensis.

Darunter in Rollwerkskartusche “Brisgoum patriae praefers Huldriche Friburgum, jura ubi cum summa publica laude doces”.

Kupferstich, 1669.
Aus : J. J. Boissard, Bibliotheca Chalcographica (…).
Heidelberg, bei Clemens Ammon, 1669.

Darstellung : 14 × 11 cm.
Blatt : 19 × 14,5 cm (breitrandig erhalten).

Die Darstellung in sehr schöner Erhaltung, klar zeichnend.
Rückseitig mit zwei kleinen (säurefreien) Papierstreifen auf Unterlage montiert; ggf. leicht lösbar, konservator. jedoch nicht notwendig.

Vita : “Ulrich Zasius (* 1461 in Konstanz; † 24. November 1535 in Freiburg im Breisgau) war ein deutscher Jurist und Humanist. Geboren als Ulrich Zäsy hat er später den latinisierten Namen Huldrichus oder Udalricus Zasius angenommen. Zasius gehört zu den bedeutenden Rechtsgelehrten an der Wende vom Mittelalter zur Neuzeit und pflegte Briefwechsel mit vielen bekannten Humanisten seiner Zeit, vor allem mit Erasmus von Rotterdam, den er 1518 erstmals persönlich traf.”. (Wikip.)

“Die Bibliotheca Chalcographica ist eine Porträtgalerie mit anfangs 100 und schließlich 438 Kupferstichen und Lebensbeschreibungen von Humanisten und Reformatoren und ein Gemeinschaftswerk des Humanisten, Antiquitätensammlers und lateinischen Dichters Jean-Jacques Boissard (1528-1602) und des Kupferstechers und Verlegers Theodor de Bry (1528-1598).” (Wikip.)

28 EUR





Potrait : "D. Anna Wake" - Kupferstich von Petrus Clouwet nach Anton van Dyck, ca. 1650

Potrait : “D. Anna Wake”.

Frau des Jan van der Swaex

Kupferstich, ca. 1650.

Anton van Dyck : 1599-1641
Petrus [Pieter] Clouwet [Clouet] : 1620-1670

In der Platte unten bezeichnet :
“Ant. van Dyck pinxit [-] Petrus Clouwet sculpsit”

Darstellung (mit gestoch. Schrift) / Image Size : 26 × 18,5 cm
Blatt / Sheet Size : 36 × 27 cm

Schöner, kräftiger Druck auf breitrandigem Bütten mit Wasserzeichen.
Die weißen Ränder etwas altfleckig. Am linken Blatt- bzw. Plattenrand schwach wasserfleckig. Einriß am Unterrand (weit außerhalb der Darstellung) sauber hinterlegt.

Original engraving. Strong impression on laid paper with watermark and full/wide margins. Along the left platemark dampstained. Tear at bottom closed.

Referenz : H. D. von Diepenbroick-Grüter, Allgemeiner Porträt-Katalog, 1931- (33), S. 838, 27353)

85 EUR





Portrait : "Dom: Anthonius de Zuniga et Davila [...]" - Kupferstich. - Antonius van Dyck pinxit / Coenradus Waumans sculpsit / Ioannes Meyßens excudit, um 1640-1650

Spanien / Portrait :

“Dom: Anthonius de Zuniga et Davila, Marchio Mirabellae, Comes Brantevillae, Ordinis Calatren., Philip. IV. Hispan. Regia Supremis Consilys Status, etc.”

Name span.: Antonio de Zúñiga y Dávila, Marqués de Mirabel, Diplomat unter Philipp IV. (1605-1665) am französischen Hof.

Kupferstich, um 1640-1650.

In der Platte unten bezeichnet :
“Antonius van Dyck pinxit / Coenradus Waumans sculpsit. /
Ioannes Meyßens excudit”

Darstellung / Image size (platemark) : 26,5 × 19,5 cm
Blatt / Sheet size : 36 × 26 cm

The New Hollstein: Dutch and Flemish etchings, engravings and woodcuts 1450-1700. – 152.I (oder evtl. auch II).

Erhaltung : Kräftiger, brillanter Abzug.
In der linken oberen Ecke starker Braunfleck (Wasserrand) sowie eine von der Bildseite kaum störende, leichte Druckspur. Die breiten, weißen Ränder rundum altfleckig, aber nur an der rechten Seite bis knapp an den Plattenrand reichend.

Portrait of Marques de Mirabel, Ambassador for Philip IV, King of Spain to the French court. Original copper engraving, ca. 1650. A deep/strong imprint. At the upper left edge a single minor crease. Browning and spotting to the broad wide margins, but only a few small spots within the platemark –
otherwise in very good condition.

70 EUR





Portrait : Maria Margareta de Barlemont Comitissa Hegmondana. - Kupferstich von Jacobus Nefs nach Anton van Dyck, ca. 1650

Portrait : “[…] Maria Margareta de Barlemont Comitissa Hegmondana”
(Marie-Marguerite de Berlaymont).

Kupferstich, um 1650.
In der Platte bezeichnet : “Ant. van Dyck pinxit. / Iacobus Nefs sculpsit. / Iones. Meyssens exc[udit].

Anton van Dyck : 1599-1641

Darstellung (mit Plattenrand) : 27,5 × 20 cm
Blattf: 36 × 26,5 cm

Referenz : Wohl New Hollstein 110.III (Van Dyck)

Schöner, kräftiger Abzug auf breitrandigem Büttenpapier mit Wasserzeichen.
Die Blattränder angestaubt und rundum mit Einrissen (weit außerhalb der Darstellung).

Original engraving, strong imprint on laid paper, many tears at the wide margins (out of image). Watermark something like a fool’s cap.

85 EUR





[Anonymus] : "Ein jüdischer Artzt" (Arzt). - Kolorierte Radierung

[Anonymus] :

“Ein jüdischer Artzt”

Kolorierte Radierung, wohl Anfang 17. Jh.

Darstellung/Plattenrand : 27,5 × 17 cm
Blatt : ca. 30 × 20 cm

Am Blattunterrand (ca. 3 cm in die Darstellung reichend) eine alte Hinterlegung mit Papier. Der linke Blattrand sehr unregelmäßig.

Abweich. Titel : “Ein jüdischer Arzt”





Portrait : Anthonius de Bourbon, Comte de Moret (1607-1691 im Kloster). - Kupferstich von Petrus de Ballu/Pieter de Bailliu nach Antonius van Dyck, ca. 1640-1655

Portrait/Hüftbild : Anthonius de Bourbon, Comte de Moret (1607-1691 im Kloster)

“Anthonius Bourbonius Comes Moretanus et Abbas Sti. Stephani Caentini filius naturalis Henrici Magni et Jacquelinae Bueilanae, Comitissae Moretanae”.

Kupferstich (copper engraving), ca. 1640-1655.
In der Platte bezeichnet : “Antonius van Dyck pinxit / Petrus de Ballu sculpsit / Ioannes Meysens excudit Antverpiae”.

Darstellung : 25,8 × 18,5 cm
Blatt : 36 × 26,5 cm

Natürlicher Sohn Heinrichs IV. (Vgl. H. D. von Diepenbroick-Grüter, Allgem. Porträt-Katalog, 1931- (33), S. 525, 17385).

New Hollstein 115.III (Van Dyck)

Kräftiger Abzug. Schwach erkennbares Wasserzeichen in der Gesichtspartie.
Feine Numerierung von alter Hand nah am Plattenrandes.

Kaum merkliches, horizontal durch das untere Bilddrittel verlaufendes Papierfältchen.

Die Blattränder rundum rissig. Ein Einriß rechts,bis knapp an den Plattenrand reichend, professionell mit Japan hinterlegt. Am breiten rechten Blattrand (weit außerhalb der Darstellung) Ausriß.

100 EUR