18. Jahrhundert
Portrait : Conrad Groß, ca. 1280-1356 Bamberg, Ratskonsulent/Reichsschultheiß i. Nürnberg. - Schabkunst, Paul Decker d.J.
Portrait : Conrad Groß
(u.a. Ratskonsulent und Reichsschultheiß in Nürnberg 1332/1339).
Schabkunst/Mezzotinto von Paul Decker d.J. (1685-1742),
unten rechts “P. Decker fecit”.
Darstellung : 41,5 × 29,4 cm
Blatt : 48,5 × 34,2 cm
Die Darstellung in schöner Erhaltung, die weißen Blattränder angestaubt, altfleckig, mit Randknicken und kurzen Randeinrissen (nicht in die Darstellung reichend).
Vita des Dargestellten :
“Groß, Konrad (Politiker) (Ratskonsulent und Reichsschultheiß in Nürnberg; 1332/39 Gründung des Heilig-Geist-Spitals in Nürnberg; Stiftung der Klöster Himmelthron (1343/48 nach Gründlach verlegt), Pillenreuth (1345) und des Spitals zu Kitzingen (1340), 1280-1356).” (Digit. Portraitindex, DFG).
“Der schwerreiche Konrad I. Groß (* ~1280; † 10. Mai 1356 in Bamberg) ist der bekannteste Vertreter der Nürnberger Ratsfamilie Groß. Berühmt wurde er vor allem für seine exorbitanten Seelgerätstiftungen, allen voran die des Heilig-Geist-Spitals in Nürnberg. Er ist der erste Nürnberger Bürger, dessen Lebensweg wir aus den Quellen halbwegs geschlossen rekonstruieren können …” (Wikip.)
Vita des Stechers :
Decker, Paul, d.J., dt. Maler, Zeichner, Kupferstecher, *26.2.1685 Nürnberg, 22.5.1742 ebd. Bruder von Paul D. d.Ä. Ab 1705 unter Daniel Preisler an der Nürnberger Maler-Akad. in Malerei und von D. d.Ä. im Zeichnen unterrichtet … Die 1739 erfolgte Berufung zum Dir. der Nürnberger Maler-Akad. bezeugt die Wertschätzung als Historien- und Portr.-Maler … Singer listet über 30 Kpst. nach dessen Portr. auf, u.a. Vertreter der elf ratsfähigen Fam. Nürnbergs sowie Regenten … Als Stecher bevorzugte er die Schabkunsttechnik, so Neu Inventirtes Schilder=Büchlein vor allerhandt Künstlere gemacht (6 Bll., G.Heldt sc.), Portr. J.W. Haller von Hallerstein (mit G.Held), K.Magnus, H.O. von Stutterheim (mit G.Held) und K.Groß sowie den Epitaph des Grafen P.F. von Wolffstein … (Barbara Kutscher, in AKL XXV, 2000, 131).
95 EUR
Benard nach Martinet : Le Pou - DIE LAUS UNTER DEM MIKROSKOP, um 1770
LE POU VU AU MICROSCOPE – DIE LAUS UNTER DEM MIKROSKOP
Sehr großformatiger Kupferstich von Benard (fecit) nach Martinet (del).
Aus der Encyclopédie v. Denis Diderot & Jean Lerond d’Alembert : um 1770.
Blattgröße : 40,5 × 65,5 cm
Das unbeschnittene Blatt (mit Wassserzeichen) ist original 2fach vertikal gefaltet.
Die Blattränder gebräunt und eingerissen – nicht bis in den Plattenrand reichend
Innerhalb der Darstellung schwach fleckig (= Abklatsch der gegenüberlieg. Faltseite).
Eine kleine Papierausdünnung unten links (nicht im Bildbereich).
Die ersten beiden Abbildugen geben die Farbe des Blattes richtig wieder.
Die Gesamtabbildung, unter Beleuchtung, erscheint zu rotstichig.
SW: Läuse, lausen, bug, cootie, louse, Kopflaus
55 EUR
Alexis Nicolas Perignon (1726 Nancy - Paris 1782) : Bremgarten/Schweiz. Ansicht mit Mühle und Brücke über die Reuss, monogrammiert, datiert 1777
Alexis Nicolas Perignon (1726-1782) :
Bremgarten/Schweiz. Ansicht mit Mühle und Brücke über die Reuss.
Unten mittig (klein) monogrammiert : N.P.
Verso (eigenhändig?) betitelt und datiert : 3. Voyage / 1777.
Blatt : 15,5 × 22,2 cm.
Papier mit Wasserzeichen.
Das Blatt mit sehr starken Altersspuren : über und über altfleckig und beschabt. Papier zudem etwas gewellt. Rückseitig Spuren abgelöster Montierungsstreifen. Eine Ecke alt hinterlegt.
Bei aller Beeinträchtigung – schöner Altersschmelz.
- Thieme/Becker 26, S. 414 (”… bereiste 1776/77 die Schweiz …”)
– Nagler: Die Monogrammisten, Bd. IV, Nr. 2512 gibt hier das Monogramm in der Form NP. (aus dem Jahren 1771 ff) wieder und verweist u.a. auch auf Schweizer Malreisen (… unternahm im Auftrage des M. de la Borde auch mehrer Reisen in die Schweiz. Bei dieser Gelegenheit malte er viele Landschaften und Ansichten in Guache und Aquarelle …). – Siehe auch Nagler: Neues allgemeines Künstler-Kexicon, Bd. 11 (hier wird auch auf die Mongrammform N.P. verwiesen.
- Bei hier vorliegendem Aquarell handelt es sich offensichtlich um die Vorlage
zu dem um 1780 erchienen Kupferstich “IIe. Vue du Pont et de la Ville de Bremgarten …”, aus : Beat Fidele Antoine de Zurlauben : “Tableaux topographiques … de la Suisse …”. – 1780-1786.
295 EUR
Johann Elias Ridinger (Ulm 1698-Augsburg 1767): Fabul. XVI (Neid) - Kupferstich
Ridinger, Johann Elias (Ulm 1698 – Augsburg 1767) : Fabul. XVI :
“Nichts ist thörichter, als der in seiner Quelle angesehene Neid … “
(Textzeilen zudem in lat. u. frz. Sprache)
Ein Bär und ein Schwan treffen aufeinander.
Kupferstich und Radierung, um 1744.
Unterhalb der Darstellung bezeichnet : J. El. Ridinger inv. (wohl folgend: fec. et excud).
Aus der Folge : “Lehrreiche Fabeln aus dem Reiche der Tiere zur Verbesserung der Sitten und zumal dem Unterrichte der Jugend neu entworfen. Erster Versuch …”
Darstellung (ohne Text) : 30 × 24 cm – Unterlageblatt: 43 × 28,5 cm
Mit sehr starken Erhaltungsmängeln :
In der linken unteren Ecke größere Fehlstelle in der Darstellung (3×3 cm), diese mit Bleistift auffällig geschlossen. Von der Schrift fehlt der Abschluß auf der rechten Seite.
Das Blatt ist auf ein Untersatzpapier aufgezogen und rundum bis zum Bildrand beschnitten. Links oberhalb des Kopfes des Vogels Braunfleck.
45 EUR
I. Quinquefolium palustre – II. Quinquefolium maius – III. Tormentilla - Kupferstich aus dem "Hortus Eystettensis" des Basilius Besler
Basilus Besler : Pflanzen-Kupferstich aus dem “Hortus Eystettensis”
I. Quinquefolium palustre – II. Quinquefolium maius – III. Tormentilla
Kolorierter Original-Kupferstich aus dem “Hortus Eystettensis” des Basilius Besler.
Das Exemplar entstammt der 3. und letzten Auflage von 1713-1750.
In der Platte signiertes Exemplar (s. an Wurzel d. mittl. Pflanze) : “Servasius Rauen” (s. auch abweichende Schreibweisen b. Thieme/Becker)
Darstellung (mit Plattenrand) : ca. 40 × 49,5 cm – Blattformat : ca. 58 × 45,5 cm
Erhaltung : Das breitrandige, unbeschnittene Exemplar weist oben rechts (im unbedruckten Bereich) eine kleine Restaurierung auf : als kleine Verfärbung sichtbar (siehe Abb.). Gleich darunter (ebenfalls im unbedruckt. Bereich) eine kleine Rißverklebung, in diesem Bereich das Papier auch ein wenig wellig. – Im breiten weißen Rand umlaufend kleinere Randrisse, die außerhalb des Plattenrandes verbleiben – und damit ggf. vom allfälligen Passepartout überdeckt werden.
Die Abbildungen : Die Abb. 2, die das volle Blatt mit Rand zeigt,
erscheint zu stark getönt, alle anderen Abb. sind farbrichtiger.
Das Kolorit des Stiches stammt aus jüngerer Zeit.
245 EUR
Giuseppe Vasi (1710 Corleone - Rom 1782) : "Palazzo Ruspoli sul corso". - Kupferstich, Rom 1786
Giuseppe Vasi (1710 Corleone – Rom 1782) :
“Palazzo Ruspoli sul corso”
Kupferstich aus :
Raccolta Delle Più Belle Vedute Antiche, E Moderne Di Roma,
Rom 1786.
Darstellung (mit gestoch. Schrift) : 21 × 32,5 cm
Blatt : 30 × 43 cm
Sehr schöner klarer, kräftiger Abzug in vollrandiger Erhaltung.
Rückseitig oben zwei kleine Reste von säurefreien Montagestreifen.
Die (noch vorhandenen) Einheftungsspuren am Battrand links sind – nebenbei – ein gutes Echtheitsmerkmal.
Vita : Giuseppe Vasi (* 27. August 1710 in Corleone auf Sizilien; † 16. April 1782 in Rom) war ein italienischer Grafiker und Vedutenstecher.
Vasi war in Rom Schüler von Sebastiano Conca, Pier Leone Ghezzi und Filippo Juvarra.
Zwischen 1746 und 1761 veröffentlichte Vasi 10 Bände mit 240 Grafiken der römischen Monumente. Zu dieser Zeit näherte sich die barocke Phase Roms ihrem Ende, so dass man hier von einer Bestandsaufnahme sprechen kann.
Zu seinen Schülern zählte Giovanni Battista Piranesi, der sich jedoch nach kurzer Zeit mit ihm überwarf. Während sich Piranesi ausführlicher mit den Ruinen des antiken Roms beschäftigte, war das Ziel Vasis eine Darstellung des Roms seiner Zeit. Von der Ausbildung her selber Architekt war er in der Lage, die Monumente Roms in allen Details genau darzustellen.” (Wikip.)
“Das Bild zeigt den Palast der Familie Ruspoli am Corso. Marchese Francesco Maria Ruspoli war einer der wichtigsten Patrone und Auftraggeber Georg Friedrich Händels während seines Aufenthalts in Rom (ca. 1707 und 1708).”
125 EUR
Giuseppe Vasi (1710 Corleone - Rom 1782) : "Giardino e Casino Pontificio del Belvedere". - Kupferstich, Rom 1786.
Giuseppe Vasi (1710 Corleone – Rom 1782) :
“Giardino e Casino Pontificio del Belvedere”.
Kupferstich aus :
“Raccolta Delle Più Belle Vedute Antiche, E Moderne Di Roma”,
Rom 1786.
Darstellung (mit gestoch. Schrift) : 21,5 × 34 cm
Blatt : 30 × 43 cm
Sehr schöner klarer, kräftiger Abzug in vollrandiger Erhaltung. Am linken Blattrand kurze, unwesentliche Randeinrisse – weit außerhalb der Darstellung. Rückseitig oben zwei kleine Reste von säurefreien Montagestreifen.
Die (noch vorhandenen) Einheftungsspuren am Battrand links sind – nebenbei – ein gutes Echtheitsmerkmal.
Vita : Giuseppe Vasi (* 27. August 1710 in Corleone auf Sizilien; † 16. April 1782 in Rom) war ein italienischer Grafiker und Vedutenstecher.
Vasi war in Rom Schüler von Sebastiano Conca, Pier Leone Ghezzi und Filippo Juvarra.
Zwischen 1746 und 1761 veröffentlichte Vasi 10 Bände mit 240 Grafiken der römischen Monumente. Zu dieser Zeit näherte sich die barocke Phase Roms ihrem Ende, so dass man hier von einer Bestandsaufnahme sprechen kann.
Zu seinen Schülern zählte Giovanni Battista Piranesi, der sich jedoch nach kurzer Zeit mit ihm überwarf. Während sich Piranesi ausführlicher mit den Ruinen des antiken Roms beschäftigte, war das Ziel Vasis eine Darstellung des Roms seiner Zeit. Von der Ausbildung her selber Architekt war er in der Lage, die Monumente Roms in allen Details genau darzustellen.” (Wikip.)
125 EUR
Giovanni Battista Piranesi (1756-1810) : Trofei di Ottaviano Augusto innalzati per la vittoria ad Actium e conquista dell'Egitto con vari altri ornamenti antichi. - 2 Kupferradierungen auf einem Blatt, um 1780
Trofei di Ottaviano Augusto innalzati per la vittoria ad Actium e conquista dell’Egitto con vari altri ornamenti antichi. / Disegnati ed incisi dal cavalier Gio Batta. Piranesi.”
“Frammento di uno scudo caduto da Trofei di Ottaviano Augusto; ora esistente nel Cortile delle Mendicanti a Torre de’ Conti / Piranesi Architetto fec.”
2 Kupferradierungen auf 1 Blatt.
Exemplar der 2. Auflage, hrsg. von Francesco Piranesi (Sohn) :
nach 1778 (um 1780).
Zu den versch. Ausgaben s.
Luigi Ficacci: Piranesi. The Complete Etchings. Köln 2000, S. 158 unten.
Rückseitig mit 3-zeiligem Wasserzeichen.
Darstellungen/Plattenrand : 16× 21,5 cm – 13,7 × 26,8
Blattgröße : 55,5 × 37,2 cm
Kräftige, differenzierte Abzüge auf starkem/weißem Bütten.
In breitrandiger/vollrandiger Erhaltung, noch mit orig. Gelbschnitt.
In der horizontalen Mitte – außerhalb den Darstellung – Papierfalte.
Ebenfalls Papierfalte am rechten Rand, innerhalb der Darstellung keineswegs auffallend. Kleine Papierbeschabung am rechten Blattrand.
155 EUR
Franceso Piranesi (1756-1810) : "Parti in grand restaurate de Trofei die Ottaviano Augusto [...]" - Kupferradierung, 1778
Francesco Piranesi (1756-1810) :
Parti in grand restaurate de Trofei die Ottaviano Augusto […]”
In der Schriftkartusche unten rechts signiert :
“Francesco Piranesi disegnò ed incise 1778”.
Kupferradierung, 1778 (bzw. 1780)
Oben rechts mit Plattennummer : 4
Darstellung/Plattenrand : 52,5 × 39 cm
Blattgröße : 66,5 × 56 cm
Kräftiger, differenzierter Abzug auf starkem/weißem Bütten.
In breitrandiger/vollrandiger Erhaltung, noch mit orig. Gelbschnitt und Mittelfalz. – Kräftiges, weißes Bütten. In unberührter/unrestaurierter Erhaltung.
165
Porträt : Jacob Gottfried Scheurl von Defersdorf (1651 - Nürnberg - 1717)
Porträt des Jacob Gottfried Scheurl von Defersdorf (1651-1717),
im Hintergrund wird der Ort Defersdorf gezeigt.
“Jacobus Godofredus Scheurl à Defersdorf …”
Schabkunstblatt von Joahnnes Kenkel, kurz nach 1717.
Die uns sonst bekannten Exemplare zeigen unten links im Stein den Namen des Malers (“J. L. Hirschmann ad vivium pinxit”). Unser Ex. ist ohne diese Bezeichnung. Ob der Name erst in späteren Drucken eingraviert wurde oder ob man diesen später ausschliff, können wir zunächst nicht entscheiden.
Darstellung : 42 × 29,5 cm – Blattgröße : 46 × 33,8 cm
Am linken oberen Bild- u. Blattrand feine Knickspuren, im Baumstamm ein kleiner, kaum merklicher Kratzer. Die Blattränder rundum etwas knittrig, angestaubt u. bestoßen. In den vier Blattecken Nadelstichspuren. Leichter Wasserrand in den oberen Ecken. Horizontal mittig eine durchgehende feine Papierfalte, die aber nur wenig auffällt. – Insgesamt ein sehr ansprechendes Blatt.
Jacob Gottfried Scheurl (19. Aug. 1651 – Nürnberg – 28. Nov. 1717)
“1679 Hof- u. Stallmeister der verwittw. Fürstin Lobkowitz, geb. Pfalzgräfin von Sulzbach, nach deren Tod in Diensten des Fürsten Ferdinand August von Lobkowitz, Herzogs von Sagan, u. des Pfalzgrafen Philipp von Sulzbach; 1686 Pfleger in Betzenheim bei Pegnitz u. 1694 in Gräfenberg, 1714 Amtmann des Sebalderwaldes u. Oberrichter des Forst- u. Zeidelgerichts in Nürnberg” (zit. nach rootsweb)
“Die Scheurl von Defersdorf sind eine Patrizierfamilie der Freien Reichsstadt Nürnberg. Erstmals urkundlich erwähnt im Jahr 1440. Familiensitz ist das, 1535 aus dem Besitz der Holzschuher übernommene, ehemalige Zeidelgut Fischbach. Die Scheurl waren ab 1729, bis zum Ende der reichsstädtischen Zeit im Jahre 1806, im Inneren Rat vertreten …”(Wikip. v. 17.8.2011)
100 EUR
Johann Heinrich Lips (1758 - 1817) : Regina von Bonstetten. - Kupferstich, Joh. H. Lips, 1776
“Regina von Bonstetten”
In der Platte ist der Name der Dargestellten
verschlüsselt abgekürzt : “B …. n”
Am Unterrand, von alter Hand in Tinte, findet sich die Auflösung.
Portrait-Kupferstich (Wasserzeichen, wohl “C B”).
In der Platte unten links bezeichnet u. datiert : “Joh. H. Lips sculpsit 1776”.
Darstellung (einschl. Plattenrand) : 23,5 × 19,5 cm
Blatt : 33,5 × 27 cm
Auf dem vollen Blatt. Die Blattränder etwas angestaubt und leicht altfleckig. Rückseite schwach stockfleckig. Der Bildbereich nahezu unberührt.
“Nach dem Wunsch der Eltern sollte der Kupferstecher Johann Heinrich Lips, geboren am 29. April 1758 in Kloten bei Zürich, eigentlich den Beruf des Chirurgen ergreifen. Nur zögerlich stimmten sie dem Zeichenunterricht im Rahmen einer höheren Allgemeinbildung zu, lehnten aber die durch Johann Caspar Lavater (1741-1801) vermittelte Lehrstelle in der Radierwerkstatt Johann Rudolf Schellenbergs (1740-1806) in Winterthur ab. Die anfänglich autodidaktische Ausbildung ergänzte zunehmend der bekannte Schweizer Theologe und Schriftsteller Lavater selbst. Er schickte Radierwerkzeug, Vorlageblätter und Anleitungen zum Radieren nach Kloten und eröffnete Lips weitere künstlerische Kontakte u.a. zu Johann Caspar Füßli (1706-1782), Jens Juel (1745-1802) sowie zu seinen späteren Förderern Herzog Carl August von Sachsen-Weimar (1757-1828) und Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832). Ein Exklusivvertrag für die Illustration der mehrbändigen Ausgabe der „Physiognomischen Fragmente“ band Lips bis 1780 an Lavater. Erst nach Abschluss dieser Arbeiten konnte er seine Studienreise beginnen, deren Stationen Schaffhausen, Basel, Colmar, Karlsruhe, Stuttgart und Mannheim waren. In Mannheim wurde er schüler an der damals bekannten Zeichenakademie von Peter Anton von Verschaffelt (1710-1793) wo er sich intensiv dem Akt- und Antikenstudium widmete. Nach erfolgreichem Abschluss zog Lips weiter nach Düsseldorf, wurde preisgekröntes Mitglied der Düsseldorfer Kunstakademie und traf u.a. auf Friedrich Bury (1763-1828), mit dem er schließlich 1782 nach Italien aufbrach …” (Weblink : Goethezeitportal.de (Stand 18.Nov.2009)
45 EUR
Christoph Weigel nach Caspar Luyken : Kaiserlicher Pauker
“Kaiserlicher Paucker.”
Altkolorierter, teils goldgehöhter Kupferstich, 1703.
Christoph Weigel (1654–1725) nach Caspar Luyken (1672-1708, Monogramm in Ligatur in der Platte unten rechts).
Aus : Neu-eröffnete Welt-Galleria. Worinnen sehr curios und begnügt unter die Augen kommen allerley Aufzüg und Kleidungen unterschiedlicher Stände und Nationen …
Darstellung (Plattenrand) : 29,5 × 19,5 cm
Blattgröße : 38 × 23,5 cm
Im breiten, weißen Rand (außerhalb der Darstellung) einige wenige/winzigkleine Papierfehlstellen – sonst sehr schönes Blatt in prächtigem Altkolorit.
“Die Pauke (italienisch: timpano, französisch: timbale, englisch: kettledrum – „Kesseltrommel“, „Kesselpauke“), Schlaginstrument aus der Gruppe d. Membranophone”. – SW : Musik, Musikinstrumente.
110 EUR