Martin Erich Philipp (1887 Zwickau-1978 Dresden) : Weihnachtsstern. - Farbholzschnitt, signiert

Philipp, Martin Erich, MEPH (1887 Zwickau – 1978 Dresden) :

Weihnachtsstern

Farbholzschnitt
auf feinem/dünnen Japan.

Im Stock oben rechts monogrammiert (MEPH),
unten rechts handsigniert.

Am Unterrand des Blattes einige kurze Bleistiftnotate, wohl von MEPH selbst.

Darstellung/Stockmaß : 46,5 × 33,5 cm
Blatt : 55 × 40 cm

Das schöne Blatt leicht lichtrandig sowie an den oberen beiden Blattecken
schwache Spuren professionell abgelöster kleiner Montagestreifen – sonst wohlerhalten.

Weihnachtsstern (Euphorbia pulcherrima), auch Adventsstern, Christstern od. Poinsettie.

Vita : “Philipp, Martin E., Maler u. Graphiker in Dresden, *4. 8. 1887 Zwickau, Schüler v. G. Kuehl u. Richard Müller. Mappenwerke: Lucinde; Bäder v. Lucca; Wilhelmine; Gedichte im Geschmacke Grécourts. Lit.: Dressier, Ksthandb., 1930/II. – Die Kst, 48 (1922/23) 247ff.-Ex Libris, 26 (1916) 120f.; 27 (1917) 28; 29 (1919) 61/68; 31 (1921) 59, Beil. vor p. 60; 35 (1925) Mitteil. p. 9. – Dtsche Kst u. Dekor., 36 (1915) 343 (Abb.). – Ztschr. f. Bücherfreunde, N. F. 14 (1922) Beibl. Heft 1, Sp. 29. – Kat. Ausst. 6 Dresdner Graphiker, Richter-Dresden, 1913” (Thieme-Becker)

125 EUR





Joseph Steutzger : Unser Ausstellungsraum in Wasserburg a. Inn/Marienplatz 23/Ecke Bruckgasse/Unter den Arkaden : GEMÄLDE-BÜCHER-GRAPHIK-RAHMEN

Joseph Steutzger : Kunst- und Literaturhandel

Zusätzlich zeigen wir (50 m weiter) in zwei Ausstellungsvitrinen, zwischen dem “V” und Café Rechenauer, Marienplatz 11, eine kleine Auswahl unseres Angebotes.





Marc Chagall (Witebsk 1887 - 1985 St. Paul de Vence) : Moses III (emporschauend). - Farblithographie. - Bibel, 1956

Marc Chagall (Witebsk 1887 – 1985 St. Paul de Vence) :

Moses III (emporschauend).

Farblithographie, 1956.

Werkverzeichnis : Mourlot Nr. 125.

Aus : VERVE, vol. VIII, nos. 33 et 34. (= Bibel I).
Hrsg. v. Tériade. Druck bei Mourlot, Paris.

Nicht handsigniert, nicht nummeriert.
Auflage : 6500 Exemplare.

Darstellung/Blattgröße : 35,5 × 26,2 cm.

In schöner, vollrandiger Erhaltung.

Rückseitig eine schwarz/weiß Lithographie.
WVZ : Mourlot Nr. 130 (siehe Abb. 2)

Noch nie gerahmt oder unter Passepartout,
deshalb auch keine Montagespuren etc.

125 EUR





[Anonymus] : Lesender (Carl Seidel/Dresden?) - Bleistift, 1. Hälfte/Mitte 19. Jh.

[Anonymus] : Lesender (Carl Seidel/Dresden?)

Bleistift, tls. aquarelliert.
Auf dünnem/glatten Papier.

Auf altem Unterlageblatt
an den oberen Ecken leicht (reversibel) an zwei Punkten befestigt.
Unterhalb der Darstellung, auf der Unterlage, die Bezeichnung “C. Seidel Dresden”.

Darstellung : ca. 24 × 19 cm
Blatt : 27,5 × 25 cm (Ränder etwas ungleichmäßig)
Unterlageblatt : ca. 35 × 28 cm

Das Blatt gering altfleckig. An den äußersten Rändern, kleine, punktuelle Papierausdünnungen. – Rechte Seite der Unterlage mit Staub- resp. Lichtrand. – Rückseitig an den Rändern einige unwesentliche Reste abgelöster, alter Montierungen. Nunmehr mit zwei feinen Japanpapierfälzchen an der Oberkante montiert, sonst freiliegend.

Unter altem Glas und einem Biedermeierrahmen (Birne o.ä., schwarz gebeizt). Einige kleine Wurmlöchlein. Der Rahmen wurde mit Schellack etwas aufgefrischt. Die Abb. gibt nur einen ungefähren Eindruck.

Die Bezeichnung auf der Unterlage dürfte wohl den Dargestellten meinen und nicht den Zeichner.

Ob evtl. folgende Person in Frage kommt, muß vorläufig offen bleiben : “Carl Seidel (1787 Berlin – 1844 ), Kunstschriftsteller, Philosoph, Dichter. Seidel sollte ursprünglich den Beruf eines Kaufmanns ergreifen, studierte aber Philosophie u. Kunstwissenschaften. 1826 promovierte er in Philosophie und erhielt 1840 den Titel eines Professors. Am 30. Juli 1840 heiratete er seine Schülerin Emilie Detroit. Daneben spielte er Gitarre und schrieb theoretische Artikel, Erzählungen und Reiseberichte für zahlr. Zeitschriften. Von Bedeutung ist seine Novelle Der Brautkampf, die 1819 in der Dresdner Abendzeitung erschien und Theodor Hell zu dem Opernlibretto Die drei Pintos inspirierte. Es wurde von Carl Maria von Weber vertont, blieb aber Fragment. Seidels musikalische Schriften hielt insbesondere Robert Schumann für so bedeutend, dass er ihn als Mitarbeiter für seine Neue Zeitschrift für Musik gewann und in den Jahren 1834 bis 1835 mit ihm korrespondierte.” (vgl. Wikip.)

165 EUR





[Anonymus] : Zweig der Stechpalme (Ilex). - Aquarell, um 1900

[Anonymus] :

Stechpalme (Ilex)

Aquarell auf leichtem Karton, um 1900.
Ohne jede Bezeichnung.

Blattmaß : 19 × 13 cm.
Die vier Reißnagelspuren in den Ecken zeigen an, dass
das Blatt nicht beschnitten wurde.

Schöne, farbfrische Erhaltung der Darstellung selbst,
Rückseitig Reste von Seidenpapier am linken Rand.

Stechpalme (Ilex), auch Hülsdorn, Stechhülsen, Winterbeeren, Christdorn, Schradler, Familie d. Stechpalmengewächse (Aquifoliaceae).

85 EUR





[Anonymus] : Albert Pettenkofer (Portrait). - Lithographie, ca. 1850

[Anonymus] :

Portrait : “Dr. Albert Pettenkofer”

Lithographie, wohl um 1850.
Bezeichnet : Dr. Albert Pettenkofer / (gest. 15. Sept. 1842)

Darstellung (ohne Schrift) : ca. 16 × 16 cm
Blattmaß : 28 × 19 cm

Erhaltungseinschränkung :
Das Blatt berieben, knittrig, angestaubt und altfleckig.
Am Unterrand eine Hinterlegung (8 × 4 cm).
Alt am Oberrand auf Unterlagekarton montiert.

Das Augsburger Intelligenzblatt meldet am 21 Sept. 1842,
dass der Dr. der Medizin und prakt. Arzt, Albert Pettenkofer, aus Oettingen, 29 Jahre alt, an Schlagfluß verstorben ist.

Oettingen (Ries), Nördlingen

85 EUR





Jakob Kallenberg (1540-1605): Landsknechte als Fahnenschwinger. - Holzschnitt, 1545

Landsknechte als Fahnenschwinger.

Holzschnitt(e), 1545.
2 Holzschnittte auf 1 Blatt (Vor- u. Rückseite).

Aus : Jacob Köbel, Wapen des Heyligen Römischen Reichs Teutscher Nation […], 1545 (Exemplar der 1. Auflage, 1579 erschien noch eine 2. Aufl.).

Darstellungen : ca. 14 × 21,5 cm – Blatt : 28 × 18 cm.

Zuschreibung an Jacob Kallenberg, unten rechts monogrammiert : “I.K.”
(nachgewiesen tätig in Bern ca. 1535/65).

Erhaltung : Gute Drucke auf festem Büttenpapier, nur leicht altfleckig.
Der Druck der Rückseite jeweils leicht umseitig durchschlagend. Eine Hinterlegung mit dunklem Papier würde dies stark vermindern. – Das Blatt ist nicht, wie gelegentlich auch zu finden, gespalten und damit seiner Rückseite beraubt, sondern beidseitig original bedruckt.

Literatur : Zu den beiden Ausgaben (1545/1579) s. Katalog der Lipperheideschen Kostümbibliothek sowie Josef Benzing : Jacob Köbel […] Bibliographie seiner Drucke und Schriften.

“Die Landsknechte waren nicht nur für ihre Kampfkraft, sondern auch für ihr extravagantes Erscheinungsbild bekannt. Ihre äußerst bunte Bekleidung bestand aus gepufften und geschlitzten Hemden und Hosen, zu denen sie eine Bundhaube bzw. schräg darüber ein breitkrempiges mit Federn und Wollbüschen bunt geschmücktes Barett aufsetzten. An den Füßen trugen sie die nach ihrer Form benannten Kuhmaulschuhe. Typisch waren auch das vor der Brust verschnürte Lederwams und bunt gefärbte Socken. Der Ursprung der geschlitzten Mode ist unklar; so wird vermutet, dass die enge Kleidung des späten 15. Jahrhunderts im Kampf äußerst hinderlich war. Die Landsknechte schlitzten sie deshalb auf, banden sich Stofffetzen um die Ärmel und ließen die dicken Unterstoffe herauspludern … Die auffällige gepuffte und geschlitzte Kleidung der Landsknechte, die eine imponierende Wirkung erzielen sollte, wurde in adeligen Kreisen als Anmaßung betrachtet. Auf Initiative Maximilians I. billigte ihnen der 1503 tagende Reichstag zu Augsburg jedoch das Recht zu, sich nach eigenem Gutdünken zu kleiden. Die Bekleidung war absolut uneinheitlich, lediglich die Offiziere waren meist durch eine bunte Schärpe erkennbar … Die Kleidung der Landsknechte beeinflusste die zivile Mode des damaligen Europas stark und wurde sogar in Stahl nachgebildet. So entstanden gepuffte und geschlitzte Paraderüstungen, die repräsentativen Zwecken dienten. Der Brayette genannte Genitalschutz der damaligen Rüstungen war ein stählernes Abbild des Hosenlatzes der Landsknechte.” (Wikipedia, 30.12.07). – SW: Lansquenet, Katzbalger, Renaissance-Waffen, Renaissancekleidung, Landsknechtmode, auch Jakob Kallenberg).

125 EUR





Joan Miró (1893 Barcelona - 1983 Palma de Mallorca) : La Danse du Feu. - Farblithographie, 1963

Joan Miró (1893 Barcelona – 1983 Palma de Mallorca) :

“La Danse du Feu”

Orig.-Farblithographie, 1963.
Nicht signiert.

Das Blatt entstammt unmittelbar aus :
DERRIERE LE MIROIR : MIROARTIGAS.
Paris, bei Maeght, 1963.

Darstellung/Blattgröße : 38 × 56 cm (gerahmt).

Auf einem Doppelblatt!
Das Blatt ist entsprechend in der vertikalen Mitte gefaltet. Auf dem Scan bildseitig weniger erkennbar als in natura. Die Abbildung der Rückseite zeigt die Falte deutlicher.

Rückseitig Text, so original.

Erhaltung : In den äußersten Ecken und an den Enden des Mittelfalzes ganz minimale – im üblichen Betrachterabstand wohl kaum wahrnehmbare Druckspuren – sonst sauber/frisch.

125 EUR





Joan Miró (1893 Barcelona - 1983 Palma de Mallorca) : Farblithographie VI, aus Lithographe II, 1975

Joan Miró (1893 Barcelona – 1983 Palma de Mallorca) :

Orig.-Farblithographie (no). VI, 1975.

Aus : Joan Miro, Raymond Queneau :
Lithographe Vol 2., 1953-1963, Paris, Fernand Mourlot / Maeght Editeur, 1975,
nicht signiert.

Darstellung/Blattgröße : 32 × 49,5 cm

Die Lithographie befindet sich auf einem Doppelblatt,
der originale Falz in der Mitte wurde rückseitig verstärkt, somit liegt das Blatt plan und der Falz ist unauffällig. – Rückseitig Text, so original (siehe Abb.).

In sehr schöner, frischer Erhaltung.

55 EUR





Carl Kessler (1876 Coburg - 1968 München) : Wintermorgen an der Stillach/bei Oberstdorf (Allgäu). - Aquarell, um 1925-1930

Carl Kessler (1876 Coburg – 1968 München)

“Wintermorgen an der Stillach / bei Oberstdorf” (Allgäu)

Aquarell über Bleistift, unten rechts signiert.
Rückseitig eigenhändig betitelt.

Nicht datiert : wohl um 1925-1930.
Blatt :36,5 × 51 cm

In farbfrischer Erhaltung. Noch nie gerahmt od. unter Passepartout, daher keine Montagespuren, Lichtränder etc.

Vita : C. Kessler wurde 1876 in Coburg geboren. Er besuchte die Kgl.-Sächsische Kunstgewerbeschule, wechselte 1899 an die Münchener Kunstakademie über. Dort schrieb er sich in der Naturklasse von Karl Raupp ein. Etwa ab 1910 spezialisierte er sich mehr u. mehr auf Winterlandschaften. Seine Motive fand er v.a. in den bayerischen Alpen, in Tirol u. der Schweiz. Er war Mitglied der Münchner Künstlergenossenschaft (später der Abspaltung, der “Luitpoldgruppe”) und beschickte von 1911 an häufig die Ausstellungen im Glaspalast (meist Aquarelle mit Gebirgsmotiven) : 1911-1914 (1915 fand keine Ausstellung statt), 1916-1920 sowie 1930. – 1931 brannte der Glaspalast ab. – Die zeitgenössische Kunstkritik rühmt Kessler als Meister des Aquarells. – Referenzliteratur (Auswahl) : Thieme-Becker, Bd. XX, 1927, S. 210. – Dresslers Kunsthandbuch, Bd. II, Bln. 1930. – Ausstellungskatalog aus der Privatgalerie des Prinzregenten Luitpold von Bayern, Mchn. 1913.

Umgebung : Fischen im Allgäu, Obermaiselstein, Bolsterlang, Ofterschwang, Sonthofen, Bad Hindelang, Burgberg im Allgäu, Balderschwang, Blaichach, Immenstadt im Allgäu, Rettenberg, Wertach, Missen-Wilhams, Oberstaufen, Pfronten, Sulzberg, Waltenhofen

175 EUR





Claude Gaveau (*1940 Neuilly-sur-Seine) : Fleurs Mauriciennes. - Farblithographie, 1995

Claude Gaveau (*1940 Neuilly-sur-Seine) :

“Fleurs Mauriciennes”

Farblithographie, unten rechts handsigniert,
unten links numeriert : Nr. 65 von insgesamt 150 Exemplaren.

Nicht datiert : Um 1995.

73,5 × 55,8 cm
In sehr schöner, frischer Erhaltung.

175 EUR





William Unger (1837 Hannover-1932 Innsbruck) : "Bacchantenzug". - Radierung nach Franz v. Stuck, 1902

William Unger nach Franz (von) Stuck :

“Bacchantenzug”

Bacchanal, Bacchanalien.

Großformatige Radierung in Braun, 1902.
In der Platte unten rechts bezeichnet : “Franz Stuck”

Das entsprechende Gemälde bei Heinrich Voss : Franz von Stuck 1863-1928. Werkkatalog der Gemälde. – München, 1973 – 159/223, Abb. S. 133.

Darstellung: ca. 46 × 75 cm (gemessen im verglasten Rahmen).
Rahmenmaß : 69 × 98 cm.

In einer Verlagsanzeige wird die “Bildfläche” original mit 47 × 76 cm angegeben.

Unter Glas. In einem offensichtlich verlagsseits mitgelieferten Jugendstilrahmen, der formal sehr an die Stuck-Rahmen angelehnt ist (s. Messinglisenen).
Gehrungen minimal geöffnet, minimale Bestoßungen – insgesamt in sehr schöner, gepflegter Erhaltung.

Die Radierung – auf sehr starkem Kupferdruckkarton – ist bis an den Bildrand und teils einige Millimeter (bis vielleicht einen Zentimeter) darüberhinein beschnitten. Ansonsten in schöner Erhaltung. Wir haben aus konservatorischen Gründen zwischen Holzabdeckung und Blattrückseite einen säurefreien Karton gelegt. (Selbstverständlich wurde dabei auch das Glas gereingt). Der Rahmen teils leicht angestoßen sowie mit unwesentlichen Druckstellen u. kleinen Kratzern. – Alles in allem schöner, stimmiger Gesamteindruck.

Zur Abb.: Der “Nebel” in der Abb. mit Rahmen v.a. unten rechts ist eine Spiegelung und ist nicht auf dem Bild in natura.

Ein Versand des großen und sehr schweren, verglasten Stückes ist nicht möglich. Gerne liefern wir aber bis zu einer Entfernung von 100 km persönlich aus. Bei größeren Entfernungen bitten wir, uns entgegenzukommen.

345 EUR





Luigi Kasimir (1881 Pettau-1962 Wien) : Dollnstein (Altmühltal). - Farbradierung

Luigi Kasimir (1881 Pettau-1962 Wien) :

“Dol(l)nstein a. d. Altmühl” (Nachtprospekt, ehem. Brückentor).

Farbradierung.

In der Platte unten rechts ortsbezeichnet,
darunter mit Bleistift signiert.

Darstellung : 39 × 30 cm.
Rahmen : 42 × 52 cm.

Die Darstellung in sehr schöner Erhaltung, lediglich im breiten/weißen Rand wenige Stockfleckchen. Passender zeitgenössisch alter Wellenleistenrahmen. –
So, mit diesem feinen/unberührten Alterschmelz dürften Blatt und Rahmen wohl kaum mehr zu finden sein.

Rückseitig Klebezettel (Bilder-Rahmen) Hugo Harnisch, Hamburg.
Offensichtlich eine der Luigi-Kasimir-Vertriebsstellen (darauf verweist die Nachbestellnr.).

Umgebung : Altmühltal, Eichstätt, Solnhofen, Mörnsheim, Wellheim, Altmühljura

165 EUR





[Anonymus] : Mädchen mit Blumenkranz im Haar. - Aquarell (Grisaille-Malerei), um 1900

[Anonymus] :

Mädchen am Waldrand,
sich einen Blumenkranz ins Haar flechtend

Aquarell (Grisaille-Malerei), um 1900.

Ohne jede Bezeichnung.

Bildgröße : 19,5 × 14 cm.
Die Stecknadeleinstiche in allen vier Ecken zeigen an,
dass das Blatt nicht beschnitten worden ist.

Eine Ecke mit feiner Japanhinterlegung etw. verstärkt.
Insgesamt in sehr schöner Erhaltung. Wohl immer in Mappe aufbewahrt,
deshalb auch keine Ausbleichung etc.

95 EUR / reserv.





[Anonymus] : Elfe mit Schmetterling (Pfauenauge), um 1900

[Anonymus] :

Elfe mit Schmetterling

Aquarell, um 1900.
Ohne jede Bezeichnung.

Darstellung : ca. 14 × 9 cm
Unterlagekarton (oval) : ca. 27,5 × 21,5 cm

Schöne Erhaltung der Darstellung,
diese ausgeschnitten und goldfarben umrandet auf einen Trägerkarton alt/original aufgezogen. – Außerhalb der Darstellung etwas altfleckig/angestaubt sowie am linken Rand neben der Darstellung mit kleinen Knickspuren.

Symbolismus, Elfen

145 EUR / reserv.





Gustav Kampmann (1859 Boppard-1917 Bad Godesberg) : Mondaufgang. - Künstlersteinzeichnung/Lithographie, im Verlag von Teubner/Leipzig

Gustav Kampmann (1859 Boppard-1917 Bad Godesberg) :

“Mondaufgang”

Farblithographie/Künstlersteinzeichnung.

Im Stein mit der Künstlerbezeichnung (G. Kampmann)
sowie mit dem Verlagssignet von Teubner, Leipzig.

Randschrift oben u. seitl. u.a.:
Künstlerischer Wandschmuck – Deutsche Künstler-Steinzeichnungen – Kunstdruckerei Künstlerbund Karlsruhe.

Darstellung : 70 × 100 cm
Blattmaß : 73 × 103 cm (vollrandig mit Umschrift erhalten).

Erhaltungseinschränkungen :

- Mehrere mit Japanpapier sauber geschlossene Randeinrisse, diese auch
jeweils nur bis knapp an die Darstellung reichend – aus der üblichen Betrachterdistanz zu diesem kapitalen Blatt-
wohl kaum merklich/störend.

- Wenige schwache Fingerknicke, ebenfalls aus üblichen Abstand unauffällig.
Das Blatt ist ingesamt plan, ohne Wellungen, auch ohne Beschabungen/Kratzer etc.

- Der Papierrand um die Darstellung (mit Titel u. Verlagsangaben) der häufig abgetrennt wurde (insbes. zur vorgesehenen Rahmung),
hier noch vollständig erhalten, wenn auch mit deutlichen Spuren einer vormaligen umlaufenden Umknickung nach hinten
(Beschabungen, Knicke, Bestoßungen).

Alles in allem, v.a. auch in Anbetracht der Größe des Blattes eine ungewöhnlich schöne, ansprechende Erhaltung.

G. Kampmann, Mitbegründer des Karlsruher Künstlerbundes sowie Mitglied der ersten Generation der Grötzinger Malerkolonie,
zus. mit Karl Biese, Jenny u. Otto Fikentscher, Franz Hein, Friedrich Kallmorgen.

Ein Versand dieser übergroßen Lithographie ist etwas aufwändig. Eine Abholung aus München wäre von Vorteil.

195 EUR





Carl Kessler (1876 Coburg - 1968 München) : Braunwald (mit Ortstock links) und Höch Turm

Carl Kessler (1876 Coburg – 1968 München) :

Braunwald (mit Ortstock links) und Höch Turm.

Die Ortsbestimmung erfolgte nach frdl. Auskunft eines kundigen Schweizer Landsmannes.

Aquarell, signiert.

Nicht datiert : ca. 1920-1935.
Darstellung/Blatt : 36,7 × 47,4 cm.

Die äußersten Blattkanten leicht angestoßen.
Kaum merkliche, äußerst schwache Braunfleckchen im linken Bildbereich.
An der li. Blattkante (ganz außen) kleines Fleckchen (wenige Millimeter).

Vita : C. Kessler wurde 1876 in Coburg geboren. Er besuchte die Kgl.-Sächsische Kunstgewerbeschule, wechselte 1899 an die Münchener Kunstakademie über. Dort schrieb er sich in der Naturklasse von Karl Raupp ein. Etwa ab 1910 spezialisierte er sich mehr u. mehr auf Winterlandschaften. Seine Motive fand er v.a. in den bayerischen Alpen, in Tirol u. der Schweiz. Er war Mitglied der Münchner Künstlergenossenschaft (später der Abspaltung, der “Luitpoldgruppe”) und beschickte von 1911 an häufig die Ausstellungen im Glaspalast (meist Aquarelle mit Gebirgsmotiven) : 1911-1914 (1915 fand keine Ausstellung statt), 1916-1920 sowie 1930. – 1931 brannte der Glaspalast ab. – Die zeitgenössische Kunstkritik rühmt Kessler als Meister des Aquarells. – Referenzliteratur (Auswahl) : Thieme-Becker, Bd. XX, 1927, S. 210. – Dresslers Kunsthandbuch, Bd. II, Bln. 1930. – Ausstellungskatalog aus der Privatgalerie des Prinzregenten Luitpold von Bayern, Mchn. 1913.

195 EUR





Portrait : Maria Margareta de Barlemont Comitissa Hegmondana. - Kupferstich von Jacobus Nefs nach Anton van Dyck, ca. 1650

Portrait : “[…] Maria Margareta de Barlemont Comitissa Hegmondana”
(Marie-Marguerite de Berlaymont).

Kupferstich, um 1650.
In der Platte bezeichnet : “Ant. van Dyck pinxit. / Iacobus Nefs sculpsit. / Iones. Meyssens exc[udit].

Anton van Dyck : 1599-1641

Darstellung (mit Plattenrand) : 27,5 × 20 cm
Blattf: 36 × 26,5 cm

Referenz : Wohl New Hollstein 110.III (Van Dyck)

Schöner, kräftiger Abzug auf breitrandigem Büttenpapier mit Wasserzeichen.
Die Blattränder angestaubt und rundum mit Einrissen (weit außerhalb der Darstellung).

Original engraving, strong imprint on laid paper, many tears at the wide margins (out of image). Watermark something like a fool’s cap.

85 EUR





Hans Thoma (1839 Oberlehen/Bernau im Schwarzwald - 1924 Karlsruhe) : Alpen. St. Anton/bei Garmisch-Partenkirchen. - Farblithographie, 1906 (handsigniert)

Hans Thoma (1839 Oberlehen/Bernau/Schwarzwald – 1924 Karlsruhe) :

“Alpen (St. Anton/bei [Garmisch-]Partenkirchen)”

Farblithographie (Algraphie), 1906.
In der Platte unten links bezeichnet und datiert.

Unten rechts mit Bleistift handsigniert.

Offensichtlich wurde nur ein Teil der Auflage von Hand signiert.
Für die Echtheit der Signatur garantieren wir. Das Blatt stammt aus einem alten Bestand.

Darstellung : 43,8 × 60,2 cm.
Blatt : 56,6 × 76,8 cm (breitrandig).

Auf glattem, leicht chamoisfarbenen Karton.
Das Blatt rundum in schönster, frischer Erhaltung.

175 EUR





Markus von Gosen (1913 Breslau-2004 Prien a. Chiemsee) : Silberfasan. - Lithographie, 1957

Markus von Gosen (1913 Breslau-2004 Prien a. Chiemsee)

“Silberfasan”

Lithographie, 1957
Handsigniert, datiert und betitelt.
Rückseitig : Markus v. Gosen II/1 (wohl Auflagenbez.)

Darstellung : 45 × 60,5 cm.
Blattmaß : 49 x 63 cm.
Papier mit Wasserzeichen (Hahenmühle)

Eine leicht Papierbräunung wurde professionell rückgängig gemacht. Das Blatt insgesamt in guter Erhaltung (keine Risse, Knicke etc.)

Vita : “Markus von Gosen : [Geboren] 8.11.1913 Breslau, [gest.] 20.11.2004 Prien [am Chiemsee]. – Maler, Graphiker und Kunsthandwerker. – Sohn des Bildhauers Theodor von Gosen (1873-1943) und Enkel des Malers Hugo Kauffmann (1844-1915). Nach dem Besuch der Kunstgewerbeschule in Breslau studierte Markus von Gosen an der Münchner Akademie bei Olaf Gulbransson. 1946 kam er nach Prien. Einige Zeit zeichnete er Illustrationen für diesatirische Zeitschrift „Simplicissimus”. Neben Farbholzschnitten widmete sich Gosen mit dem Entwurf und der Ausführung von Gobelins, Mosaiken, Intarsien und Glasfenstern vor allem der angewandten Kunst. Tierbilder bestimmen sein malerisches und graphisches Werk. In Rosenheim finden sich im öffentlichen Raum zahlreiche Beispiele für Gosens Kunst am Bau, darunter die Fassadenmalereien am „Ärztehaus” in der Salinstraße. Gosen war Mitglied des Rosenheimer Kunstvereins. 1963 und 1990 widmete ihm die Städtische Galerie zwei Einzelausstellungen. – Literatur: Vollmer, Ausst.-Kat. SGR Gosen 1990, Ausstellungs-Katalog Kunstverein Rosenheim 1994, Oberbayerisches Volksblatt 28.3.2003, OVB 23.11.2004” (Karl Mair / Michael Pilz : Rosenheimer Stadtbilder. Ansichten aus fünf Jahrhunderten. – 2. Teil. – Hrsg. Historischer Verein Rosenheim e.V. – Rosenheim 2006, S. 217 (Reihe : Quellen und Darstellungen zur Geschichte der Stadt und des Landkreises Rosenheim, Band XV/II). – [Fasan, Lophura nycthemera].

Literatur : Ausstellung der Familien Kauffmann und von Gosen. Galerie im Alten Rathaus, 15. Okt.-27. Nov. 1988. – Über die Familie v. Gosen siehe auch : R. Negendanck : Künstlerlandschaft Chiemsee. – Fischerhude 2008, S. 252-255.

85 EUR





Carl Kessler (1876 Coburg – 1968 München) : Blick af den Schliersee. - Aquarell

Carl Kessler (1876 Coburg – 1968 München) :

Blick auf den Schliersee

Aquarell (Studie),
ohne Signatur, rückseitig jedoch mit Nachlaßstempel,
um 1920-1925

Darstellung/Blatt : 35 × 47 cm.

Erhaltungseinschränkungen :
In der Mitte der Seeepartie (s. Pfeile) merklich braunfleckig und auch etwas beschabt, auch in einigen weiteren Partien Stockfleckchen, dort aber weniger auffällig/störend. – Ein Einriß am Blattoberrand und ein zweiter am Blattunterrand (je ca. 1 cm) hinterlegt aber merklich. – Die Blattrückseite stärker altfleckig, ohne Einfluß auf die Bildseite.

125 EUR





Franz Reinhardt d. Aeltere (1881 Helmstedt/Braunschweig-1946 Kempten/Lenzfried) : Skizzenbuch, um 1910-1911

Franz Reinhardt d. Aeltere (1881 Helmstedt/Braunschweig-1946 Kempten/Lenzfried)

Skizzenbuch,
etwa um 1910-1911 (zwei Blätter dat. 1910 und 1911).

20 × 13 cm, Leinen mit Schließbänder (Einband deutlich altfleckig),
mit etwas über 25 knappen Bleistiftstudien, meist Portraits, meist monogrammiert “FR”, zweimal findet sich auch der ausgeschriebene Nachname “Reinhardt” bzw. “F. Reinhardt”.

Franz Reinhardt der Ältere, ab 1900 an der Akademie München bei Gabriel von Hackl, Wilhelm von Diez und Franz von Stuck, Mitarbeiter im “Simplicissimus”, der “Jugend” und der “Meggendorfer Blätter”, ab 1917 Mitglied der Münchner Sezession und im Reichsverband Bildender Künstler Deutschlands (vgl. H. Ludwig: Franz von Stuck und seine Schüler. – Villa Stuck München, 1989, S. 123-125 (mit Abb. einschl. Signatur) u. 357.

Nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen Franz Reinhardt (d. J.), München 1904-1965.

75 EUR





Franz Hlavaty (1861-1917) : Im Strandbad. - Aquarell, signiert

Franz Hlavaty (1861-1917) :

[Im Strandbad]

Aquarell,
unten rechts signiert : F. Hlavaty, Mchn.

Darstellung : 18,3 × 17 cm.
Rahmen : 30 × 30 cm.
Unter Glas, Passepartout und schlichtem neuerem Rahmen.

Erhaltungseinschränkung :
Quer durch die Darstellung eine Papierquetschfalte
(s. Abb. mit Pfeilen u. Vergrößerung).

Umkreis : Simpliccisimus, Fliegende Blätter u.a. eher humoristische Zeitschriften der Zeit

155 EUR





Carl Kessler (1876 Coburg – 1968 München) : Frühling im Alpenvorland / Bedediktenwand. - Aquarell, ca. 1925-1935

Carl Kessler (1876 Coburg – 1968 München) :

Frühling im Alpenvorland / Bedediktenwand

Aquarell, signiert,
um 1925-1935.

Darstellung/Blatt : 36,5 × 50,7 cm.

In schöner, frischer Erhaltung. Aus dem Nachlaß.

155 EUR





Zuschreibung : Johann Ertl (1845 - Schwaz/Tirol - 1906) : Knabengesicht - Bleistift, 1863

Zuschreibung : Johann Ertl (1845 Schwaz/Tirol-1906) :

Knabengesicht

Bleistift, etw. weißgehöht,
Bezeichnet unten rechts : Johann Ertl gezeichnet am 30/1 (18)63.

Darstellung : 22 × 22 cm
Blatt : 32,5 × 28 cm

Die Portraitzeichnung wurde alt in den Umrissen ausgeschnitten und auf ein Unterlagepapier kaschiert.

Wenig störende Bereibungen resp. Glanzstellen in der Haarpartie.
Die Unterlage sehr stark gebräunt und stockfleckig, das Portrait selbst von der Fleckigkeit kaum betroffen.

Die Blattränder teils mit Papierausbrüchen.

“Biogramm : Ertl, Johann, Maler, geb. zu Schwaz (Tirol) 10. 2. 1845, † das. 26. 6. 1906, Sohn eines Zimmermanns. Zuerst Schüler der Maler Endfelder u. Käßbacher in Schwaz. 1862-66 besuchte E. in Innsbruck die von Bildhauer M. Stolz und dem Maler Kaspar Jeli geleitete Kunstschule. Einige Zeit verbrachte er an der Münchener Akad. Dann arbeitete er unter den Malern Franz Plattner und Spörr an der Kirche zu Pill (Unterinntal). Nach Führichs Kompositionen malte er 14 Stationsbilder im Friedhof zu Schwaz. Besonders begünstigte ihn der Maler von Felsburg, der ihm 1882 als Nachfolger des Spörr die 1885 vollendeten Malereien in der Pfarrkirche von Telfs verschaffte, wo er die 7 Sakramente darstellte. 1887 malte E. in der Pfarrkirche von Aldrans (abgebrannt). 1889 und 1890 reparierte er mit Geschick die durch Sprünge beschädigte Kuppelmalerei M. Knollers in der Karlskirche bei Volders (Unterinntal), 1890-99 führte E. einen Teil der Fresken in der in den 60er Jahren von Josef v. Stadel in romanischem Stil erbauten Kirche zu Weerberg bei Schwaz aus; 1897 die Gemälde der Kirche von Angath bei Wörgl. E.s letzte Arbeiten (in den ersten Jahren dieses Jahrhunderts) sind die Fresken in der Kirche von Kolsaß bei Schwaz und im Johanneum-Betsaal in Bozen. – E. malte auch eine Reihe von Altarbildern: in der Kirche zu Kirchbühl, in der Kapuzinerkirche zu Dornbirn, in der Pfarrkirche von Reith bei Seefeld, in der Kirche von Angath, in der Nicolauskirche zu Innsbruck, in der Klosterkirche von Fiecht bei Schwaz, in der Kirche von Nassereith usf. E. hat ausschließlich im Dienste der Kirche gemalt, in einem strengen, fast starren, doch zeichnerisch sorgfältigen Stil. Zahlreiche seiner Kartons u. Entwürfe befinden sich im Besitze seiner Schwester, Frl. Maria Ertl in Schwaz. Kosel, Deutsch-österr. Kstlerlex. II (1906) p. 24. – Atz, Kunstgeschichte von Tirol, 1909, p. 1024. – Kunstfreund 1888, p. 47; 1895, p. 91; 1898, p. 30; 1899, p. 36; 1900, p. 30; 1901, p. 7; 1902, p. 27; 1908, p. 41-44 (hier Porträt des Künstlers und Abb. eines Altarblattes). – Tiroler Bote, 1893, p. 1200. – Andreas Hofer, 1899, p. 542. – Brixner Chronik, 1889, p. 261; 1906, No 19. – Mitteilungen der Schwester des Künstlers, Frl. Maria Ertl u. des Herrn Kooperators Johann Jordan in Schwaz” (AKL XXXIV, 2002, 516; ThB XI, 1915, 15 s)

95 EUR





Carl Kessler (1876 Coburg - 1968 München) : Herbst in den Bergen. - Aquarell

Carl Kessler (1876 Coburg – 1968 München) :

Herbst in den Bergen (wohl Bayerische Alpen)

Aquarell, um 1930-1940.
unten links signiert.

Darstellung/Blatt : 36,5 × 50,5 cm.

Erhaltung : Lediglich am Oberrand, links von der Mitte (ca. 1 cm in die Darstellung reichend) ein ganz feiner/dünner, wenig auffälliger Farbstreifen (wohl vom Künstler selbst bereits verursacht).

Vita : C. Kessler wurde 1876 in Coburg geboren. Er besuchte die Kgl.-Sächsische Kunstgewerbeschule, wechselte 1899 an die Münchener Kunstakademie über. Dort schrieb er sich in der Naturklasse von Karl Raupp ein. Etwa ab 1910 spezialisierte er sich mehr u. mehr auf Winterlandschaften. Seine Motive fand er v.a. in den bayerischen Alpen, in Tirol u. der Schweiz. Er war Mitglied der Münchner Künstlergenossenschaft (später der Abspaltung, der “Luitpoldgruppe”) und beschickte von 1911 an häufig die Ausstellungen im Glaspalast (meist Aquarelle mit Gebirgsmotiven) : 1911-1914 (1915 fand keine Ausstellung statt), 1916-1920 sowie 1930. – 1931 brannte der Glaspalast ab. – Die zeitgenössische Kunstkritik rühmt Kessler als Meister des Aquarells. – Referenzliteratur (Auswahl) : Thieme-Becker, Bd. XX, 1927, S. 210. – Dresslers Kunsthandbuch, Bd. II, Bln. 1930. – Ausstellungskatalog aus der Privatgalerie des Prinzregenten Luitpold von Bayern, Mchn. 1913.

110 EUR





Robert Hammerstiel (*1933 Werschetz/Banat) : Igel. - Holzschnitt, 1998. Signiert. Signiert

Robert Hammerstiel (*1933 Werschetz/Banat) :

IGEL

Holzschnitt.

Aus der Folge : “Meine Tiere”

  • Handdruck von Herrn Lang in der Druckwerkstatt Mosbach,
    auf “Fabriano Disegno-“Papier, 210 g.
    Blattformat : 35 × 45 cm.

Der Druck erfolgte im September 1998.

Auflage 48 Exemplare.
Das Blatt selbst weist keine Auflagenbezeichnung auf,
die Auflagenbezeichnung befindet sich nur auf dem Impressum-Blatt,
das der Folge beigelegt ist. Dieses Blatt ist aber hier nicht beigegeben.

Handsigniert.

In sehr frischer/sauberer Erhaltung. Noch nie gerahmt oder unter Passepartout, daher auch keine Lichtränder, Montagespuren etc.

“Meine Tiere – Jetzt im Alter erinnere ich mich besonders stark an die Jahre meiner Kindheit und an die Tiere dieser Zeit: Es war aber die Zeit der schrecklichsten Jahre unseres Jahrhunderts. Das Jahrhundert, das in einem Jahr zu Ende geht. Trotz allem Schrecklichen, war es eine wunderbare Kindheit, aber ist nicht jede Kindheit großartig und wunderbar, prägt sie doch das ganze Leben eines Menschen bis in’s Alter. Vor allem waren es die Tiere, denen ich begegnete. Meine ersten Tiere, an welche ich mich besonders erinnere, waren Kröten in der Backstube meines Vaters, die nachts die Insekten fingen. Die vielen Hühner, die Truthähne, die Perlhühner im Hof meiner Eltern. Die Rebhühner auf den Fluren der Banater Tiefebene. Die zahllosen Gänse und Enten an den Teichen und Pfützen. Die rufenden Sumpfvögel in den großen Sümpfen nahe der Stadt. Die Pferde unserer Bauern und ihre zahllosen Kühe. Die Ziegen der Tagelöhner. Die Schafherden in der endlosen Banater Heide. Die Schweineherden, die Hirten mit ihrem Hörn und die vielen Hunde der Hirten. Dies alles waren große Eindrücke meiner Kindheit. Da gab es die beinlose Wahrsagerin, die »Rutschmarie«, die täglich am Marktplatz der Stadt in ihrem Karren saß, und ihre Meerschweinchen zogen die Aufschlagkarten aus ihren Händen. An den Karren war ihr Esel Fritz gespannt: Wir Kinder liebten den Fritz, die Meerschweinchen und die »Rutschmarie«. All dies war eine wunderbare Zeit mit den Tieren. Aber es gab auch das Böse: den Krieg, die Internierung, das Zugrundegehen von Mensch und Tier. »Rutschmarie« ist mit ihrem Esel und den Meerschweinchen zugrunde gegangen. Als wir interniert wurden, gab es die größte Tragödie der Tiere. Es mag leicht sein, Menschen von Haus und Hof zu jagen, aber Bauern von ihren Tieren zu trennen, ist eine Katastrophe sondersgleichen. Ich erinnere mich an Situationen, die sich stark in mir einprägten. Wir wurden in einem Bauerndorf zu den Bäuerinnen und ihren Kindern dazugepfercht, zu den 2000 Bewohnern des Ortes kamen 8000 Menschen dazu. Das Dorf wurde zu einem Getto (Internierungs-lager) umfunktioniert. Nach vier Monaten wurden wir mit den Bauernfrauen und ihren Kindern aus den Häusern getrieben aufs freie Feld. Nachdem wir alle drei Tage auf dem Feld verbringen mußten, wurden wir Kinder im Alter von 10 bis 14 Jahren ins Dorf getrieben, um die Tiere zusammenzutreiben, das Geflügel zu fangen, die Tiere von ihren Koppeln und Ketten zu befreien” (Robert Hammerstiel in der Einführung zu der Folge).

Vita : “Robert Hammerstiel (* 18. Februar 1933 in Werschetz im heute serbischen Banat) ist ein österreichischer Maler, Grafiker und Holzschneider. Hammerstiel findet durch zahlreiche Auszeichnungen internationale Anerkennung. Zwischen 1944 und 1947 war die banatdeutsche Familie Hammerstiel interniert, 1947 gelang ihr die Flucht nach Österreich. Dort war Hammerstiel neben seinem Broterwerb schon früh als Maler tätig. Neben der Darstellung von Motiven aus seiner Umwelt
beginnt Hammerstiel, der sich selbst als „Überlebender von vielen Toten“ begreift, gegen Ende der 1960er Jahre seine traumatischen Kindheitserlebnisse aufzuarbeiten.Zwischen 1959 und 1966 studierte er bei den Professoren Gerda Matejka-Felden, Robert Schmidt und Gerhard Swoboda in Wien. Im Jahr 1985 erhielt er den Berufstitel Professor, er lebt in Pottschach, Niederösterreich und in Wien. Hammerstiels Werk thematisiert die Menschenwürde, das Menschsein unter widrigsten Umständen, von inneren Ängsten getrieben. Er opponiert vehement gegen das Herrische im Menschen und in der Gesellschaft, er klagt still und zugleich stark Ungerechtigkeit und immerwährende Zustände von Gewalt und Terror an. Hammerstiel sucht die Wirklichkeit hinter der scheinbaren Wahrheit, und es sind Hass und Grausamkeit, gegen die er sich stellt.

Ausstellung im Leopold-Museum/Wien 2009.

85 EUR





Johann Michael Schmitt (1878 Sulzthal/Kissingen - 1943 München) : Farbenskizze zur Ausmalung der Pfarrkirche Kircheiselfing (Eiselfing, bei Wasserburg a. Inn). - Aquarell, 1926

Johann Michael Schmitt (1878 Sulzthal/Kissingen-1943 München) :

“Farbenskizze zur Ausmalung der Pfarrkirche Kircheiselfing … München 1926”

Aquarell, tls. mit Deckweiß gehöht, bez. “Jo. Mich. Schmitt, Kunstmaler”.

Blattmaß : 58 × 33,5 cm

Das große Blatt mittig gefaltet.
Mit Handhabungsspuren : Papierfalten, wenige zentimeterlanger Randriß, dort auch angestaubt, gering stockfleckig.

Auf der Rückseite handschriftlicher Vermerk : “nicht (mehr?) erhalten” (sic).

65 EUR





Robert Hammerstiel (*1933 Werschetz/Banat) : Kuh. - Holzschnitt, 1998. Signiert

Robert Hammerstiel (*1933 Werschetz/Banat) :

KUH

Holzschnitt, handsigniert.
Aus der Folge : “Meine Tiere”.

  • Handdruck von Herrn Lang in der Druckwerkstatt Mosbach,
    auf Fabriano Disegno-Papier, 210 g.

Blattgröße : 35 × 45 cm.
Der Druck erfolgte im September 1998.

Auflage 48 Exemplare

Das Blatt selbst weist keine Auflagenbezeichnung auf,
die Auflagenbezeichnung befindet sich nur auf dem Impressum-Blatt,
das der Folge beigelegt ist. Dieses Blatt ist aber hier nicht beigegeben.

In blütenfrischer Erhaltung, immer in Kassette aufbewahrt.

“Meine Tiere – Jetzt im Alter erinnere ich mich besonders stark an die Jahre meiner Kindheit und an die Tiere dieser Zeit: Es war aber die Zeit der schrecklichsten Jahre unseres Jahrhunderts. Das Jahrhundert, das in einem Jahr zu Ende geht. Trotz allem Schrecklichen, war es eine wunderbare Kindheit, aber ist nicht jede Kindheit großartig und wunderbar, prägt sie doch das ganze Leben eines Menschen bis in’s Alter. Vor allem waren es die Tiere, denen ich begegnete. Meine ersten Tiere, an welche ich mich besonders erinnere, waren Kröten in der Backstube meines Vaters, die nachts die Insekten fingen. Die vielen Hühner, die Truthähne, die Perlhühner im Hof meiner Eltern. Die Rebhühner auf den Fluren der Banater Tiefebene. Die zahllosen Gänse und Enten an den Teichen und Pfützen. Die rufenden Sumpfvögel in den großen Sümpfen nahe der Stadt. Die Pferde unserer Bauern und ihre zahllosen Kühe. Die Ziegen der Tagelöhner. Die Schafherden in der endlosen Banater Heide. Die Schweineherden, die Hirten mit ihrem Hörn und die vielen Hunde der Hirten. Dies alles waren große Eindrücke meiner Kindheit. Da gab es die beinlose Wahrsagerin, die »Rutschmarie«, die täglich am Marktplatz der Stadt in ihrem Karren saß, und ihre Meerschweinchen zogen die Aufschlagkarten aus ihren Händen. An den Karren war ihr Esel Fritz gespannt: Wir Kinder liebten den Fritz, die Meerschweinchen und die »Rutschmarie«. All dies war eine wunderbare Zeit mit den Tieren. Aber es gab auch das Böse: den Krieg, die Internierung, das Zugrundegehen von Mensch und Tier. »Rutschmarie« ist mit ihrem Esel und den Meerschweinchen zugrunde gegangen. Als wir interniert wurden, gab es die größte Tragödie der Tiere. Es mag leicht sein, Menschen von Haus und Hof zu jagen, aber Bauern von ihren Tieren zu trennen, ist eine Katastrophe sondersgleichen. Ich erinnere mich an Situationen, die sich stark in mir einprägten. Wir wurden in einem Bauerndorf zu den Bäuerinnen und ihren Kindern dazugepfercht, zu den 2000 Bewohnern des Ortes kamen 8000 Menschen dazu. Das Dorf wurde zu einem Getto (Internierungs-lager) umfunktioniert. Nach vier Monaten wurden wir mit den Bauernfrauen und ihren Kindern aus den Häusern getrieben aufs freie Feld. Nachdem wir alle drei Tage auf dem Feld verbringen mußten, wurden wir Kinder im Alter von 10 bis 14 Jahren ins Dorf getrieben, um die Tiere zusammenzutreiben, das Geflügel zu fangen, die Tiere von ihren Koppeln und Ketten zu befreien” (Robert Hammerstiel in der Einführung zu der Folge).

85 EUR





Robert Hammerstiel (*1933 Werschetz/Banat) : Hahn (Titelblatt). - Holzschnitt, 1998. Signiert

Robert Hammerstiel (*1933 Werschetz/Banat) :

HAHN (Titelblatt)

Holzschnitt, handsigniert.
Aus der Folge : “Meine Tiere”.

  • Handdruck von Herrn Lang in der Druckwerkstatt Mosbach,
    auf Fabriano Disegno-Papier, 210 g.

Blattgröße : 35 × 45 cm.
Der Druck erfolgte im September 1998.

Auflage 48 Exemplare.
Das Blatt selbst weist keine Auflagenbezeichnung auf,
die Auflagenbezeichnung befindet sich nur auf dem Impressum-Blatt,
das der Folge beigelegt ist. Dieses Blatt ist aber hier nicht beigegeben.

In blütenfrischer Erhaltung, immer in Kassette aufbewahrt.

Zur Abbildung : Das Blatt ist selbstverständlich vollrandig erhalten.
Das Format unseres Scanners erlaubt es leider nicht, den Holzschnitt in der Höhe ganz abzubilden.

“Meine Tiere – Jetzt im Alter erinnere ich mich besonders stark an die Jahre meiner Kindheit und an die Tiere dieser Zeit: Es war aber die Zeit der schrecklichsten Jahre unseres Jahrhunderts. Das Jahrhundert, das in einem Jahr zu Ende geht. Trotz allem Schrecklichen, war es eine wunderbare Kindheit, aber ist nicht jede Kindheit großartig und wunderbar, prägt sie doch das ganze Leben eines Menschen bis in’s Alter. Vor allem waren es die Tiere, denen ich begegnete. Meine ersten Tiere, an welche ich mich besonders erinnere, waren Kröten in der Backstube meines Vaters, die nachts die Insekten fingen. Die vielen Hühner, die Truthähne, die Perlhühner im Hof meiner Eltern. Die Rebhühner auf den Fluren der Banater Tiefebene. Die zahllosen Gänse und Enten an den Teichen und Pfützen. Die rufenden Sumpfvögel in den großen Sümpfen nahe der Stadt. Die Pferde unserer Bauern und ihre zahllosen Kühe. Die Ziegen der Tagelöhner. Die Schafherden in der endlosen Banater Heide. Die Schweineherden, die Hirten mit ihrem Hörn und die vielen Hunde der Hirten. Dies alles waren große Eindrücke meiner Kindheit. Da gab es die beinlose Wahrsagerin, die »Rutschmarie«, die täglich am Marktplatz der Stadt in ihrem Karren saß, und ihre Meerschweinchen zogen die Aufschlagkarten aus ihren Händen. An den Karren war ihr Esel Fritz gespannt: Wir Kinder liebten den Fritz, die Meerschweinchen und die »Rutschmarie«. All dies war eine wunderbare Zeit mit den Tieren. Aber es gab auch das Böse: den Krieg, die Internierung, das Zugrundegehen von Mensch und Tier. »Rutschmarie« ist mit ihrem Esel und den Meerschweinchen zugrunde gegangen. Als wir interniert wurden, gab es die größte Tragödie der Tiere. Es mag leicht sein, Menschen von Haus und Hof zu jagen, aber Bauern von ihren Tieren zu trennen, ist eine Katastrophe sondersgleichen. Ich erinnere mich an Situationen, die sich stark in mir einprägten. Wir wurden in einem Bauerndorf zu den Bäuerinnen und ihren Kindern dazugepfercht, zu den 2000 Bewohnern des Ortes kamen 8000 Menschen dazu. Das Dorf wurde zu einem Getto (Internierungs-lager) umfunktioniert. Nach vier Monaten wurden wir mit den Bauernfrauen und ihren Kindern aus den Häusern getrieben aufs freie Feld. Nachdem wir alle drei Tage auf dem Feld verbringen mußten, wurden wir Kinder im Alter von 10 bis 14 Jahren ins Dorf getrieben, um die Tiere zusammenzutreiben, das Geflügel zu fangen, die Tiere von ihren Koppeln und Ketten zu befreien” (Robert Hammerstiel in der Einführung zu der Folge).

75 EUR






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