Hans Thoma (1839 Oberlehen/Bernau im Schwarzwald - 1924 Karlsruhe) : Alpen. St. Anton/bei Garmisch-Partenkirchen. - Farblithographie, 1906 (handsigniert)

Hans Thoma (1839 Oberlehen/Bernau/Schwarzwald – 1924 Karlsruhe) :

“Alpen (St. Anton/bei [Garmisch-]Partenkirchen)”

Farblithographie (Algraphie), 1906.
In der Platte unten links bezeichnet und datiert.

Unten rechts mit Bleistift handsigniert!

Offensichtlich wurde nur ein Teil der Auflage von Hand signiert.
Für die Echtheit der Signatur garantieren wir. Das Blatt stammt aus einem alten Bestand.

Darstellung : 43,8 × 60,2 cm.
Blatt : 56,6 × 76,8 cm (breitrandig).

Auf glattem, leicht chamoisfarbenen Karton.
Das Blatt rundum in schönster, frischer Erhaltung.

145 EUR





Markus von Gosen (1913 Breslau-2004 Prien a. Chiemsee) : Silberfasan. - Lithographie, 1957

Markus von Gosen (1913 Breslau-2004 Prien a. Chiemsee)

“Silberfasan”

Lithographie, 1957
Handsigniert, datiert und betitelt.
Rückseitig : Markus v. Gosen II/1 (wohl Auflagenbez.)

Darstellung : 45 × 60,5 cm.
Blattmaß : 49 x 63 cm.
Papier mit Wasserzeichen (Hahenmühle)

Eine leicht Papierbräunung wurde professionell rückgängig gemacht. Das Blatt insgesamt in guter Erhaltung (keine Risse, Knicke etc.)

Vita : “Markus von Gosen : [Geboren] 8.11.1913 Breslau, [gest.] 20.11.2004 Prien [am Chiemsee]. – Maler, Graphiker und Kunsthandwerker. – Sohn des Bildhauers Theodor von Gosen (1873-1943) und Enkel des Malers Hugo Kauffmann (1844-1915). Nach dem Besuch der Kunstgewerbeschule in Breslau studierte Markus von Gosen an der Münchner Akademie bei Olaf Gulbransson. 1946 kam er nach Prien. Einige Zeit zeichnete er Illustrationen für diesatirische Zeitschrift „Simplicissimus”. Neben Farbholzschnitten widmete sich Gosen mit dem Entwurf und der Ausführung von Gobelins, Mosaiken, Intarsien und Glasfenstern vor allem der angewandten Kunst. Tierbilder bestimmen sein malerisches und graphisches Werk. In Rosenheim finden sich im öffentlichen Raum zahlreiche Beispiele für Gosens Kunst am Bau, darunter die Fassadenmalereien am „Ärztehaus” in der Salinstraße. Gosen war Mitglied des Rosenheimer Kunstvereins. 1963 und 1990 widmete ihm die Städtische Galerie zwei Einzelausstellungen. – Literatur: Vollmer, Ausst.-Kat. SGR Gosen 1990, Ausstellungs-Katalog Kunstverein Rosenheim 1994, Oberbayerisches Volksblatt 28.3.2003, OVB 23.11.2004” (Karl Mair / Michael Pilz : Rosenheimer Stadtbilder. Ansichten aus fünf Jahrhunderten. – 2. Teil. – Hrsg. Historischer Verein Rosenheim e.V. – Rosenheim 2006, S. 217 (Reihe : Quellen und Darstellungen zur Geschichte der Stadt und des Landkreises Rosenheim, Band XV/II). – [Fasan, Lophura nycthemera].

Literatur : Ausstellung der Familien Kauffmann und von Gosen. Galerie im Alten Rathaus, 15. Okt.-27. Nov. 1988. – Über die Familie v. Gosen siehe auch : R. Negendanck : Künstlerlandschaft Chiemsee. – Fischerhude 2008, S. 252-255.

85 EUR





Carl Kessler (1876 Coburg – 1968 München) : Blick af den Schliersee. - Aquarell

Carl Kessler (1876 Coburg – 1968 München) :

Blick auf den Schliersee

Aquarell (Studie),
ohne Signatur, rückseitig jedoch mit Nachlaßstempel,
um 1920-1925

Darstellung/Blatt : 35 × 47 cm.

Erhaltungseinschränkungen :
In der Mitte der Seeepartie (s. Pfeile) merklich braunfleckig und auch etwas beschabt, auch in einigen weiteren Partien Stockfleckchen, dort aber weniger auffällig/störend. – Ein Einriß am Blattoberrand und ein zweiter am Blattunterrand (je ca. 1 cm) hinterlegt aber merklich. – Die Blattrückseite stärker altfleckig, ohne Einfluß auf die Bildseite.

125 EUR





Franz Reinhardt d. Aeltere (1881 Helmstedt/Braunschweig-1946 Kempten/Lenzfried) : Skizzenbuch, um 1910-1911

Franz Reinhardt d. Aeltere (1881 Helmstedt/Braunschweig-1946 Kempten/Lenzfried)

Skizzenbuch,
etwa um 1910-1911 (zwei Blätter dat. 1910 und 1911).

20 × 13 cm, Leinen mit Schließbänder (Einband deutlich altfleckig),
mit etwas über 25 knappen Bleistiftstudien, meist Portraits, meist monogrammiert “FR”, zweimal findet sich auch der ausgeschriebene Nachname “Reinhardt” bzw. “F. Reinhardt”.

Franz Reinhardt der Ältere, ab 1900 an der Akademie München bei Gabriel von Hackl, Wilhelm von Diez und Franz von Stuck, Mitarbeiter im “Simplicissimus”, der “Jugend” und der “Meggendorfer Blätter”, ab 1917 Mitglied der Münchner Sezession und im Reichsverband Bildender Künstler Deutschlands (vgl. H. Ludwig: Franz von Stuck und seine Schüler. – Villa Stuck München, 1989, S. 123-125 (mit Abb. einschl. Signatur) u. 357.

Nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen Franz Reinhardt (d. J.), München 1904-1965.

75 EUR





Carl Kessler (1876 Coburg – 1968 München) : Frühling im Alpenvorland / Bedediktenwand. - Aquarell, ca. 1925-1935

Carl Kessler (1876 Coburg – 1968 München) :

Frühling im Alpenvorland / Bedediktenwand

Aquarell, signiert,
um 1925-1935.

Darstellung/Blatt : 36,5 × 50,7 cm.

In schöner, frischer Erhaltung. Aus dem Nachlaß.

155 EUR





Robert Hammerstiel (*1933 Werschetz/Banat) : Igel. - Holzschnitt, 1998. Signiert. Signiert

Robert Hammerstiel (*1933 Werschetz/Banat) :

IGEL

Holzschnitt.

Aus der Folge : “Meine Tiere”

  • Handdruck von Herrn Lang in der Druckwerkstatt Mosbach,
    auf “Fabriano Disegno-“Papier, 210 g.
    Blattformat : 35 × 45 cm.

Der Druck erfolgte im September 1998.

Auflage 48 Exemplare.
Das Blatt selbst weist keine Auflagenbezeichnung auf,
die Auflagenbezeichnung befindet sich nur auf dem Impressum-Blatt,
das der Folge beigelegt ist. Dieses Blatt ist aber hier nicht beigegeben.

Handsigniert.

In sehr frischer/sauberer Erhaltung. Noch nie gerahmt oder unter Passepartout, daher auch keine Lichtränder, Montagespuren etc.

“Meine Tiere – Jetzt im Alter erinnere ich mich besonders stark an die Jahre meiner Kindheit und an die Tiere dieser Zeit: Es war aber die Zeit der schrecklichsten Jahre unseres Jahrhunderts. Das Jahrhundert, das in einem Jahr zu Ende geht. Trotz allem Schrecklichen, war es eine wunderbare Kindheit, aber ist nicht jede Kindheit großartig und wunderbar, prägt sie doch das ganze Leben eines Menschen bis in’s Alter. Vor allem waren es die Tiere, denen ich begegnete. Meine ersten Tiere, an welche ich mich besonders erinnere, waren Kröten in der Backstube meines Vaters, die nachts die Insekten fingen. Die vielen Hühner, die Truthähne, die Perlhühner im Hof meiner Eltern. Die Rebhühner auf den Fluren der Banater Tiefebene. Die zahllosen Gänse und Enten an den Teichen und Pfützen. Die rufenden Sumpfvögel in den großen Sümpfen nahe der Stadt. Die Pferde unserer Bauern und ihre zahllosen Kühe. Die Ziegen der Tagelöhner. Die Schafherden in der endlosen Banater Heide. Die Schweineherden, die Hirten mit ihrem Hörn und die vielen Hunde der Hirten. Dies alles waren große Eindrücke meiner Kindheit. Da gab es die beinlose Wahrsagerin, die »Rutschmarie«, die täglich am Marktplatz der Stadt in ihrem Karren saß, und ihre Meerschweinchen zogen die Aufschlagkarten aus ihren Händen. An den Karren war ihr Esel Fritz gespannt: Wir Kinder liebten den Fritz, die Meerschweinchen und die »Rutschmarie«. All dies war eine wunderbare Zeit mit den Tieren. Aber es gab auch das Böse: den Krieg, die Internierung, das Zugrundegehen von Mensch und Tier. »Rutschmarie« ist mit ihrem Esel und den Meerschweinchen zugrunde gegangen. Als wir interniert wurden, gab es die größte Tragödie der Tiere. Es mag leicht sein, Menschen von Haus und Hof zu jagen, aber Bauern von ihren Tieren zu trennen, ist eine Katastrophe sondersgleichen. Ich erinnere mich an Situationen, die sich stark in mir einprägten. Wir wurden in einem Bauerndorf zu den Bäuerinnen und ihren Kindern dazugepfercht, zu den 2000 Bewohnern des Ortes kamen 8000 Menschen dazu. Das Dorf wurde zu einem Getto (Internierungs-lager) umfunktioniert. Nach vier Monaten wurden wir mit den Bauernfrauen und ihren Kindern aus den Häusern getrieben aufs freie Feld. Nachdem wir alle drei Tage auf dem Feld verbringen mußten, wurden wir Kinder im Alter von 10 bis 14 Jahren ins Dorf getrieben, um die Tiere zusammenzutreiben, das Geflügel zu fangen, die Tiere von ihren Koppeln und Ketten zu befreien” (Robert Hammerstiel in der Einführung zu der Folge).

Vita : “Robert Hammerstiel (* 18. Februar 1933 in Werschetz im heute serbischen Banat) ist ein österreichischer Maler, Grafiker und Holzschneider. Hammerstiel findet durch zahlreiche Auszeichnungen internationale Anerkennung. Zwischen 1944 und 1947 war die banatdeutsche Familie Hammerstiel interniert, 1947 gelang ihr die Flucht nach Österreich. Dort war Hammerstiel neben seinem Broterwerb schon früh als Maler tätig. Neben der Darstellung von Motiven aus seiner Umwelt
beginnt Hammerstiel, der sich selbst als „Überlebender von vielen Toten“ begreift, gegen Ende der 1960er Jahre seine traumatischen Kindheitserlebnisse aufzuarbeiten.Zwischen 1959 und 1966 studierte er bei den Professoren Gerda Matejka-Felden, Robert Schmidt und Gerhard Swoboda in Wien. Im Jahr 1985 erhielt er den Berufstitel Professor, er lebt in Pottschach, Niederösterreich und in Wien. Hammerstiels Werk thematisiert die Menschenwürde, das Menschsein unter widrigsten Umständen, von inneren Ängsten getrieben. Er opponiert vehement gegen das Herrische im Menschen und in der Gesellschaft, er klagt still und zugleich stark Ungerechtigkeit und immerwährende Zustände von Gewalt und Terror an. Hammerstiel sucht die Wirklichkeit hinter der scheinbaren Wahrheit, und es sind Hass und Grausamkeit, gegen die er sich stellt.

Ausstellung im Leopold-Museum/Wien 2009.

85 EUR





Johann Michael Schmitt (1878 Sulzthal/Kissingen - 1943 München) : Farbenskizze zur Ausmalung der Pfarrkirche Kircheiselfing (Eiselfing, bei Wasserburg a. Inn). - Aquarell, 1926

Johann Michael Schmitt (1878 Sulzthal/Kissingen-1943 München) :

“Farbenskizze zur Ausmalung der Pfarrkirche Kircheiselfing … München 1926”

Aquarell, tls. mit Deckweiß gehöht, bez. “Jo. Mich. Schmitt, Kunstmaler”.

Blattmaß : 58 × 33,5 cm

Das große Blatt mittig gefaltet.
Mit Handhabungsspuren : Papierfalten, wenige zentimeterlanger Randriß, dort auch angestaubt, gering stockfleckig.

Auf der Rückseite handschriftlicher Vermerk : “nicht (mehr?) erhalten” (sic).

35 EUR





Robert Hammerstiel (*1933 Werschetz/Banat) : Kuh. - Holzschnitt, 1998. Signiert

Robert Hammerstiel (*1933 Werschetz/Banat) :

KUH

Holzschnitt, handsigniert.
Aus der Folge : “Meine Tiere”.

  • Handdruck von Herrn Lang in der Druckwerkstatt Mosbach,
    auf Fabriano Disegno-Papier, 210 g.

Blattgröße : 35 × 45 cm.
Der Druck erfolgte im September 1998.

Auflage 48 Exemplare

Das Blatt selbst weist keine Auflagenbezeichnung auf,
die Auflagenbezeichnung befindet sich nur auf dem Impressum-Blatt,
das der Folge beigelegt ist. Dieses Blatt ist aber hier nicht beigegeben.

In blütenfrischer Erhaltung, immer in Kassette aufbewahrt.

“Meine Tiere – Jetzt im Alter erinnere ich mich besonders stark an die Jahre meiner Kindheit und an die Tiere dieser Zeit: Es war aber die Zeit der schrecklichsten Jahre unseres Jahrhunderts. Das Jahrhundert, das in einem Jahr zu Ende geht. Trotz allem Schrecklichen, war es eine wunderbare Kindheit, aber ist nicht jede Kindheit großartig und wunderbar, prägt sie doch das ganze Leben eines Menschen bis in’s Alter. Vor allem waren es die Tiere, denen ich begegnete. Meine ersten Tiere, an welche ich mich besonders erinnere, waren Kröten in der Backstube meines Vaters, die nachts die Insekten fingen. Die vielen Hühner, die Truthähne, die Perlhühner im Hof meiner Eltern. Die Rebhühner auf den Fluren der Banater Tiefebene. Die zahllosen Gänse und Enten an den Teichen und Pfützen. Die rufenden Sumpfvögel in den großen Sümpfen nahe der Stadt. Die Pferde unserer Bauern und ihre zahllosen Kühe. Die Ziegen der Tagelöhner. Die Schafherden in der endlosen Banater Heide. Die Schweineherden, die Hirten mit ihrem Hörn und die vielen Hunde der Hirten. Dies alles waren große Eindrücke meiner Kindheit. Da gab es die beinlose Wahrsagerin, die »Rutschmarie«, die täglich am Marktplatz der Stadt in ihrem Karren saß, und ihre Meerschweinchen zogen die Aufschlagkarten aus ihren Händen. An den Karren war ihr Esel Fritz gespannt: Wir Kinder liebten den Fritz, die Meerschweinchen und die »Rutschmarie«. All dies war eine wunderbare Zeit mit den Tieren. Aber es gab auch das Böse: den Krieg, die Internierung, das Zugrundegehen von Mensch und Tier. »Rutschmarie« ist mit ihrem Esel und den Meerschweinchen zugrunde gegangen. Als wir interniert wurden, gab es die größte Tragödie der Tiere. Es mag leicht sein, Menschen von Haus und Hof zu jagen, aber Bauern von ihren Tieren zu trennen, ist eine Katastrophe sondersgleichen. Ich erinnere mich an Situationen, die sich stark in mir einprägten. Wir wurden in einem Bauerndorf zu den Bäuerinnen und ihren Kindern dazugepfercht, zu den 2000 Bewohnern des Ortes kamen 8000 Menschen dazu. Das Dorf wurde zu einem Getto (Internierungs-lager) umfunktioniert. Nach vier Monaten wurden wir mit den Bauernfrauen und ihren Kindern aus den Häusern getrieben aufs freie Feld. Nachdem wir alle drei Tage auf dem Feld verbringen mußten, wurden wir Kinder im Alter von 10 bis 14 Jahren ins Dorf getrieben, um die Tiere zusammenzutreiben, das Geflügel zu fangen, die Tiere von ihren Koppeln und Ketten zu befreien” (Robert Hammerstiel in der Einführung zu der Folge).

85 EUR





Robert Hammerstiel (*1933 Werschetz/Banat) : Hahn (Titelblatt). - Holzschnitt, 1998. Signiert

Robert Hammerstiel (*1933 Werschetz/Banat) :

HAHN (Titelblatt)

Holzschnitt, handsigniert.
Aus der Folge : “Meine Tiere”.

  • Handdruck von Herrn Lang in der Druckwerkstatt Mosbach,
    auf Fabriano Disegno-Papier, 210 g.

Blattgröße : 35 × 45 cm.
Der Druck erfolgte im September 1998.

Auflage 48 Exemplare.
Das Blatt selbst weist keine Auflagenbezeichnung auf,
die Auflagenbezeichnung befindet sich nur auf dem Impressum-Blatt,
das der Folge beigelegt ist. Dieses Blatt ist aber hier nicht beigegeben.

In blütenfrischer Erhaltung, immer in Kassette aufbewahrt.

Zur Abbildung : Das Blatt ist selbstverständlich vollrandig erhalten.
Das Format unseres Scanners erlaubt es leider nicht, den Holzschnitt in der Höhe ganz abzubilden.

“Meine Tiere – Jetzt im Alter erinnere ich mich besonders stark an die Jahre meiner Kindheit und an die Tiere dieser Zeit: Es war aber die Zeit der schrecklichsten Jahre unseres Jahrhunderts. Das Jahrhundert, das in einem Jahr zu Ende geht. Trotz allem Schrecklichen, war es eine wunderbare Kindheit, aber ist nicht jede Kindheit großartig und wunderbar, prägt sie doch das ganze Leben eines Menschen bis in’s Alter. Vor allem waren es die Tiere, denen ich begegnete. Meine ersten Tiere, an welche ich mich besonders erinnere, waren Kröten in der Backstube meines Vaters, die nachts die Insekten fingen. Die vielen Hühner, die Truthähne, die Perlhühner im Hof meiner Eltern. Die Rebhühner auf den Fluren der Banater Tiefebene. Die zahllosen Gänse und Enten an den Teichen und Pfützen. Die rufenden Sumpfvögel in den großen Sümpfen nahe der Stadt. Die Pferde unserer Bauern und ihre zahllosen Kühe. Die Ziegen der Tagelöhner. Die Schafherden in der endlosen Banater Heide. Die Schweineherden, die Hirten mit ihrem Hörn und die vielen Hunde der Hirten. Dies alles waren große Eindrücke meiner Kindheit. Da gab es die beinlose Wahrsagerin, die »Rutschmarie«, die täglich am Marktplatz der Stadt in ihrem Karren saß, und ihre Meerschweinchen zogen die Aufschlagkarten aus ihren Händen. An den Karren war ihr Esel Fritz gespannt: Wir Kinder liebten den Fritz, die Meerschweinchen und die »Rutschmarie«. All dies war eine wunderbare Zeit mit den Tieren. Aber es gab auch das Böse: den Krieg, die Internierung, das Zugrundegehen von Mensch und Tier. »Rutschmarie« ist mit ihrem Esel und den Meerschweinchen zugrunde gegangen. Als wir interniert wurden, gab es die größte Tragödie der Tiere. Es mag leicht sein, Menschen von Haus und Hof zu jagen, aber Bauern von ihren Tieren zu trennen, ist eine Katastrophe sondersgleichen. Ich erinnere mich an Situationen, die sich stark in mir einprägten. Wir wurden in einem Bauerndorf zu den Bäuerinnen und ihren Kindern dazugepfercht, zu den 2000 Bewohnern des Ortes kamen 8000 Menschen dazu. Das Dorf wurde zu einem Getto (Internierungs-lager) umfunktioniert. Nach vier Monaten wurden wir mit den Bauernfrauen und ihren Kindern aus den Häusern getrieben aufs freie Feld. Nachdem wir alle drei Tage auf dem Feld verbringen mußten, wurden wir Kinder im Alter von 10 bis 14 Jahren ins Dorf getrieben, um die Tiere zusammenzutreiben, das Geflügel zu fangen, die Tiere von ihren Koppeln und Ketten zu befreien” (Robert Hammerstiel in der Einführung zu der Folge).

75 EUR





Robert Hammerstiel (*1933 Werschetz/Banat) : Hase. - Holzschnitt, 1998. Signiert

Robert Hammerstiel (*1933 Werschetz/Banat) :

HASE

Holzschnitt, handsigniert.
Aus der Folge : “Meine Tiere”.

  • Handdruck von Herrn Lang in der Druckwerkstatt Mosbach,
    auf Fabriano Disegno-Papier, 210 g.

Blattgröße : 35 × 45 cm.
Der Druck erfolgte im September 1998.

Auflage 48 Exemplare.
Das Blatt selbst weist keine Auflagenbezeichnung auf,
die Auflagenbezeichnung befindet sich nur auf dem Impressum-Blatt,
das der Folge beigelegt ist. Dieses Blatt ist aber hier nicht beigegeben.

In blütenfrischer Erhaltung, immer in Kassette aufbewahrt.

“Meine Tiere – Jetzt im Alter erinnere ich mich besonders stark an die Jahre meiner Kindheit und an die Tiere dieser Zeit: Es war aber die Zeit der schrecklichsten Jahre unseres Jahrhunderts. Das Jahrhundert, das in einem Jahr zu Ende geht. Trotz allem Schrecklichen, war es eine wunderbare Kindheit, aber ist nicht jede Kindheit großartig und wunderbar, prägt sie doch das ganze Leben eines Menschen bis in’s Alter. Vor allem waren es die Tiere, denen ich begegnete. Meine ersten Tiere, an welche ich mich besonders erinnere, waren Kröten in der Backstube meines Vaters, die nachts die Insekten fingen. Die vielen Hühner, die Truthähne, die Perlhühner im Hof meiner Eltern. Die Rebhühner auf den Fluren der Banater Tiefebene. Die zahllosen Gänse und Enten an den Teichen und Pfützen. Die rufenden Sumpfvögel in den großen Sümpfen nahe der Stadt. Die Pferde unserer Bauern und ihre zahllosen Kühe. Die Ziegen der Tagelöhner. Die Schafherden in der endlosen Banater Heide. Die Schweineherden, die Hirten mit ihrem Hörn und die vielen Hunde der Hirten. Dies alles waren große Eindrücke meiner Kindheit. Da gab es die beinlose Wahrsagerin, die »Rutschmarie«, die täglich am Marktplatz der Stadt in ihrem Karren saß, und ihre Meerschweinchen zogen die Aufschlagkarten aus ihren Händen. An den Karren war ihr Esel Fritz gespannt: Wir Kinder liebten den Fritz, die Meerschweinchen und die »Rutschmarie«. All dies war eine wunderbare Zeit mit den Tieren. Aber es gab auch das Böse: den Krieg, die Internierung, das Zugrundegehen von Mensch und Tier. »Rutschmarie« ist mit ihrem Esel und den Meerschweinchen zugrunde gegangen. Als wir interniert wurden, gab es die größte Tragödie der Tiere. Es mag leicht sein, Menschen von Haus und Hof zu jagen, aber Bauern von ihren Tieren zu trennen, ist eine Katastrophe sondersgleichen. Ich erinnere mich an Situationen, die sich stark in mir einprägten. Wir wurden in einem Bauerndorf zu den Bäuerinnen und ihren Kindern dazugepfercht, zu den 2000 Bewohnern des Ortes kamen 8000 Menschen dazu. Das Dorf wurde zu einem Getto (Internierungs-lager) umfunktioniert. Nach vier Monaten wurden wir mit den Bauernfrauen und ihren Kindern aus den Häusern getrieben aufs freie Feld. Nachdem wir alle drei Tage auf dem Feld verbringen mußten, wurden wir Kinder im Alter von 10 bis 14 Jahren ins Dorf getrieben, um die Tiere zusammenzutreiben, das Geflügel zu fangen, die Tiere von ihren Koppeln und Ketten zu befreien” (Robert Hammerstiel in der Einführung zu der Folge).

85 EUR





Robert Hammerstiel (*1933 Werschetz/Banat) : Maus. - Holzschnitt, 1998. Signiert

Robert Hammerstiel (*1933 Werschetz/Banat) :

Maus

Holzschnitt, handsigniert.
Aus der Folge : “Meine Tiere”.

  • Handdruck von Herrn Lang in der Druckwerkstatt Mosbach,
    auf Fabriano Disegno-Papier, 210 g.

Blattgröße : 35 × 45 cm.
Der Druck erfolgte im September 1998.

Auflage 48 Exemplare.
Das Blatt selbst weist keine Auflagenbezeichnung auf,
die Auflagenbezeichnung befindet sich nur auf dem Impressum-Blatt,
das der Folge beigelegt ist. Dieses Blatt ist aber hier nicht beigegeben.

In blütenfrischer Erhaltung, immer in Kassette aufbewahrt.

“Meine Tiere – Jetzt im Alter erinnere ich mich besonders stark an die Jahre meiner Kindheit und an die Tiere dieser Zeit: Es war aber die Zeit der schrecklichsten Jahre unseres Jahrhunderts. Das Jahrhundert, das in einem Jahr zu Ende geht. Trotz allem Schrecklichen, war es eine wunderbare Kindheit, aber ist nicht jede Kindheit großartig und wunderbar, prägt sie doch das ganze Leben eines Menschen bis in’s Alter. Vor allem waren es die Tiere, denen ich begegnete. Meine ersten Tiere, an welche ich mich besonders erinnere, waren Kröten in der Backstube meines Vaters, die nachts die Insekten fingen. Die vielen Hühner, die Truthähne, die Perlhühner im Hof meiner Eltern. Die Rebhühner auf den Fluren der Banater Tiefebene. Die zahllosen Gänse und Enten an den Teichen und Pfützen. Die rufenden Sumpfvögel in den großen Sümpfen nahe der Stadt. Die Pferde unserer Bauern und ihre zahllosen Kühe. Die Ziegen der Tagelöhner. Die Schafherden in der endlosen Banater Heide. Die Schweineherden, die Hirten mit ihrem Hörn und die vielen Hunde der Hirten. Dies alles waren große Eindrücke meiner Kindheit. Da gab es die beinlose Wahrsagerin, die »Rutschmarie«, die täglich am Marktplatz der Stadt in ihrem Karren saß, und ihre Meerschweinchen zogen die Aufschlagkarten aus ihren Händen. An den Karren war ihr Esel Fritz gespannt: Wir Kinder liebten den Fritz, die Meerschweinchen und die »Rutschmarie«. All dies war eine wunderbare Zeit mit den Tieren. Aber es gab auch das Böse: den Krieg, die Internierung, das Zugrundegehen von Mensch und Tier. »Rutschmarie« ist mit ihrem Esel und den Meerschweinchen zugrunde gegangen. Als wir interniert wurden, gab es die größte Tragödie der Tiere. Es mag leicht sein, Menschen von Haus und Hof zu jagen, aber Bauern von ihren Tieren zu trennen, ist eine Katastrophe sondersgleichen. Ich erinnere mich an Situationen, die sich stark in mir einprägten. Wir wurden in einem Bauerndorf zu den Bäuerinnen und ihren Kindern dazugepfercht, zu den 2000 Bewohnern des Ortes kamen 8000 Menschen dazu. Das Dorf wurde zu einem Getto (Internierungs-lager) umfunktioniert. Nach vier Monaten wurden wir mit den Bauernfrauen und ihren Kindern aus den Häusern getrieben aufs freie Feld. Nachdem wir alle drei Tage auf dem Feld verbringen mußten, wurden wir Kinder im Alter von 10 bis 14 Jahren ins Dorf getrieben, um die Tiere zusammenzutreiben, das Geflügel zu fangen, die Tiere von ihren Koppeln und Ketten zu befreien” (Robert Hammerstiel in der Einführung zu der Folge).

85 EUR





Robert Hammerstiel (*1933 Werschetz / Banat) : Ziege - Holzschnitt, 1998 (Aus der Folge: “Meine Tiere”), 1998

Robert Hammerstiel (*1933 Werschetz / Banat) :

Ziege.

Holzschnitt, 1998.

Aus der Folge : “Meine Tiere”

Handdruck von Herrn Lang in der Druckwerkstatt Mosbach,
auf “Fabriano Disegno-“Papier, 210 g.
Blattformat : 35 × 45 cm.

Der Druck erfolgte im September 1998.

Auflage 48 Exemplare.
Handsigniert.

Das Blatt selbst weist keine Auflagenbezeichnung auf,
die Auflagenbezeichnung befindet sich nur auf dem Impressum-Blatt,
das der Folge beigelegt ist. Dieses Blatt ist aber hier nicht beigegeben.

In sehr frischer/sauberer Erhaltung. Noch nie gerahmt oder unter Passepartout, daher auch keine Lichtränder, Montagespuren etc.

“Meine Tiere – Jetzt im Alter erinnere ich mich besonders stark an die Jahre meiner Kindheit und an die Tiere dieser Zeit: Es war aber die Zeit der schrecklichsten Jahre unseres Jahrhunderts. Das Jahrhundert, das in einem Jahr zu Ende geht. Trotz allem Schrecklichen, war es eine wunderbare Kindheit, aber ist nicht jede Kindheit großartig und wunderbar, prägt sie doch das ganze Leben eines Menschen bis in’s Alter. Vor allem waren es die Tiere, denen ich begegnete. Meine ersten Tiere, an welche ich mich besonders erinnere, waren Kröten in der Backstube meines Vaters, die nachts die Insekten fingen. Die vielen Hühner, die Truthähne, die Perlhühner im Hof meiner Eltern. Die Rebhühner auf den Fluren der Banater Tiefebene. Die zahllosen Gänse und Enten an den Teichen und Pfützen. Die rufenden Sumpfvögel in den großen Sümpfen nahe der Stadt. Die Pferde unserer Bauern und ihre zahllosen Kühe. Die Ziegen der Tagelöhner. Die Schafherden in der endlosen Banater Heide. Die Schweineherden, die Hirten mit ihrem Hörn und die vielen Hunde der Hirten. Dies alles waren große Eindrücke meiner Kindheit. Da gab es die beinlose Wahrsagerin, die »Rutschmarie«, die täglich am Marktplatz der Stadt in ihrem Karren saß, und ihre Meerschweinchen zogen die Aufschlagkarten aus ihren Händen. An den Karren war ihr Esel Fritz gespannt: Wir Kinder liebten den Fritz, die Meerschweinchen und die »Rutschmarie«. All dies war eine wunderbare Zeit mit den Tieren. Aber es gab auch das Böse: den Krieg, die Internierung, das Zugrundegehen von Mensch und Tier. »Rutschmarie« ist mit ihrem Esel und den Meerschweinchen zugrunde gegangen. Als wir interniert wurden, gab es die größte Tragödie der Tiere. Es mag leicht sein, Menschen von Haus und Hof zu jagen, aber Bauern von ihren Tieren zu trennen, ist eine Katastrophe sondersgleichen. Ich erinnere mich an Situationen, die sich stark in mir einprägten. Wir wurden in einem Bauerndorf zu den Bäuerinnen und ihren Kindern dazugepfercht, zu den 2000 Bewohnern des Ortes kamen 8000 Menschen dazu. Das Dorf wurde zu einem Getto (Internierungs-lager) umfunktioniert. Nach vier Monaten wurden wir mit den Bauernfrauen und ihren Kindern aus den Häusern getrieben aufs freie Feld. Nachdem wir alle drei Tage auf dem Feld verbringen mußten, wurden wir Kinder im Alter von 10 bis 14 Jahren ins Dorf getrieben, um die Tiere zusammenzutreiben, das Geflügel zu fangen, die Tiere von ihren Koppeln und Ketten zu befreien” (Robert Hammerstiel in der Einführung zu der Folge).

Vita : “Robert Hammerstiel (* 18. Februar 1933 in Werschetz im heute serbischen Banat) ist ein österreichischer Maler, Grafiker und Holzschneider. Hammerstiel findet durch zahlreiche Auszeichnungen internationale Anerkennung. Zwischen 1944 und 1947 war die banatdeutsche Familie Hammerstiel interniert, 1947 gelang ihr die Flucht nach Österreich. Dort war Hammerstiel neben seinem Broterwerb schon früh als Maler tätig. Neben der Darstellung von Motiven aus seiner Umwelt
beginnt Hammerstiel, der sich selbst als „Überlebender von vielen Toten“ begreift, gegen Ende der 1960er Jahre seine traumatischen Kindheitserlebnisse aufzuarbeiten.Zwischen 1959 und 1966 studierte er bei den Professoren Gerda Matejka-Felden, Robert Schmidt und Gerhard Swoboda in Wien. Im Jahr 1985 erhielt er den Berufstitel Professor, er lebt in Pottschach, Niederösterreich und in Wien. Hammerstiels Werk thematisiert die Menschenwürde, das Menschsein unter widrigsten Umständen, von inneren Ängsten getrieben. Er opponiert vehement gegen das Herrische im Menschen und in der Gesellschaft, er klagt still und zugleich stark Ungerechtigkeit und immerwährende Zustände von Gewalt und Terror an. Hammerstiel sucht die Wirklichkeit hinter der scheinbaren Wahrheit, und es sind Hass und Grausamkeit, gegen die er sich stellt.

Ausstellung im Leopold-Museum/Wien 2009.

85 EUR





Robert Hammerstiel (*1933) : Der rote Hahn. - Holzschnitt, 1998.

Robert Hammerstiel (*1933) :

Der rote Hahn

Holzschnitt, 1998.

Aus der Folge : “Meine Tiere”

Handdruck von Herrn Lang in der Druckwerkstatt Mosbach,
auf “Fabriano Disegno-“Papier, 210 g.
Blattformat : 35 × 45 cm.

Der Druck erfolgte im September 1998.

Auflage 48 Exemplare.
Das Blatt selbst weist keine Auflagenbezeichnung auf,
die Auflagenbezeichnung befindet sich nur auf dem Impressum-Blatt,
das der Folge beigelegt ist. Dieses Blatt ist aber hier nicht beigegeben.

Handsigniert.

In sehr frischer/sauberer Erhaltung. Noch nie gerahmt oder unter Passepartout, daher auch keine Lichtränder, Montagespuren etc.

“Meine Tiere – Jetzt im Alter erinnere ich mich besonders stark an die Jahre meiner Kindheit und an die Tiere dieser Zeit: Es war aber die Zeit der schrecklichsten Jahre unseres Jahrhunderts. Das Jahrhundert, das in einem Jahr zu Ende geht. Trotz allem Schrecklichen, war es eine wunderbare Kindheit, aber ist nicht jede Kindheit großartig und wunderbar, prägt sie doch das ganze Leben eines Menschen bis in’s Alter. Vor allem waren es die Tiere, denen ich begegnete. Meine ersten Tiere, an welche ich mich besonders erinnere, waren Kröten in der Backstube meines Vaters, die nachts die Insekten fingen. Die vielen Hühner, die Truthähne, die Perlhühner im Hof meiner Eltern. Die Rebhühner auf den Fluren der Banater Tiefebene. Die zahllosen Gänse und Enten an den Teichen und Pfützen. Die rufenden Sumpfvögel in den großen Sümpfen nahe der Stadt. Die Pferde unserer Bauern und ihre zahllosen Kühe. Die Ziegen der Tagelöhner. Die Schafherden in der endlosen Banater Heide. Die Schweineherden, die Hirten mit ihrem Hörn und die vielen Hunde der Hirten. Dies alles waren große Eindrücke meiner Kindheit. Da gab es die beinlose Wahrsagerin, die »Rutschmarie«, die täglich am Marktplatz der Stadt in ihrem Karren saß, und ihre Meerschweinchen zogen die Aufschlagkarten aus ihren Händen. An den Karren war ihr Esel Fritz gespannt: Wir Kinder liebten den Fritz, die Meerschweinchen und die »Rutschmarie«. All dies war eine wunderbare Zeit mit den Tieren. Aber es gab auch das Böse: den Krieg, die Internierung, das Zugrundegehen von Mensch und Tier. »Rutschmarie« ist mit ihrem Esel und den Meerschweinchen zugrunde gegangen. Als wir interniert wurden, gab es die größte Tragödie der Tiere. Es mag leicht sein, Menschen von Haus und Hof zu jagen, aber Bauern von ihren Tieren zu trennen, ist eine Katastrophe sondersgleichen. Ich erinnere mich an Situationen, die sich stark in mir einprägten. Wir wurden in einem Bauerndorf zu den Bäuerinnen und ihren Kindern dazugepfercht, zu den 2000 Bewohnern des Ortes kamen 8000 Menschen dazu. Das Dorf wurde zu einem Getto (Internierungs-lager) umfunktioniert. Nach vier Monaten wurden wir mit den Bauernfrauen und ihren Kindern aus den Häusern getrieben aufs freie Feld. Nachdem wir alle drei Tage auf dem Feld verbringen mußten, wurden wir Kinder im Alter von 10 bis 14 Jahren ins Dorf getrieben, um die Tiere zusammenzutreiben, das Geflügel zu fangen, die Tiere von ihren Koppeln und Ketten zu befreien” (Robert Hammerstiel in der Einführung zu der Folge).

Vita : “Robert Hammerstiel (* 18. Februar 1933 in Werschetz im heute serbischen Banat) ist ein österreichischer Maler, Grafiker und Holzschneider. Hammerstiel findet durch zahlreiche Auszeichnungen internationale Anerkennung. Zwischen 1944 und 1947 war die banatdeutsche Familie Hammerstiel interniert, 1947 gelang ihr die Flucht nach Österreich. Dort war Hammerstiel neben seinem Broterwerb schon früh als Maler tätig. Neben der Darstellung von Motiven aus seiner Umwelt
beginnt Hammerstiel, der sich selbst als „Überlebender von vielen Toten“ begreift, gegen Ende der 1960er Jahre seine traumatischen Kindheitserlebnisse aufzuarbeiten.Zwischen 1959 und 1966 studierte er bei den Professoren Gerda Matejka-Felden, Robert Schmidt und Gerhard Swoboda in Wien. Im Jahr 1985 erhielt er den Berufstitel Professor, er lebt in Pottschach, Niederösterreich und in Wien. Hammerstiels Werk thematisiert die Menschenwürde, das Menschsein unter widrigsten Umständen, von inneren Ängsten getrieben. Er opponiert vehement gegen das Herrische im Menschen und in der Gesellschaft, er klagt still und zugleich stark Ungerechtigkeit und immerwährende Zustände von Gewalt und Terror an. Hammerstiel sucht die Wirklichkeit hinter der scheinbaren Wahrheit, und es sind Hass und Grausamkeit, gegen die er sich stellt.

Ausstellung im Leopold-Museum/Wien 2009.

85 EUR





Robert Hammerstiel (*1933 Werschetz/Banat) : Ziegen. - Holzschnitt, 1998. Signiert

Robert Hammerstiel (*1933 Werschetz/Banat) :

ZWEI ZIEGEN

Holzschnitt, handsigniert.
Aus der Folge : “Meine Tiere”.

  • Handdruck von Herrn Lang in der Druckwerkstatt Mosbach,
    auf Fabriano Disegno-Papier, 210 g.

Blattgröße : 35 × 45 cm.
Der Druck erfolgte im September 1998.

Auflage 48 Exemplare.
Das Blatt selbst weist keine Auflagenbezeichnung auf,
die Auflagenbezeichnung befindet sich nur auf dem Impressum-Blatt,
das der Folge beigelegt ist. Dieses Blatt ist aber hier nicht beigegeben.

Erhaltung :
Am linken Blattrand strichförmiger Abklatsch, der (offensichtl.) bereits beim Druck ins Papier geraten ist (siehe Pfeile in Abb. 2) – ansonsten in blütenfrischer Erhaltung, immer in Kassette aufbewahrt.

“Meine Tiere – Jetzt im Alter erinnere ich mich besonders stark an die Jahre meiner Kindheit und an die Tiere dieser Zeit: Es war aber die Zeit der schrecklichsten Jahre unseres Jahrhunderts. Das Jahrhundert, das in einem Jahr zu Ende geht. Trotz allem Schrecklichen, war es eine wunderbare Kindheit, aber ist nicht jede Kindheit großartig und wunderbar, prägt sie doch das ganze Leben eines Menschen bis in’s Alter. Vor allem waren es die Tiere, denen ich begegnete. Meine ersten Tiere, an welche ich mich besonders erinnere, waren Kröten in der Backstube meines Vaters, die nachts die Insekten fingen. Die vielen Hühner, die Truthähne, die Perlhühner im Hof meiner Eltern. Die Rebhühner auf den Fluren der Banater Tiefebene. Die zahllosen Gänse und Enten an den Teichen und Pfützen. Die rufenden Sumpfvögel in den großen Sümpfen nahe der Stadt. Die Pferde unserer Bauern und ihre zahllosen Kühe. Die Ziegen der Tagelöhner. Die Schafherden in der endlosen Banater Heide. Die Schweineherden, die Hirten mit ihrem Hörn und die vielen Hunde der Hirten. Dies alles waren große Eindrücke meiner Kindheit. Da gab es die beinlose Wahrsagerin, die »Rutschmarie«, die täglich am Marktplatz der Stadt in ihrem Karren saß, und ihre Meerschweinchen zogen die Aufschlagkarten aus ihren Händen. An den Karren war ihr Esel Fritz gespannt: Wir Kinder liebten den Fritz, die Meerschweinchen und die »Rutschmarie«. All dies war eine wunderbare Zeit mit den Tieren. Aber es gab auch das Böse: den Krieg, die Internierung, das Zugrundegehen von Mensch und Tier. »Rutschmarie« ist mit ihrem Esel und den Meerschweinchen zugrunde gegangen. Als wir interniert wurden, gab es die größte Tragödie der Tiere. Es mag leicht sein, Menschen von Haus und Hof zu jagen, aber Bauern von ihren Tieren zu trennen, ist eine Katastrophe sondersgleichen. Ich erinnere mich an Situationen, die sich stark in mir einprägten. Wir wurden in einem Bauerndorf zu den Bäuerinnen und ihren Kindern dazugepfercht, zu den 2000 Bewohnern des Ortes kamen 8000 Menschen dazu. Das Dorf wurde zu einem Getto (Internierungs-lager) umfunktioniert. Nach vier Monaten wurden wir mit den Bauernfrauen und ihren Kindern aus den Häusern getrieben aufs freie Feld. Nachdem wir alle drei Tage auf dem Feld verbringen mußten, wurden wir Kinder im Alter von 10 bis 14 Jahren ins Dorf getrieben, um die Tiere zusammenzutreiben, das Geflügel zu fangen, die Tiere von ihren Koppeln und Ketten zu befreien” (Robert Hammerstiel in der Einführung zu der Folge).

85 EUR





Robert Hammerstiel (*1933 Werschetz/Banat) : Ente. - Holzschnitt, 1998

Robert Hammerstiel (*1933 Werschetz/Banat) : Ente

Holzschnitt, handsigniert.
Aus der Folge : “Meine Tiere”.

  • Handdruck von Herrn Lang in der Druckwerkstatt Mosbach,
    auf Fabriano Disegno-Papier, 210 g.

Blattgröße : 35 × 45 cm.
Der Druck erfolgte im September 1998.

Auflage 48 Exemplare.
Das Blatt selbst weist keine Auflagenbezeichnung auf,
die Auflagenbezeichnung befindet sich nur auf dem Impressum-Blatt,
das der Folge beigelegt ist. Dieses Blatt ist aber hier nicht beigegeben.

In blütenfrischer Erhaltung, immer in Kassette aufbewahrt.

“Meine Tiere – Jetzt im Alter erinnere ich mich besonders stark an die Jahre meiner Kindheit und an die Tiere dieser Zeit: Es war aber die Zeit der schrecklichsten Jahre unseres Jahrhunderts. Das Jahrhundert, das in einem Jahr zu Ende geht. Trotz allem Schrecklichen, war es eine wunderbare Kindheit, aber ist nicht jede Kindheit großartig und wunderbar, prägt sie doch das ganze Leben eines Menschen bis in’s Alter. Vor allem waren es die Tiere, denen ich begegnete. Meine ersten Tiere, an welche ich mich besonders erinnere, waren Kröten in der Backstube meines Vaters, die nachts die Insekten fingen. Die vielen Hühner, die Truthähne, die Perlhühner im Hof meiner Eltern. Die Rebhühner auf den Fluren der Banater Tiefebene. Die zahllosen Gänse und Enten an den Teichen und Pfützen. Die rufenden Sumpfvögel in den großen Sümpfen nahe der Stadt. Die Pferde unserer Bauern und ihre zahllosen Kühe. Die Ziegen der Tagelöhner. Die Schafherden in der endlosen Banater Heide. Die Schweineherden, die Hirten mit ihrem Hörn und die vielen Hunde der Hirten. Dies alles waren große Eindrücke meiner Kindheit. Da gab es die beinlose Wahrsagerin, die »Rutschmarie«, die täglich am Marktplatz der Stadt in ihrem Karren saß, und ihre Meerschweinchen zogen die Aufschlagkarten aus ihren Händen. An den Karren war ihr Esel Fritz gespannt: Wir Kinder liebten den Fritz, die Meerschweinchen und die »Rutschmarie«. All dies war eine wunderbare Zeit mit den Tieren. Aber es gab auch das Böse: den Krieg, die Internierung, das Zugrundegehen von Mensch und Tier. »Rutschmarie« ist mit ihrem Esel und den Meerschweinchen zugrunde gegangen. Als wir interniert wurden, gab es die größte Tragödie der Tiere. Es mag leicht sein, Menschen von Haus und Hof zu jagen, aber Bauern von ihren Tieren zu trennen, ist eine Katastrophe sondersgleichen. Ich erinnere mich an Situationen, die sich stark in mir einprägten. Wir wurden in einem Bauerndorf zu den Bäuerinnen und ihren Kindern dazugepfercht, zu den 2000 Bewohnern des Ortes kamen 8000 Menschen dazu. Das Dorf wurde zu einem Getto (Internierungs-lager) umfunktioniert. Nach vier Monaten wurden wir mit den Bauernfrauen und ihren Kindern aus den Häusern getrieben aufs freie Feld. Nachdem wir alle drei Tage auf dem Feld verbringen mußten, wurden wir Kinder im Alter von 10 bis 14 Jahren ins Dorf getrieben, um die Tiere zusammenzutreiben, das Geflügel zu fangen, die Tiere von ihren Koppeln und Ketten zu befreien” (Robert Hammerstiel in der Einführung zu der Folge).

55 EUR





Carl Kessler (1876 Coburg – 1968 München) : Herbst im Karwendel/bei Garmisch. - Aquarell

Carl Kessler (1876 Coburg – 1968 München) :

“Im Karwendel – Herbst bei Garmisch”

Aquarell, unten rechts signiert.
Um 1925-1935.

Bildmaß : 36,5 × 51 cm.
Auf stark gernarbtem, festen Schoeller-Parole Aquarellpapier.

Einige wenige kleine Stockfleckchen in der Himmelspartie,
die linke und rechte oberste Ecke (außerhalb der Darstellung) rückseitig verstärkt. – An der Unterkante links kleine Druckstelle (außerhalb d. Darstellung).

Insgesamt ins sehr ansprechender, farbfrischer Erhaltung,
noch nie gerahmt, daher auch kein Lichtrand etc.

Vita : Besuch der Kgl.-Sächsischen Kunstgewerbeschule, wechselte 1899 an die Münchener Kunstakademie. Etwa ab 1910 mehr u. mehr Spezialisierung auf Winterlandschaften, v.a. bayer. Alpen, Tirol, Schweiz. Mitglied d. Münchner Künstlergenossenschaft (später “Luitpoldgruppe”). Beschickte von 1911 an Ausstellungen im Glaspalast: 1911-1914 (1915 fand keine Ausstellung statt), 1916-1920 sowie 1930 (1931 brannte der Glaspalast ab). – Die zeitgenöss. Kunstkritik rühmt Kessler als Meister des Aquarells. – Vgl. Clelia Segieth, in Bruckmanns Lex. der Münchner Kunst, V, 458 f.

155 EUR





Carl Jacob Frankenbach (1861 Oberrod/bei Idstein - 1937 Wiesbaden) : Ein Besuch (Ein Einsiedler-Zwerg wird von einer Waldnymphe besucht). - Zeichnung auf Aluplatte (als Vorlage für Illustration)

Carl Jacob Frankenbach (1861 Oberrod/bei Idstein – 1937 Wiesbaden) :

“Ein Besuch”

Ein Einsiedler-Zwerg wird von einer Waldnymphe
vor seiner Behausung besucht.

Zeichnung auf Aluplatte, um 1900.
Spiegelverkehrt, wie an der Schrift erkennbar;
beim Druck dann seitenrichtig.

Bildmaß : 19,5 × 11 cm
Rahmen : 28 × 19 cm

Auf der Rahmenabdeckung : “Der Besuch / Zeichnung von C. J. Frankenbach /
in Wiesbaden. / Original auf Aluminium / für algraphische Reproduktion”.

(Algraphie, ein Flachdruckverfahren, ähnlich der Lithographie).

In zeitgenössisch-altem Rahmen. Die Platte mit der Zeichnung unter Glas in bester Erhaltung (ungeöffnet). Die Rahmung mit deutlichen Altersspuren, insgesamt aber doch angenehmer Altersschmelz.

.

Vita : “Frankenbach, Carl Jacob, dt. Maler, Zeichner, Illustrator, *17.10.1861 Oberrod b. Idstein, †7.11. (6.2. lt. Hartmann) 1937 Wiesbaden. – Stud.: zunächst TH (Archit.), dann AK München bei Alois Gabl und Hermann von Herterich (Malerei); KA Berlin bei Woldemar Friedrich. Anschl. Weiterbildung in der Malschule von Alois Erdtelt in München, bei Moritz Röbbecke und in Antwerpen. Ab 1896 in Wiesbaden tätig. – Erzählerisch-detailreiche, stimmungsvolle, auch humorvolle und z.T. an Heinrich Zille erinnernde Zchngn und Ill. (u.a. für den Alt-nassau. Kalender und zu Mundartgedichten von Rudolf Dietz) mit Nassauer Originalen und volkstüml. Motiven; bek. auch durch Trachten- und Uniformbilder (u.a. Soldatenmalheft, Mainz 1907) sowie Portr. von Militärs …” (AKL XLIV, 2005).

“Frankenbach, Carl Jacob, Porträtmaler in Wiesbaden, geb. am 17. 10. 1861 zu Idstein, Schüler von Gabl u. Herterich in München, von W. Friedrich in Berlin, studierte dann eine Zeit lang in Antwerpen. Er ist als Illustrator, besonders aber als Bildnismaler von Offizieren tätig; Arbeiten von ihm besitzen die Großherzöge von Mecklenburg-Strelitz u. von Luxemburg, S. M. S. Nassau, die Militärkasinos in Mainz, Wiesbaden etc. Jansa, Dtsche bild. Kstler in Wort etc., 1912.” (Thieme-Becker, XII, 1916, 380).





Johann Elias / Johann Martin Ridinger : "Brand Fuchs. / ordentlicher Fuchs." - Altkolorierter Kupferstich, 1768

Johann Elias ridinger (1698-1767)
Martin Elias Ridinger (1730-1780)

“Vulpes Rutgaris / Vulpes Rufesecus
Brand Fuchs. / ordentlicher Fuchs”

Altkolorierter Kupferstich, 1768.

Aus : “Das in seiner großen Mannigfaltigkeit und in seinen schönen Farben nach Original-Zeichnungen geschilderte Thier-Reich”

Blattmaß : 31 × 22 cm (Plattenrund an drei Seiten erhalten, am Oberrand angeschnitten).

Papier mit Wasserzeichen : C & I Honig.

Das Blatt mit Altersspurer, v.a. in der Himmelspartie bräunliche Verfärbungen sowie ein paar wenige Wurmlöchlein.

Das Kolorit als Alt-Kolorit gut erkennbar von der Rückseitenabbildung her.

Von einiger Seltenheit.

95 EUR





Jacob Kallenberg (1540-1605) : "Lintpurg" - "Stramberg". Landsknecht als Fahnenschwinger. Holzschnitt, 1545

2Lintpurg” – “Stramberg”

Zwei Holzschnitte auf einem Blatt,
unten rechts bei “Lintpurg” Monogramm “IK”.

Jeweils ein Landsknecht, die Fahne mit Stadtwappen schwingend.

Darstellung mit Schrift : je ca. 23 × 14,3 cm.
Format des angesetzten Papiers : 29 × 19,5 cm.

Zuschreibung an Jacob Kallenberg (nachgewiesen tätig in Bern ca.1535/65)
Aus : Jacob Köbel, Wapen des Heyligen Römischen Reichs Teutscher Nation […],
1545 (1. Auflage)

Das Blatt ist nicht – wie gelegentlich auch zu finden – gespalten, sondern beidseitig original bedruckt. Die Holzschnitte wurde rundum mit altem Bütten sehr gekonnt eingefenstert, dennoch gingen dabei kleine Partien der Einfassungslinie und des weißen Oberrandes verloren.

Zu den beiden Ausgaben (1545/1579) siehe Katalog der Lipperheideschen Kostümbibliothek.
Literatur : Josef Benzing : Jacob Köbel […] Bibliographie seiner Drucke u. Schriften.

Uns vorliegende “Fahnenschwinger” sind von jenen der 2. Auflage von 1579 u.a. unterscheidbar am anderen Schnittduktus der Beschriftung.

“Die Landsknechte waren nicht nur für ihre Kampfkraft, sondern auch für ihr extravagantes Erscheinungsbild bekannt. Ihre äußerst bunte Bekleidung bestand aus gepufften und geschlitzten Hemden und Hosen, zu denen sie eine Bundhaube bzw. schräg darüber ein breitkrempiges mit Federn und Wollbüschen bunt geschmücktes Barett aufsetzten. An den Füßen trugen sie die nach ihrer Form benannten Kuhmaulschuhe. Typisch waren auch das vor der Brust verschnürte Lederwams und bunt gefärbte Socken. Der Ursprung der geschlitzten Mode ist unklar; so wird vermutet, dass die enge Kleidung des späten 15. Jahrhunderts im Kampf äußerst hinderlich war. Die Landsknechte schlitzten sie deshalb auf, banden sich Stofffetzen um die Ärmel und ließen die dicken Unterstoffe herauspludern … Die auffällige gepuffte und geschlitzte Kleidung der Landsknechte, die eine imponierende Wirkung erzielen sollte, wurde in adeligen Kreisen als Anmaßung betrachtet. Auf Initiative Maximilians I. billigte ihnen der 1503 tagende Reichstag zu Augsburg jedoch das Recht zu, sich nach eigenem Gutdünken zu kleiden. Die Bekleidung war absolut uneinheitlich, lediglich die Offiziere waren meist durch eine bunte Schärpe erkennbar … Die Kleidung der Landsknechte beeinflusste die zivile Mode des damaligen Europas stark und wurde sogar in Stahl nachgebildet. So entstanden gepuffte und geschlitzte Paraderüstungen, die repräsentativen Zwecken dienten. Der Brayette genannte Genitalschutz der damaligen Rüstungen war ein stählernes Abbild des Hosenlatzes der Landsknechte.” (Wikipedia, 30.12.07). – SW: Katzbalger, Renaissance-Waffen, Renaissancekleidung, Landsknechtmode, auch Jakob Kallenberg)

125 EUR





Detlef Willand : Das Gelbe Buch. Einhorn Drache Schmetterling. - Edition Walser-Presse, 1996. - Mit 14 Orig.-Holzschnitten (Pressendruck)

Deflef Willand :
Das Gelbe Buch. Einhorn Drache Schmetterling.

Detlef Willand zum Sechzigsten.
Drei Einhorngeschichten und sieben Sätze
zu Willands Bildern und ein Versuch über den Tag- und Nacht-Zyklus.

Erster Druck der Edition Walser-Presse, 1996.
Texte von Bertus Stock. Holzschnitte von Detlef Willand.

Mit 14 Original-Holzschnitten (2 lose beigelegt).

Folio-Format : 42 × 33 cm.
56 ungezählte Seiten.

Gelbe Orig.-Broschur.
Der Umschlag mit einem winzigen, stecknadelkopfkleinen, grauen Pünktchen – sonst außen wie innen geradezu verlagsfrisch (Umschlagkanten scharf, keine Bereibungen, offensichtlich kaum geöffnet).

Editorische Notiz :
Das Gelbe Buch wird als “Erster Druck der Walser-Presse” in einer einmaligen Auflage von 432 Exemplaren vorgelegt …”

Die Holzschnitte im Einzelnen (teils signiert/teils nicht signiert) :

Dame a la licorne (Aus der Holzschnittfolge “Jäger des Einhorns” (nicht sign.)
Apeiron (sign.)
Glückwunsch (chinesische Kalligraphie) (nicht sign.)
Bogenschütze (sign.)
Jäger des Einhorns (sign.)
Einhorn (sign.)
Katharsis (sign.)
Muse reitet einen Künstler zuschanden (sign.)
Kleine “Argo” (sign.)
Zeichen “Drache” (nicht sign.)
Drei besondere Freunde (nicht sign.)
Was mir so durch den Kopf geht (sign.)

Drache träumt – lose beigelegt, sign.
Meditation über sieben Schmetterlinge – lose beigelegt, sign.

275 EUR





Portrait : Claudius Salmasius (1588-1653). - Kupferstich v. Th. Matham nach P. Dubordieu, bei C. Banheinningh, ca. 1650

Portrait :

“Claudius A Salmasia” (Claudius Salmasius).

Kupferstich, um 1650.
Gestochen von Th. Matham nach P. Dubordieu, bei C. Banheinningh.

Darstellung (mit Plattenrand) : 28,2 × 21,2 cm.
Blatt : 36,2 x ca. 27 cm.

Guter, kräftiger Druck.

Erhaltungseinschränkungen :

Horizontal durch die Gesichtspartie zwei feine alte Papierfältchen, dasjenige, welches durch die Oberlippe führt, etwas deutlicher merklich.

Die Blattränder minimal altfleckig, rechte untere Ecke mit zwei kleinen Wurmlöchlein (außerhalb der Darstellung).

Am linken Blattrand Spuren der Ausheftung aus einem Sammelband.

Feine handschriftliche Nummerierungen von alter Hand hart an den Plattenrändern.

Claudius Salmasius, frz. Claude de Saumaise (1588 Semur-en-Auxois – 1653 Spa), französischer Altphilologe u. Universalgelehrter.

65 EUR





[Anonymus] : Aus alter Zeit. - Scherenschnitt, 1. Drittel 20. Jh.

[Anonymus] :

“Aus alter Zeit”

Scherenschnitt,
betitelt und signiert
(die Signatur nicht entziffert; das Blatt wurde in Klagenfurt erworben),
wohl 1. Drittel 20. Jh.

Darstellung : 7 × 14,4 cm
Unterlagekarton : 16 × 24 cm

Ein wenig altfleckig, insgesamt wohlerhalten mit feinem Altersschmelz.
Fein, die in der Entfernung auftauchende Ritterburg auf hohem Fels (= ein zweiter Schnitt hinter dem Transparentpapier).

20 EUR





Detlef Willand (*1935) : Juan, ein Santiagopilger. - Holzschnitt, 1985

Detlef Willand (*1935) :

“Juan, ein Santiagopilger”

Ein Pilger auf dem Jakobsweg nach Santiago de Compostela.

Holzschnitt auf hellweißem Bütten
handsigniert.

Darstellung : ca. 19,5 × 18 cm.
Blatt : 24,5 × 34,5 cm (vollrandig erhalten)

Vgl. Werkverzeichnis 1985/30 (hier wird eine Auflage von 100 Expl. genannt).

65 EUR





Horst Fochler (1940 Bruntál/Freudenthal, lebt in Ihrlerstein/b. Kelheim) : Kelheim von der PWA. - Linolschnitt, koloriert, 1987

Horst Fochler (1940 Bruntál/Freudenthal, lebt in Ihrlerstein/b. Kelheim)

“Kelheim von der PWA

Linolschnitt, handkoloriert.

Unterhalb der Darstellung auf dem Passepartout bezeichnet :
Nr. 2 von 20 gedruckten Exemplaren; signiert und datiert (19)87.

Darstellung : 20 × 17 cm
Rahmen : 42,5 × 32,5 cm

Das Blatt in sehr schöner Erhaltung.
Unter schlichtem Passepartout und Glas in kräftiger Holzleiste gut gerahmt.

Vita : Ausb. zum Bergmann und Stahlbauer; anschl. im Gesundheitswesen tätig. 1970 Hinwendung zur Bildhauerei; bis 1974 Unterricht bei den Bildhauern Valentin und Rose von Ranson sowie Besuch der Keramik-FS Landshut. Seit 1975 eig. Atelier sowie Dozent für Keramik und Aqu. an der Weltenburger Akad.; seit 1978 Vors. der Gruppe Kunst. – F. gestaltet auch großformatige Objekte der Kunst im öff. Raum und baugebundene Kunst. Themen in der Keramik sind u.a. der nach Geborgenheit suchende Mensch der Moderne und die Entfremdung zw. Mensch und Natur; ferner Auseinandersetzung mit relig. Themen und Symbolen (Lebenskreis, Keramik, 1990; Reliquiar I + II, Holz und Knochenteile, 1995). Im Gem.-Zyklus Zerbrechlichkeit weist er auf die Zerstörung der Lsch. hin. -
Werke : Ihrlerstein, Pfarrk.: Osterleuchter, 1987. Kelheim, Stadt. – Volksbank. Painten, Schulaula: Keramik-Relief. Regensburg, Arbeitsamt. St. Oswald/Bayer. Wald: Stelen. Zwiesel, Bergkirche: Altarraum-Gest. und Orgelprospekt. – Pfarrk.: Altarraum-Gest. und Innenausstattung, 1987. – Selbstzeugnisse : F./O.Molz, Ich–du–wir–wahrnehmungen, Abensberg 1984. – Ausstellungen : E: ab 1977 jährl. im eig. Atelier / Kelheim: 1981 Sparkasse; 2000 Archäol. Mus. / 1996 Regensburg, Diözesan-Mus. / 1997 Recoaro Terme b. Vicenza / 1999 Mainburg, Heimat-Mus.; Kelheim, Archäol. Mus. – G: regelmäßig Regensburg: Ausst. Berufs-Verb. Bild. Künstler Ndb./Oberpfalz (K). – Bibliographie. – WWCCA, 1996. Mittelbayer. Ztg Regensburg (zahlr. Art. ab 28.8.1980); Landes-Verb. Bild. Künstler Bayern, Dokumentation, III, M. 1985. (AKL XLI, 2004, 420)

75 EUR





Carl Kessler (1876 Coburg - 1968 München) : Frühling bei Schlattan (Gschwandtnerbauer/Wörner/Karwendel)

Carl Kessler (1876 Coburg – 1968 München) :

Frühling im Karwendel

Beim Gschwandtner Bauer (Wörner).

Aquarell, signiert, um 1925-1935.

Darstellung/Blatt : 36,5 × 51 cm.

Erhaltung :Zwei kleine Randeinrisse (5 und 10 Millimeter tief) professionell geschlossen. Die unteren Ecken zu Verstärkung mit Japan hinterlegt.

Außer den unwesentlich kleinen Mängeln sehr schöner Erhaltung; farbfrisch wie am ersten Tag. Immer in Mappen aufbewahrt.

Diesen Blick im Frühling hat C. Kessler mehrfach in Farb- und Größenvarianten gemalt.

Zur Abbildung : Der Vordergrund zeigt sich auf dem Aquarell deutlich satter, grüner als auf dem Scan (die Detailabb. kommt näher hin).

145 EUR





Anonymus : Emilie (Mädchenporträt). - Bleistift, Mitte 19. Jh.

[Anonymus] :

“Schwester Emilie”

Bleistift, Mitte 19. Jh.,
ohne Signatur, lediglich mit alter Bezeichnung der Dargestellten.

Darstellung : ca. 13 × 10 cm
Blatt : 23 × 14 cm
Unterlage : 32,5 × 23,5 cm

Das Blatt altfleckig, altfaltig, knittrig sowie mit Randläsuren, am linken Rand kleiner Einriß. An den Ecken auf eine Unterlage montiert.

35 EUR





Walter Buhe (1882 Aschersleben-1958 Leipzig) : Wilnaer Judenfriedhof (Wilna/Vilnius) - Lithgographie, ca. 1916

Walter Buhe (1882 Aschersleben-1958 Leipzig) :

“Wilnaer Judenfriedhof”

Lithographie/Steinzeichnung, um 1916.

In der Platte bezeichnet u. dat. 1916 (keine Handsignatur):

Am Unterrand das Signet der Berliner Secession
sowie nochmals die Künstlerbezeichnung und der Titel.

Blatt aus der 25. Folge von “Krieg und Kunst. Original-Steinzeichnungen der Berliner Sezession”, im Verlag bei Julius Bard, Berlin. Erschienen von 1915-1918.

Darstellung : ca. 28 × 23 cm
Blattmaß : 42 × 33,5 cm

Im Geäst schwacher Braunfleck (s. Pfeile), winziges Fleckchen außerhalb der Darstellung oben. Insgesamt ansprechendes Exemplar in vollrandiger Erhaltung.

Liauen/Vilnius/Judaica/Litauische Juden/Jerusalem des Norden

65 EUR





Margret Prinz : Kosmos (Hommage à Ralf Winkler). - Farholzschnitt, 1996

Margret Prinz :

Kosmos (Hommage à Ralf Winkler)

Farbholzschnitt auf “Johannot”-Bütten, 1996.

Signiert und nummeriert : Nr. 33 von insgesamt 100.

Darstellung : ca. 50 × 60 cm
Blattmaß : 76 × 56 cm

Aus der Extra-Suite zum Bietigheimer Holzschnitt-Kalender auf das Jahr.
Nicht zu verwechseln mit der Kalender-Ausgabe auf einfachem Werkdruckpapier.

In blütenfrischer, vollrandiger Erhaltung.

Auf der Abb. erscheint das Blatt mit einem Graublaustich, in natura aber ist es hellweiß.

95 EUR





Petra Clemen (1911 Bonn - 1986 Bad Endorf/bei Prien a. Chiemsee) : [Eine Phantasie]. - Feder, weiß gehöht

Petra Clemen (1911 Bonn – 1986 Bad Endorf/bei Prien a. Chiemsee) :

Eine Phantasie /
oder auch eine Märchen-Illustration,
bzw. Vorlage für eine Buchillustration.

Federzeichnung, weiß gehöht.
Nicht bezeichnet, nicht signiert.
Wohl um 1940-1960.

Das Blatt stammt aus dem Nachlaß der Künstlerin.
Vergleiche mit anderen Arbeiten lassen eine zweifelsfreie Zuschreibung an Petra Clemen zu.

Darstellung/Blatt : 17 × 12 cm

Die Darstellung in sehr schöner, farbfrischer Erhaltung. Noch nie gerahmt oder unter Passepartout. Lediglich in der äußersten, oberen rechten Ecke kleine/unwesentliche Druckspur.

Die Buchillustratorin Petra Clemen wurde 1911 in Bonn geboren. 1936 zog sie mit ihrer Familie nach (Bad) Endorf. Ihr Vater, Paul Martin Clemen (1866-1947), war u.a. Provinzialkonservator d. Rheinprovinz, ihre Mutter Elisabeth Luise/Lilly (1884-1966), eine geborene v. Wätjen, der Bruder Wolfgang (1909–1990), Prof. f. Aglistik an d. LMU Mchn. Petra Clemen arbeitete u.a. für Verlage wie Otto-Müller, Lambert Schneider u. auch Prestel.

95 EUR





Detlef Willand (*1935) : Hexen. - Farbholzschnitt

“Drei Hexen oder das Einhorn sieht die Zukunft”

Farbholzschnitt von 2 Platten.

Nr. 17 von insgesamt 60 Exemplaren.
Handschriftl. nummeriert und signiert.

Darstellung : 22 × 25 cm
Blattmaß : 50 × 35 cm

In blütenfrischer, unberührter Erhaltung,
in orig. Papierbogen eingelegt.

Erschienen in der “Millenium-Edition” (1999).
Verlag im Unteren Tor / Bietigheim / Stefan Heiland.
Im Impressum dort findet sich auch der auf dem Holzschnitt
selbst nicht genannte Titel.

95 EUR






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