Nele van de Velde (1897-1965) : Ein Tag bei (Ernst Ludwig) Kirchner auf der Staffelalp. - 11 Galvanos (in GENIUS), 1921

Nele van de Velde (1897-1965) :

“Ein Tag bei Kirchner auf der Staffelalp”

Eine Folge von 11 GALVANOS (nach Holzschnitten) auf 6 Blättern (beidseitig bedruckt), 1920.

Darstellungen : ca. 12-14 × 10/11 cm
Blattmaße : 34 × 26 cm.

Die Galvanos auf den ganzen/vollrandigen Blättern.
Die extrabreiten Blattränder etwas wellig und mit Handhabungsspuren (leichte Fingerknicke) – die Darstellugen tadellos.

Die Galvanos sind eingebunden in : GENIUS. Zeitschrift fuer Werdende und Alte Kunst. – Kurt Wolff Verlag, Zweites Buch 1920.

Alle Originalgraphiken wurden leider entfernt. Auch sonst befindet sich das Heft in desolaten Zustand (Einband stark fleckig, Buchblock lose usw.).

Gegenstand des Angebotes sind nur die Blätter der Folge.

Galvano ist die Bezeichnung eines beim Holzstich und Holzschnitt gebräuchlichen Verfahrens zur Erhöhung der Auflage.

GALVNOS : “Um den hölzernen Druckstock zu schonen, wird von ihm mit einem elektrochemischen Verfahren eine Faksimile-Druckform erstellt und diese Matrize statt des Original-Druckstocks für den Druck der eigentlichen Auflage verwendet. Zwar sind die so hergestellten Abdrucke kaum von Abzügen der Originalplatte zu unterscheiden, sie werden jedoch trotzdem nicht als Originalgraphik aufgefasst …” (Wikip.)

95 EUR





Max Ohmayer (1903 Rothenburg ob der Tauber - 1970 Törwang/Samerberg) : Skizzenbuch (v.a. Pferdestudien)

Max Ohmayer (1903 Rothenburg ob der Tauber – 1970 Törwang/Samerberg) :

Skizzenbuch (Rothenburger Studien.
Kohle und Bleisttift.

Der Umschlag bezeichnet : Max Ohmayer / Rothenburg o.T.

Folio : 30 × 40 cm

Mit 15 ganzseitigen Skizzen und einigen kleineren Studien.

Meist Pferdedarstellungen (die etwas an die Zeitgenossen Rudolf Schacht und Franz Xaver Stahl erinnern), dazu auch einige Personen,- Trachten- und Musikerdarstellungen. Am Ende eine Studie, das Hotel “Eisenhut” in Rothenburg vorstellend.

Erhaltung :

Der Umschlag extrem fleckig und bestoßen, am vorderen Gelenk oben ca. 15 cm eingerissen.

Die Blätter (Transparentpapier, vulgo Butterbrotpapier) eselsohrig und arttypisch durchgängig wellig. (Eine bessere “Sichbarkeit” läßt sich erreichen, wenn beim Betrachten dunkles Papier hinter die Blätter gelegt wird).

Mehrere Blätter wurden (vielleicht vom Künstler selbst schon) herausgetrennt und entfernt.

Die nicht-fixierten Kohlezeichnungen entsprechend abklatschend auf die gegenüberliegenden Seiten bzw. abstaubend. Beim Durchblättern bekommt man schwarze Finger.

245 EUR





Julius Diez (Umkreis) : Postreiter (um 1800). - Tempera, um 1900.

Julius Diez (Umkreis) :

Postreiter
Historische Darstellung “um 1800”

Tempera, um 1900.
Nicht signiert.

Alt unter Glas gerahmt. Stimmiger Gesamteindruck.

Bildmaß (Lichte) : 15,5 × 18 cm
Rahmen : 18,5 × 20,5

95 EUR





Uta Zaumseil (*1962) : Die dunkle Nacht. - Farbholzschnitt, 1995

Uta Zaumseil (*1962) : Die dunkle Nacht.

Farbholzschnitt,
betitelt, signiert, nummeriert (Ex. 30 von 30) und datiert (19)95.

Darstellung/Blatt : 25 × 29,5 cm.
Rahmen : 40 × 47 cm.

Das Blatt freigestellt, mit aufwendigem, starken Passepartout.
Hinter Glas, gut gerahmt.

Der Rahmen teils oberflächlich etwas berieben,
der rote Bolus dort stärker hervortretend, nicht unschön.

75 EUR





Carl Kessler (1876 Coburg – 1968 München) : Harburg/bei Donauwörth/Ries

Carl Kessler (1876 Coburg – 1968 München) : Harburg/bei Donauwörth.

Ein Motiv, das C. Kessler in immer neuen Farb- u. Größenvarianten bearbeitet hat.

Aquarell, signiert, um 1920-1935.
Darstellung : 23,8 × 16,8 cm.

In sehr schöner, farbfrischer Erhaltung.

Vita : 1876 in Coburg geboren. Besuchte die Kgl.-Sächsische Kunstgewerbeschule, wechselte 1899 an die Münchener Kunstakademie. Etwa ab 1910 mehr u. mehr Spezialisierung auf Winterlandschaften, v.a. bayer. Alpen, Tirol, Schweiz. Mitglied d. Münchner Künstlergenossenschaft (später “Luitpoldgruppe”). Beschickte von 1911 an Ausstellungen im Glaspalast: 1911-1914 (1915 fand keine Ausstellung statt), 1916-1920 sowie 1930 (1931 brannte der Glaspalast ab). – Die zeitgenöss. Kunstkritik rühmt Kessler als Meister des Aquarells. – Vgl. Clelia Segieth, in Bruckmanns Lex. der Münchner Kunst, V, 458 f.

Orte der näheren u. weiteren Umgebung : Huisheim, Wemding, Fünfstetten, Mönchsdeggingen, Möttingen, Kaisheim, Tapfheim, Alerheim, Buchdorf, Bissingen, Donauwörth, Hohenaltheim, Polsingen, Schwenningen, Monheim, Megesheim, Wechingen, Otting, Deiningen, Reimlingen, Buttenwiesen, Blindheim, Daiting, Wolferstadt, Munningen. – Wörnitz, Synagoge

105 EUR





Werner vom Scheidt (1894 Großblittersdorf-1984 Bad Bergzabern) : Ringelnatter. - Radierung mit Handkolorit

Werner vom Scheidt (1894 Großblittersdorf/Elsass-1984 Bad Bergzabern) :

“Ringelnatter”

Fein handkolorierte Radierung auf Velinpapier,
handsigniert sowie am untersten Blattrand links betitelt.

Rückseitig unten li. mit “Nr. 1” bezeichnet.
Wohl Bl. 1 einer unbestimmten Auflage. Die Handkolorierung könnte nach Bedarf vorgenommen worden sein und somit entfiel eine von vornherein festgesetzte Auflagenhöhe.

Darstellung (Plattenrand) : 30 × 19,5 cm.
Blatt : 50 × 34,2 cm (vollrandig, Papierton leicht chamois).

In der Darstellung gering altfleckig.
Die breiten, weißen Blattränder sowie die Rückseite stärker fleckig,
außerhalb der Darstellung, v.a. die Blattkatten leicht bestoßen sowie mit den üblichen Handhabungsspuren – insgesamt aber ansprechendes Blatt mit Altersschmelz.

65 EUR





Jacob Kallenberg (1540-1605) : "Wirtzburg" (Würzburg) - "Kauffbeuren" (Kaufbeuren) : Landsknecht(e) als Fahnenschwinger. - Holzschnitt, 1545

2 Holzschnitte auf einem Blatt (Vor- und Rückseite) :
“Wirtzburg” (Würzburg)
“Kauffbeuren” (Kaufbeuren)

Holzschnitte, 1545.
Exemplar der 1. Auflage (1579 erschien eine 2. Aufl., erkennbar am geänderten Schriftduktus).

Landsknecht, eine Fahne mit dem Wappen der Stadt Würzburg -
das sog. “Rennfähnlein” schwingend. Berg und Burg im Hintergrund sind
rein imaginiert.

Literatur : Hanswernfried Muth (Bearb.) : Ansichten aus dem alten Würzburg 1545-1945 (Aus der Graphischen Sammlung des Mainfränkischen Museums Würzburg), 1998. – Teil III, S. 12, Nr. 153.

Darstellungen : je ca. 21,5 × 14 cm.
Größe des angesetzten Papiers : 29 × 19 cm.

Zuschreibung an Jacob Kallenberg, Monogramm unten rechts “IK”
(nachgewiesen tätig in Bern ca. 1535/65).
Aus : Jacob Köbel, Wapen des Heyligen Römischen Reichs Teutscher Nation […], 1545 [Exemplar(e) der 1. Auflage].

Das Blatt ist nicht – wie gelegentlich auch zu finden – gespalten, sondern beidseitig original bedruckt. (Die Rückseite zeigt einen Landsknecht mit der Fahne/Wappen von Kaufbeuren.) Die Holzschnitte wurde rundum mit altem Bütten sehr gekonnt eingefenstert.

Zu den beiden Ausgaben (1545/1579) siehe Katalog der Lipperheideschen Kostümbibliothek.
Literatur : Josef Benzing : Jacob Köbel […] Bibliographie seiner Drucke und Schriften.

“Die Landsknechte waren nicht nur für ihre Kampfkraft, sondern auch für ihr extravagantes Erscheinungsbild bekannt. Ihre äußerst bunte Bekleidung bestand aus gepufften und geschlitzten Hemden und Hosen, zu denen sie eine Bundhaube bzw. schräg darüber ein breitkrempiges mit Federn und Wollbüschen bunt geschmücktes Barett aufsetzten. An den Füßen trugen sie die nach ihrer Form benannten Kuhmaulschuhe. Typisch waren auch das vor der Brust verschnürte Lederwams und bunt gefärbte Socken. Der Ursprung der geschlitzten Mode ist unklar; so wird vermutet, dass die enge Kleidung des späten 15. Jahrhunderts im Kampf äußerst hinderlich war. Die Landsknechte schlitzten sie deshalb auf, banden sich Stofffetzen um die Ärmel und ließen die dicken Unterstoffe herauspludern … Die auffällige gepuffte und geschlitzte Kleidung der Landsknechte, die eine imponierende Wirkung erzielen sollte, wurde in adeligen Kreisen als Anmaßung betrachtet. Auf Initiative Maximilians I. billigte ihnen der 1503 tagende Reichstag zu Augsburg jedoch das Recht zu, sich nach eigenem Gutdünken zu kleiden. Die Bekleidung war absolut uneinheitlich, lediglich die Offiziere waren meist durch eine bunte Schärpe erkennbar … Die Kleidung der Landsknechte beeinflusste die zivile Mode des damaligen Europas stark und wurde sogar in Stahl nachgebildet. So entstanden gepuffte und geschlitzte Paraderüstungen, die repräsentativen Zwecken dienten. Der Brayette genannte Genitalschutz der damaligen Rüstungen war ein stählernes Abbild des Hosenlatzes der Landsknechte.” (Wikipedia, 30.12.07). – SW: Katzbalger, Renaissance-Waffen, Renaissancekleidung, Landsknechtmode, auch Jakob Kallenberg).

175 EUR





Robert Hammerstiel (*1933 Werschetz/Banat) : Tauben. - Holzschnitt

Robert Hammerstiel (*1933 Werschetz/Banat) : Tauben.

Holzschnitt, handsigniert.
Aus der Folge : “Meine Tiere”.

  • Handdruck von Herrn Lang in der Druckwerkstatt Mosbach,
    auf Fabriano Disegno-Papier, 210 g.

Blattgröße : 35 × 45 cm.
Der Druck erfolgte im September 1998.

Auflage 48 Exemplare.
Das Blatt selbst weist keine Auflagenbezeichnung auf,
die Auflagenbezeichnung befindet sich nur auf dem Impressum-Blatt,
das der Folge beigelegt ist. Dieses Blatt ist aber hier nicht beigegeben.

In blütenfrischer Erhaltung, immer in Kassette aufbewahrt.

“Meine Tiere – Jetzt im Alter erinnere ich mich besonders stark an die Jahre meiner Kindheit und an die Tiere dieser Zeit: Es war aber die Zeit der schrecklichsten Jahre unseres Jahrhunderts. Das Jahrhundert, das in einem Jahr zu Ende geht. Trotz allem Schrecklichen, war es eine wunderbare Kindheit, aber ist nicht jede Kindheit großartig und wunderbar, prägt sie doch das ganze Leben eines Menschen bis in’s Alter. Vor allem waren es die Tiere, denen ich begegnete. Meine ersten Tiere, an welche ich mich besonders erinnere, waren Kröten in der Backstube meines Vaters, die nachts die Insekten fingen. Die vielen Hühner, die Truthähne, die Perlhühner im Hof meiner Eltern. Die Rebhühner auf den Fluren der Banater Tiefebene. Die zahllosen Gänse und Enten an den Teichen und Pfützen. Die rufenden Sumpfvögel in den großen Sümpfen nahe der Stadt. Die Pferde unserer Bauern und ihre zahllosen Kühe. Die Ziegen der Tagelöhner. Die Schafherden in der endlosen Banater Heide. Die Schweineherden, die Hirten mit ihrem Hörn und die vielen Hunde der Hirten. Dies alles waren große Eindrücke meiner Kindheit. Da gab es die beinlose Wahrsagerin, die »Rutschmarie«, die täglich am Marktplatz der Stadt in ihrem Karren saß, und ihre Meerschweinchen zogen die Aufschlagkarten aus ihren Händen. An den Karren war ihr Esel Fritz gespannt: Wir Kinder liebten den Fritz, die Meerschweinchen und die »Rutschmarie«. All dies war eine wunderbare Zeit mit den Tieren. Aber es gab auch das Böse: den Krieg, die Internierung, das Zugrundegehen von Mensch und Tier. »Rutschmarie« ist mit ihrem Esel und den Meerschweinchen zugrunde gegangen. Als wir interniert wurden, gab es die größte Tragödie der Tiere. Es mag leicht sein, Menschen von Haus und Hof zu jagen, aber Bauern von ihren Tieren zu trennen, ist eine Katastrophe sondersgleichen. Ich erinnere mich an Situationen, die sich stark in mir einprägten. Wir wurden in einem Bauerndorf zu den Bäuerinnen und ihren Kindern dazugepfercht, zu den 2000 Bewohnern des Ortes kamen 8000 Menschen dazu. Das Dorf wurde zu einem Getto (Internierungs-lager) umfunktioniert. Nach vier Monaten wurden wir mit den Bauernfrauen und ihren Kindern aus den Häusern getrieben aufs freie Feld. Nachdem wir alle drei Tage auf dem Feld verbringen mußten, wurden wir Kinder im Alter von 10 bis 14 Jahren ins Dorf getrieben, um die Tiere zusammenzutreiben, das Geflügel zu fangen, die Tiere von ihren Koppeln und Ketten zu befreien” (Robert Hammerstiel in der Einführung zu der Folge).

40 EUR





Karl Stauffer-Bern (1857 Trubschachen - 1891 Florenz) : Peter Halm. - Portraitradierung

Karl Stauffer-Bern (1857 Trubschachen – 1891 Florenz)

Portrait Peter Halm.
“Meinem l. Freunde Peter Halm”

Radierung, gedruckt 1892.
N i c h t handsigniert, lediglich in der Platte bezeichnet :
K. Stauffer-Bern, 19-21 Mai (18)87 (= Datum des Erstdrucks).

Am Unterrand der Platte (links u. rechts) :
“Original-Radierung von K. Stauffer – Druck der Gesellschaft f. Vervielf. Künste, Wien”

Das hier vorliegende Blatt entstammt unmittelbar aus : Die Radierung der Gegenwart . – Wien, Gesellschaft für Vervielfältigende Kunst, 1892 – somit ist eine exakte Datierung des Abzugs möglich.

Darstellung (mit Plattenrand) : 26,5 × 21 cm
Blatt : 38 × 29 cm

Erhaltung : Auf kräftigem, cremfarbenen Papier.
Die Darstellung selbst in unberührt schöner Erhaltung.
Außerhalb derselben einige wenig ganz schwache Altersfleckchen,
die eher als Schmelz wahrgenommen werden können, denn als Mangel.

Noch nie gerahmt od. unter Passepartout.
Am linken Blattrand in 5 Millimeter Tiefe – weit außerhalb der Darstellung – Druckspuren, die von der früheren Einbindung in das Werk herrühren. Blattoberrand mit punziertem Goldschnitt.

45 EUR





Wilhelm Süs (1861-1933) : Hochzeitsritt. - Farblithographie/Künstlersteinzeichnung

Wilhelm Süs (1861-1933) :

“Hochzeitsritt”

Farblithographie/Künstlersteinzeichnung.
Im Stein unten rechts bezeichnet : W. Süs.

Randumschrift :
“Künstlerischer Wandschmuck – Deutsche Künstler-Steinzeichnungen – R(udolf). Voigtländer Verlag in Leipzig Nr. 213 – Wegged – W. Süs: Hochzeitsritt – Cavalcade Nuptiale – Kunstdruckerei Künstlerbund Karlsruhe”

Darstellung : 42,5 × 55,5 cm.
Blattmaß : 45 × 58 cm (vollrandig).

In schöner Erhaltung.
Lediglich ein kleiner – fein geschlossener – Randriß (außerhalb der Darstellung).

Seine bekanntesten Arbeiten lieferte er für die Karlsruher Majolikamanufaktur.

95 EUR





Porträt : Ulrich Zasius (1461 Konstanz-1535 Freiburg/Breisgau), Kupferstich von Theodor de Bry, 1669

Theodor de Bry (1528 Lüttich – 1598 in Frankfurt a. Main)

Porträt : Ulrich Zasius (1461 Konstanz-1535 Freiburg/Breisgau)
Umschrift : Huldrichus Zasius Constantiensis.

Darunter in Rollwerkskartusche “Brisgoum patriae praefers Huldriche Friburgum, jura ubi cum summa publica laude doces”.

Kupferstich, 1669.
Aus : J. J. Boissard, Bibliotheca Chalcographica (…).
Heidelberg, bei Clemens Ammon, 1669.

Darstellung : 14 × 11 cm.
Blatt : 19 × 14,5 cm (breitrandig erhalten).

Die Darstellung in sehr schöner Erhaltung, klar zeichnend.
Rückseitig mit zwei kleinen (säurefreien) Papierstreifen auf Unterlage montiert; ggf. leicht lösbar, konservator. jedoch nicht notwendig.

Vita : “Ulrich Zasius (* 1461 in Konstanz; † 24. November 1535 in Freiburg im Breisgau) war ein deutscher Jurist und Humanist. Geboren als Ulrich Zäsy hat er später den latinisierten Namen Huldrichus oder Udalricus Zasius angenommen. Zasius gehört zu den bedeutenden Rechtsgelehrten an der Wende vom Mittelalter zur Neuzeit und pflegte Briefwechsel mit vielen bekannten Humanisten seiner Zeit, vor allem mit Erasmus von Rotterdam, den er 1518 erstmals persönlich traf.”. (Wikip.)

“Die Bibliotheca Chalcographica ist eine Porträtgalerie mit anfangs 100 und schließlich 438 Kupferstichen und Lebensbeschreibungen von Humanisten und Reformatoren und ein Gemeinschaftswerk des Humanisten, Antiquitätensammlers und lateinischen Dichters Jean-Jacques Boissard (1528-1602) und des Kupferstechers und Verlegers Theodor de Bry (1528-1598).” (Wikip.)

28 EUR





Hermann Terstegen (1886-1971) : Zwei Junge Damen, halb bekleidet. - Radierung

Hermann Terstegen (1886-1971) : Zwei Junge Damen in Mieder

Radierung.
Unten halb rechts (ganz fein) signiert : “Terstegen”.
Nicht datiert : wohl 1920-er Jahre.

Darstellung/Plattenrand : 23,5 × 17 cm
Blatt : 38 × 28 cm

Auf leicht chamoisfarben Kupferdruckpapier.
Am unteren Darstellungsrand rechts von der Mitte kleine, wenig auffällige Kratzspur.

Am rechten Blattrand (deutlich außerhalb der Darstellung) mit Japan sauber geschlossener Einriß, am Blattunterrand links (ebenso weit außerhalb der Darstellung) geschlossener Riß. Blattunterrand mittig fleckig, oberhalb der Darstellung kl. Braunfleck.

Insgesamt – trotz kleiner Randmängel – sehr ansprechendes Blatt.
Der Farbton in natura weniger grau, sondern etwas mehr ins Braun übergehend.

1909-1911 an der Kunstakademie in München. Mitglied der Münchner Künstlergemeinschaft und des Münchner Bundes. 1936 Abmeldung nach Günzburg. Von dort verzogen nach Reisensburg. Beschickung verschiedener Glaspalast-Ausstellungen. 1953 Sonderausstellung im Kunstverein München. (Siehe Horst Ludwig, Bruckmanns Lexikon der Münchner Kunst. Münchner Maler im 19./20. Jahrhundert. – Bd. 6, S. 406 – siehe Abb. 3).

48 EUR





Plakat. - Entwurf Erich M. Simon : "Strothmann's Förthöfer - Meine Wahl!" - Wilhelm Strodtmann/Minden in Westfalen

Erich M. Simon : Werbe-Plakat, um 1925.

Die Datierung ist entnommen der Objektdatenbank des Dt. Histor. Museums.

“Strothmann’s Förthöfer – Meine Wahl!”
Wilhelm Strodtmann/Minden in Westfalen.

Unten rechts der Entwerfer : Simon;
d.i. Erich M. Simon.

Blattmaß : 48 × 71 cm.

Das Plakat in vollrandiger Erhaltung. In der Himmelspartie kleines, mit Japan hinterlegtes Löchlein (ca. 5 × 2 Millimeter), ein kl. Randeinriß (ob. rechts), ebenfalls (kaum merklich) mit Japan fein geschlossen. Desweiteren einige bis zu markgroße, schwache Flecken. Schließlich ganz kleine, punktförmige Randfleckchen. Rückseitig mehrere Braunflecken, die bildseitig tls. ein wenig durchschlagen.

Angesichts der Empfindlichkeit des recht dünnen Papiers und dem Gebrauchscharakter des Plakats eine recht passable Erhaltung.

.

“Born 12 April 1892 in Kolberg (now Kolobrzeg, Poland). Studied at the school attached to the museum of industrial arts, Berlin: a teacher was Emil Orlik. 1911, 1913: studied in Paris. Designed books for publishers including S. Fischer, Georg Müller, G. Kiepenheuer, Erich Reiss.”

Geboren 1892 Kolberg (Polen); Schüler v. Emil Orlik. 1911/13 in Paris. Buchillustrationen (Umschläge u.a.) für S. Fischer, Georg Müller, G. Kiepenheuer, Erich Reiss.

Literatur : H.K. Frenzel : Erich M. Simon. – Gebrauchsgraphik (International Advertising Art), Berlin: Phönix Illustrationsdruck und Verlag GmbH – später: “Gebrauchsgraphik”. Druck u. Verlag, July 1931, pp. 2-9.
Die Information dankend entnommen aus: germandesigners.net

165 EUR





Hinnerk Schrader (1932 Nahrendorf-1989) : [Minotaurus]. - Lithographie, 1960

Hinnerk Schrader (1932 Nahrendorf-1989)

[Minotaurus].

Lithographie.

Nummeriert (etwas unklar) : 2/71 ?
Signiert und datiert unten rechts : 1960.

Darstellung : ca. 25 × 45 cm
Blatt : 41 × 60 cm

Die Darstellung in schöner Erhaltung.
In den breiten/weißen äußersten Rändern das Papier minimal wellig sowie an der rechten Seite mit zwei winzigen Fältchen (ca. 1 cm in das Blatt reichend).

Durch ein allfälliges Passepartout würden diese unwesentl. kleine Altersspuren ohnehin völlig verdeckt.

55 EUR





Peter Nagel (*1941 Kiel) : Kleinkind mit Rassel und Stofftier. - Farbradierung, 1970

Peter Nagel (*1941 Kiel) :

Kind mit Rassel und Stofftier.

Farbradierung,
signiert, datiert (1970) und nummeriert : Exemplar Nr. 5 von insgesamt 100.

Darstellung (Durchmesser) : 39,5 cm
Blatt : 75 × 54 cm

Die Darstellung in sehr schöner Erhaltung.
Das voll- bzw. breitrandige Blatt an den Rändern etwas lichtschattig sowie mit den üblichen leichten Handhabungsspuren.

Die Detailabbildungen (Scanner) geben den Farbton des Blattes deutlich richtiger wieder als die Gesamtaufnahme (Digitalkamera).

Vita : Peter Nagel (* 6. April 1941 in Kiel) ist ein deutscher Maler. Von 1985 bis 2004 war er Professor für Malerei an der Muthesius Kunsthochschule in Kiel.
Nagel studierte von 1960 bis 1965 an der Hochschule für bildende Künste Hamburg bei Carl Heinz Wienert, Karl Kluth und Johannes Geccelli. 1965 gründete er mit Dieter Asmus, Nikolaus Störtenbecker und Dietmar Ullrich die Gruppe ZEBRA. Nach einem Studienaufenthalt in London im Jahr 1966 und einem Stipendium der Deutschen Akademie Rom Villa Massimo 1967 arbeitete er als freier Maler und Graphiker. 1977 wurde ihm der Kulturpreis der Stadt Kiel verliehen. Von 1985 bis 2004 war er Professor für Malerei an der Muthesius Kunsthochschule Kiel. Peter Nagel ist seit 1981 Mitglied der Freien Akademie der Künste Hamburg. 1995 wurde er Kurator der Kunststiftung Landesbank Schleswig Holstein. Nagels Malerei ist in die Strömung des Neuen Realismus einzuordnen. Das Erscheinungsbild seiner Kunst als ein Ergebnis zwischen Fotografie und Grafik. Peter Nagel ist seit 1969 Mitglied des Deutschen Künstlerbundes (von 1983 bis 1988 im Vorstand). Er lebt in Kleinflintbek bei Kiel und in der Toskana. Er ist mit der Malerin Hanne Nagel-Axelsen (* 1942)” (Wikip.) verheiratet.” (Wikip.)

59 EUR





Kurt Meyer-Eberhardt (1895 Leipzig - 1977 München) : Zwei Hunde. - Kohle, monogrammiert

Kurt Meyer-Eberhardt (1895 Leipzig – 1977 München) :

Zwei Hunde.

Kohle auf glattem Velin.
Die Zeichnung leicht bräunlich angelegt.
Monogrammiert unten links.

Das Blatt stammt unmittelbar aus dem Nachlaß des Künstlers, die Authentizität kann uneingeschränkt zugesichert werden.

Darstellung : 27 × 31 cm.
Rahmen : 38 × 47 cm

Das ganze Blatt in sehr schöner Erhaltung.
Unter Glas schlicht, aber ordentlich gerahmt.
Das Blatt liegt obenauf, die Blattränder sind nicht überdeckt.

Eine Verwandtschaft mit den Tierzeichnungen des Johann Heinrich Jungnickel ist unverkennbar.

Vita : “Kurt (auch Curt) Meyer-Eberhardt (* 10. April 1895 in Leipzig; † 25. Juli 1977 in München), eigentlich Kurt Ernst Meyer, seit 1916 Künstlername unter Beifügung des Mädchennamens der Mutter, war ein deutscher Maler, Grafiker und Illustrator. Bekannt ist er einem breiten Publikum durch versierte, oft auf Rührung und Witz abzielende Tierdarstellungen (Kaltnadelfarbradierungen). Diese wurden seit 1916 bis über seinen Tod hinaus beim Hanfstaengl Verlag gedruckt. Sein Frühwerk bis Anfang der 1920er Jahre reflektiert verschiedene Kunstströmungen des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts. Seine spätere Malerei und sein grafisches Werk im Eigenauftrag – vor allem Landschaften, Tierporträts und Stillleben – gelten als Beitrag zur Tradition einer realistischen Münchner Schule. Kurt Meyer-Eberhardt wuchs seit 1899 in Erfurt auf. Von 1912 bis 1917 studierte er an der Großherzoglich–Sächsischen Hochschule für Bildende Kunst in Weimar bei Max Thedy, Theodor Hagen und Walther Klemm, dessen Meisterschüler er 1916 wurde. Als Student erprobte er sich in Porträt, Interieur und Tierdarstellung sowie impressionistischer Landschaftsmalerei und Radiertechnik, seit 1915 mit Unterbrechungen durch kurzzeitigen Kriegsdienst sowie den Beginn freischaffender Arbeit in München. Im Wintersemester 1919/1920 kehrte Meyer–Eberhardt aus München nach Weimar an das neu gegründete Staatliche Bauhaus zurück. Er besuchte dort den Akt- und Porträtkurs bei Lyonel Feininger, möglicherweise auch sporadisch den Vorkurs von Johannes Itten. Am 1. Juli 1920 heiratete er die Bauhausstudentin Luise Gertrud Neumann († 1965) und siedelte im gleichen Jahr endgültig nach München über. In den Kriegs- und frühen Nachkriegsjahren (1915 bis 1920) schuf er zeittypische Kaltnadelradierungen, die meist Randgruppenmilieus thematisieren (Arbeitslose, Bordell, Zirkus) und sowohl melancholische als auch satirische Töne anklingen lassen. Diese Grafik, sowie einige Studienblätter und ein Gemälde seiner Bauhauszeit dokumentieren seine Auseinandersetzung mit expressionistischem und kubistischem Formengut bis hinein in die frühen 1920er Jahre. Im Folgenden wandte er sich wieder einer impressionistisch und naturalistisch geprägten Kunst zu. Seine Existenz wurde seit Mitte der 1920er Jahre zunehmend von der Zweigleisigkeit künstlerischen Broterwerbs – durch Tierradierungen sowie gängige Jagdbilder – und unabhängigen Schaffens in der „inneren Emigration“ geprägt. Meyer-Eberhardts Aquarelle und Pastelle von Zirkuspudeln (Ende 1920er/Anfang der 1930er Jahre) und sein Zyklus zurückgelassener Kriegspferde Memento mori (ab 1945) gelten als einfühlsamer, auch zeitkritischer Beitrag zum Tierporträt, während der Mensch in der zweiten Schaffensphase aus seinem Werk verschwindet. Ein weiterer, bis ans Lebensende fortgeführter Werkkomplex umfasst neben Interieurs und Stillleben vor allem Landschaften der Münchner Umgebung sowie des Mittelmeers (seit den 1930er Jahren, mit Anklängen an Paul Cézanne). Dem Kriegsdienst sowie dem Kunstbetrieb des Nationalsozialismus entzog sich Meyer-Eberhardt. Durch Briefwechsel bezeugte Künstlerfreundschaften verbanden ihn mit Adolf Brütt und Oskar Coester. Ab 1972 erhielt er einen lebenslangen Ehrensold der Stadt München. Meyer-Eberhardts Atelier befand sich in der Gedonstraße 6 in München-Schwabing” (Wikip.)

175 EUR





Hans Thoma (1839 Oberlehen/Bernau im Schwarzwald - 1924 Karlsruhe) : Alpen. St. Anton/bei Garmisch-Partenkirchen. - Farblithographie, 1906 (handsigniert)

Hans Thoma (1839 Oberlehen/Bernau/Schwarzwald – 1924 Karlsruhe) :

“Alpen (St. Anton/bei [Garmisch-]Partenkirchen)”.

Farblithographie (Algraphie), 1906.
In der Platte unten links bezeichnet und datiert.

Unten rechts mit Bleistift handsigniert.

Offensichtlich wurde nur ein Teil der Auflage von Hand signiert.
Für die Echtheit der Signatur garantieren wir. Das Blatt stammt aus einem alten Bestand.

Darstellung : 43,8 × 60,2 cm.
Blatt : 56,6 × 76,8 cm (breitrandig).

Auf glattem, leicht chamoisfarbenen Karton.
Das Blatt rundum in schönster, frischer Erhaltung.

255 EUR





Fritz Osswald (1878 Zürich-1966 Starnberg) : Reismühle bei Gauting. - Farblithographie/Künstlersteinzeichnung, ca. 1910

Fritz Osswald (1878 Zürich-1966 Starnberg) :

“Reismühle bei Gauting”

Farblithographie/Künstlersteinzeichnung, um 1910.

Im Stein bezeichnet.

Randumschrift :
“Künstlerischer Wandschmuck – Verlag v. B. G. Teubner, Leipzig Deutsche Künstler-Steinzeichnungen No. 134 – Moulin en hiver – Fr. Osswald: Mühle im Schnee / Reismühle bei Gauting – Mill in winter-time – Druck von Klein & Volbert in München”

Darstellung : 54,5 × 74,7 cm.
Blattmaß : ca. 59,2 × 79,3 cm

Die Darstellung in sehr schöner, frischer Erhaltung (keine Risse, keine Beschabungen).

Die Umschrift wurde nach hinten umgeknickt, wie es für vorgesehene/übliche Rahmungen üblich war (Beim Verlag konnten dafür vorgefertigte Rahmen erworben werden).

Vita : Geboren in Zürich, ab 1897 Schüler an der Münchner Akademie bei Wilhelm Diez, Mitglied der Münchner Secession. 1913 an der Darmstädter Künstlerkolonie. Ab 1918 wieder in der Schweiz (Horgen/bei Zürich). Von 1922 in Starnberg.

245 EUR





Aschafffenburg : Lithographie, monogrammiert, 1943

Aschaffenburg

Lithographie (leicht getönt), 1943.
Unten rechts datiert und monogrammiert : F / A / B (liegend)

Darstellung : 31 × 44 cm
Blattmaß : 34 × 47,5 cm

Das Blatt in guter Erhaltung (keine Flecken, Risse, keine Restaurierungen etc.).

Die Lithographie wurde offensichtlich vor längerer Zeit sauber/professionell auf einen Unterlagekarton aufgezogen (keine Blasen, Leimdurchschläge, Bränungen etc.).

95 EUR





Hans Beat Wieland (1867 Gallusberg/b. Mörschwyl-1945 Kriens) : Sternennacht am Matterhorn. - Farblithographie, ca. 1910

Hans Beat Wieland (1867 Gallusberg/b. Mörschwyl-1945 Kriens) :

“Matterhorn – Mont Cervin at night”

Farblithographie/Künstlersteinzeichnung, um 1910.

Im Stein bezeichnet/monogr. in Ligatur : H/B/W

Randumschrift :
“Künstlerischer Wandschmuck – Verlag v. B. G. Teubner, Leipzig Deutsche Künstler-Steinzeichnungen No. 47 – Mont Cervin at night – H.B. Wieland : Matterhorn – Druck von Dr. C. Wolf und Sohn, München”

Darstellung : 75 × 55 cm.
Blattmaß : 79 × 59 cm (vollrandig erhalten).

Die Darstellung in schöner Erhaltung.
Lediglich die weißen Blattränder mit einigen – weitgehend geglätteten – Knickspuren.

Die Abb. kann freilich nur einen ungefähren Eindruck vermitteln.

Bergmaler, Gebirgsmaler, Hochalpen, Schweizer Maler, Alpine Malerei. Alpine Kunst.

295 EUR





Johann Heinrich Lips (1758-1817) : Regina von Bonstetten. - Portrait-Kupferstich, 1776

Johann Heinrich Lips (1758 – 1817) :

Portrait “Regina von Bonstetten .

In der Platte ist der Name der Dargestellten
verschlüsselt abgekürzt : “B …. n”
Am Unterrand, von alter Hand in Tinte, findet sich die Auflösung.

In der Platte unten links bezeichnet u. datiert : “Joh. H. Lips sculpsit 1776”.

Darstellung (einschl. Plattenrand) : 23,5 × 19,5 cm.
Blatt : 33,5 × 27 cm. (Wasserzeichen: wohl “C B”).

Auf dem vollen Blatt. Die Blattränder etwas angestaubt und altfleckig. Rückseite schwach stockfleckig. Der Bildbereich nahezu unberührt.

Vita : “Nach dem Wunsch der Eltern sollte der Kupferstecher Johann Heinrich Lips, geboren am 29. April 1758 in Kloten bei Zürich, eigentlich den Beruf des Chirurgen ergreifen. Nur zögerlich stimmten sie dem Zeichenunterricht im Rahmen einer höheren Allgemeinbildung zu, lehnten aber die durch Johann Caspar Lavater (1741-1801) vermittelte Lehrstelle in der Radierwerkstatt Johann Rudolf Schellenbergs (1740-1806) in Winterthur ab. Die anfänglich autodidaktische Ausbildung ergänzte zunehmend der bekannte Schweizer Theologe und Schriftsteller Lavater selbst. Er schickte Radierwerkzeug, Vorlageblätter und Anleitungen zum Radieren nach Kloten und eröffnete Lips weitere künstlerische Kontakte u.a. zu Johann Caspar Füßli (1706-1782), Jens Juel (1745-1802) sowie zu seinen späteren Förderern Herzog Carl August von Sachsen-Weimar (1757-1828) und Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832). Ein Exklusivvertrag für die Illustration der mehrbändigen Ausgabe der „Physiognomischen Fragmente“ band Lips bis 1780 an Lavater. Erst nach Abschluss dieser Arbeiten konnte er seine Studienreise beginnen, deren Stationen Schaffhausen, Basel, Colmar, Karlsruhe, Stuttgart und Mannheim waren. In Mannheim wurde er Schüler an der damals bekannten Zeichenakademie von Peter Anton von Verschaffelt (1710-1793) wo er sich intensiv dem Akt- und Antikenstudium widmete. Nach erfolgreichem Abschluss zog Lips weiter nach Düsseldorf, wurde preisgekröntes Mitglied der Düsseldorfer Kunstakademie und traf u.a. auf Friedrich Bury (1763-1828), mit dem er schließlich 1782 nach Italien aufbrach …” (Weblink : Goethezeitportal.de)

25 EUR





Albert Haueisen (1872 Stuttgart-1954 Kandel/Pfalz) : Badisches Landstädtchen. - Farblithographie/Künstlersteindruck

Albert Haueisen (1872 Stuttgart-1954 Kandel/Pfalz) :

“Badisches Landstädtchen”

Farblithographie/Künstlersteindruck, ca. 1915.
Erschienen bei Rudolf Voigtländer, Leipzig.

Darstellung : 18,5 × 26 cm
Blattmaß : 22 × 29 cm

Die weißen Blattränder (sowie rückseitig) schwach (geradezu malerisch) altfleckig.
Die Darstellung in schöner Erhaltung.

Vita : “(U)nterrichtete an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe … Gründungsmitglied der Arbeitsgemeinschaft Pfälzer Künstler. (K)am mit 15 Jahren als Schüler an die Kunstakademie nach Karlsruhe … Meisterschüler von Leopold von Kalckreuth und Hans Thoma. Später studierte er in München und kam als Meisterlehrer und späterer Direktor der Akademie 1919 wieder nach Karlsruhe zurück. 1933 tritt er wegen der politischen Einflussnahme in der Akademie zurück, wurde jedoch später zum Leiter der Reichskammer der bildenden Künste für die Saarpfalz (der sog. „Westmark“) …” (Wikip.)

85 EUR





Paul von Ravenstein (1854 Breslau-Karlsruhe 1938) : Venedig. - Farblithographie, um 1910

Paul von Ravenstein (1854 Breslau-Karlsruhe 1938) :

“Venedig – Venise – Venice”.

Farblithographie, um 1910,
im Stein bezeichnet Paul v. Ravenstein.

Am Rand (außerhalb der Darstellung umlaufend) :
Künstlerischer Wandschmuck – Deutsche Künstlersteinzeichnung – R. Voigtländer Verlag in Leipzig Nr. 135 (3) – Kunstdruckerei Künstlerbund Karlsruhe”.

Darstellung : 55 × 76,5 cm.
Blattmaß : 58 × 78,5 cm (unbeschnitten/vollrandig).

Die Darstellung in unberührt schöner Erhaltung (keine Knicke, keine Beschabungen, noch nie gerahmt etc.)

Lediglich die Blattränder (außerhalb der Darstellung) mit einigen wenigen, fein mit Japan hinterlegten Randrisschen (bildseitig kaum merklich).

Exemplare in dieser Erhaltung dürften nur mehr sehr selten zu finden sein.

Vita : “… 1886 heiratete er in Starnberg Helene von Schwind, die jüngste Tochter des Malers Moritz von Schwind. Er lebte mit seiner Frau in Karlsruhe und hatte dort auch sein Atelier. Schon zu Lebzeiten brachte er es zu Ruhm und Ansehen, und der Großherzog verlieh ihm den Professorentitel. Zeitweise lebte er in Villingen, wo er ein Ferienhaus bewohnte … Mit 21 Jahren, 1875, begann er sein Studium an der Großherzoglich-Badischen Kunstschule in Karlsruhe, zunächst bei Hans Gude, dessen Naturalismus ihn zunächst prägte und anschließend bei dessen Nachfolger Gustav Schönleber … Ende der 1870er Jahre machte er ausgedehnte Studienreisen nach Italien und Südfrankreich, teils mit seinem Lehrer Gustav Schönleber, teils mit anderen Malerkollegen. Er brachte zahlreiche Landschaftsskizzen und Genredarstellungen aus dem Volksleben mit … “ (Wikip.). – SW: Karlsruher Künstlerbund.

185 EUR





[Anonymus] : Männlicher Akt. - Kohle/Bleistift, ca. 2. Hälfte 20. Jh.

[Anonymus] :

Männlicher Akt

Kohle/Bleistift auf glattem Papier, tls. gewischt,
wohl 2. Hälfte 20. Jh., ohne Signatur.

Darstellung : ca. 24 × 16 cm
Blattmaß : 42 × 30 cm

Das Blatt tls. schwach altfleckig.
Neben dem linken Arm (vom Betrachter aus) eine kleine Schabstelle.
Am Blattunterrand gebräunt und mit Einheftungspuren.





Pablo Picasso (1881 Málaga-1973 Mougins) : Plakat zur Ausstellung bei Louise Leiris, Paris, 1972

Pablo Picasso (1881 Málaga – 1973 Mougins)

Original-Plakat zur Ausstellung bei Louise Leiris -
172 Dessins Récents

Paris / 1er Décembre 1972 au 13 Janvier 1973.

Offset-Farblithographie von H. Deschamps bei Mourlot
Blattmaß : 72 × 48 cm (vollrandig erhalten)

Rundum in sehr schöner Erhaltung:
keine Knicke, keine Lichtränder, keine Randfehler, keine Beschabungen etc.
Das Plakat war offensichtlich nie in Gebrauch, schon seinerzeit ein Sammelobjekt.

220 EUR





Markus von Gosen (1913 Breslau-2004 Prien a. Chiemsee) : Silberfasan. - Lithographie, 1957

Markus von Gosen (1913 Breslau-2004 Prien a. Chiemsee)

“Silberfasan”

Lithographie, 1957
Handsigniert, datiert und betitelt.
Rückseitig : Markus v. Gosen II/1 (wohl Auflagenbez.)

Darstellung : 45 × 60,5 cm.
Blattmaß : 49 x 63 cm.
Papier mit Wasserzeichen (Hahenmühle)

Eine leicht Papierbräunung wurde professionell rückgängig gemacht. Das Blatt insgesamt in guter Erhaltung (keine Risse, Knicke etc.)

Vita : “Markus von Gosen : [Geboren] 8.11.1913 Breslau, [gest.] 20.11.2004 Prien [am Chiemsee]. – Maler, Graphiker und Kunsthandwerker. – Sohn des Bildhauers Theodor von Gosen (1873-1943) und Enkel des Malers Hugo Kauffmann (1844-1915). Nach dem Besuch der Kunstgewerbeschule in Breslau studierte Markus von Gosen an der Münchner Akademie bei Olaf Gulbransson. 1946 kam er nach Prien. Einige Zeit zeichnete er Illustrationen für diesatirische Zeitschrift „Simplicissimus”. Neben Farbholzschnitten widmete sich Gosen mit dem Entwurf und der Ausführung von Gobelins, Mosaiken, Intarsien und Glasfenstern vor allem der angewandten Kunst. Tierbilder bestimmen sein malerisches und graphisches Werk. In Rosenheim finden sich im öffentlichen Raum zahlreiche Beispiele für Gosens Kunst am Bau, darunter die Fassadenmalereien am „Ärztehaus” in der Salinstraße. Gosen war Mitglied des Rosenheimer Kunstvereins. 1963 und 1990 widmete ihm die Städtische Galerie zwei Einzelausstellungen. – Literatur: Vollmer, Ausst.-Kat. SGR Gosen 1990, Ausstellungs-Katalog Kunstverein Rosenheim 1994, Oberbayerisches Volksblatt 28.3.2003, OVB 23.11.2004” (Karl Mair / Michael Pilz : Rosenheimer Stadtbilder. Ansichten aus fünf Jahrhunderten. – 2. Teil. – Hrsg. Historischer Verein Rosenheim e.V. – Rosenheim 2006, S. 217 (Reihe : Quellen und Darstellungen zur Geschichte der Stadt und des Landkreises Rosenheim, Band XV/II). – [Fasan, Lophura nycthemera].

Literatur : Ausstellung der Familien Kauffmann und von Gosen. Galerie im Alten Rathaus, 15. Okt.-27. Nov. 1988. – Über die Familie v. Gosen siehe auch : R. Negendanck : Künstlerlandschaft Chiemsee. – Fischerhude 2008, S. 252-255.

125 EUR





Markus von Gosen (1913 Breslau-2004 Prien a. Chiemsee) : Seerosen. - Farblithographie, 1965

Markus von Gosen (1913 Breslau-2004 Prien a. Chiemsee)

Seerosen

Farblithographie, 1965.
Handsigniert und nummeriert : Nr. 11 von insgesamt 12 Exemplaren.

Darstellung : 35 × 49 cm
Blattmaß : 43,5 × 56 cm

Die Darstellung in schöner Erhaltung.
Am Blattrand (außerhalb der Darstellung) fein mit Japan geschlossener kleiner Riß.

Vita : “Markus von Gosen : [Geboren] 8.11.1913 Breslau, [gest.] 20.11.2004 Prien [am Chiemsee]. – Maler, Graphiker und Kunsthandwerker. – Sohn des Bildhauers Theodor von Gosen (1873-1943) und Enkel des Malers Hugo Kauffmann (1844-1915). Nach dem Besuch der Kunstgewerbeschule in Breslau studierte Markus von Gosen an der Münchner Akademie bei Olaf Gulbransson. 1946 kam er nach Prien. Einige Zeit zeichnete er Illustrationen für diesatirische Zeitschrift „Simplicissimus”. Neben Farbholzschnitten widmete sich Gosen mit dem Entwurf und der Ausführung von Gobelins, Mosaiken, Intarsien und Glasfenstern vor allem der angewandten Kunst. Tierbilder bestimmen sein malerisches und graphisches Werk. In Rosenheim finden sich im öffentlichen Raum zahlreiche Beispiele für Gosens Kunst am Bau, darunter die Fassadenmalereien am „Ärztehaus” in der Salinstraße. Gosen war Mitglied des Rosenheimer Kunstvereins. 1963 und 1990 widmete ihm die Städtische Galerie zwei Einzelausstellungen. – Literatur: Vollmer, Ausst.-Kat. SGR Gosen 1990, Ausstellungs-Katalog Kunstverein Rosenheim 1994, Oberbayerisches Volksblatt 28.3.2003, OVB 23.11.2004” (Karl Mair / Michael Pilz : Rosenheimer Stadtbilder. Ansichten aus fünf Jahrhunderten. – 2. Teil. – Hrsg. Historischer Verein Rosenheim e.V. – Rosenheim 2006, S. 217 (Reihe : Quellen und Darstellungen zur Geschichte der Stadt und des Landkreises Rosenheim, Band XV/II). – [Truthahn/Meleagris gallopavo]

Literatur : Ausstellung der Familien Kauffmann und von Gosen. Galerie im Alten Rathaus, 15. Okt.-27. Nov. 1988. – Über die Familie v. Gosen siehe auch : R. Negendanck : Künstlerlandschaft Chiemsee. – Fischerhude 2008, S. 252-255.

95 EUR





Markus von Gosen (1913 Breslau-2004 Prien a. Chiemsee) : Meeresfische mit Seestern. - Farblithographie, 1959

Markus von Gosen (1913 Breslau-2004 Prien a. Chiemsee)

Meeresfische mit Seestern

Farblithographie, 1959.

Unten links mit Auflagenbezeichnung : Nr. 15 von insgesamt 59 Exemplaren.

Das Blatt lag unter einem von M. v. Gosen selbst gefertigten Passepartout, worauf sich auch Signatur und Datierung befanden. Aus konservat. Gründen mußte es jedoch abgenommen werden. Ein Teilstück mit Sig./Dat. liegt jedoch bei.

Darstellung : 39 × 49 cm.
Blattmaß : 49 × 62,5 cm.
Papier mit Wasserzeichen (Hahnenmühle).

Die Darstellung in sehr schöner Erhaltung.
Die breiten/weißen Blattränder mit schwachen/blassen Resten alter Montierungsstreifen. Ein allfälliges Passepartout würde diese überdecken

Vita : “Markus von Gosen : [Geboren] 8.11.1913 Breslau, [gest.] 20.11.2004 Prien [am Chiemsee]. – Maler, Graphiker und Kunsthandwerker. – Sohn des Bildhauers Theodor von Gosen (1873-1943) und Enkel des Malers Hugo Kauffmann (1844-1915). Nach dem Besuch der Kunstgewerbeschule in Breslau studierte Markus von Gosen an der Münchner Akademie bei Olaf Gulbransson. 1946 kam er nach Prien. Einige Zeit zeichnete er Illustrationen für diesatirische Zeitschrift „Simplicissimus”. Neben Farbholzschnitten widmete sich Gosen mit dem Entwurf und der Ausführung von Gobelins, Mosaiken, Intarsien und Glasfenstern vor allem der angewandten Kunst. Tierbilder bestimmen sein malerisches und graphisches Werk. In Rosenheim finden sich im öffentlichen Raum zahlreiche Beispiele für Gosens Kunst am Bau, darunter die Fassadenmalereien am „Ärztehaus” in der Salinstraße. Gosen war Mitglied des Rosenheimer Kunstvereins. 1963 und 1990 widmete ihm die Städtische Galerie zwei Einzelausstellungen. – Literatur: Vollmer, Ausst.-Kat. SGR Gosen 1990, Ausstellungs-Katalog Kunstverein Rosenheim 1994, Oberbayerisches Volksblatt 28.3.2003, OVB 23.11.2004” (Karl Mair / Michael Pilz : Rosenheimer Stadtbilder. Ansichten aus fünf Jahrhunderten. – 2. Teil. – Hrsg. Historischer Verein Rosenheim e.V. – Rosenheim 2006, S. 217 (Reihe : Quellen und Darstellungen zur Geschichte der Stadt und des Landkreises Rosenheim, Band XV/II). – [Truthahn/Meleagris gallopavo]

Literatur : Ausstellung der Familien Kauffmann und von Gosen. Galerie im Alten Rathaus, 15. Okt.-27. Nov. 1988. – Über die Familie v. Gosen siehe auch : R. Negendanck : Künstlerlandschaft Chiemsee. – Fischerhude 2008, S. 252-255.

95 EUR





Markus von Gosen (1913 Breslau-2004 Prien a. Chiemsee : Truthühner. - Farlinolschnitt/Farbholzschnitt

Markus von Gosen (1913 Breslau-2004 Prien a. Chiemsee)

Truthühner

Farblinolschnitt,
üblicherweise als Farbholzschnitt bezeichnet.

Auf Japanpapier. Unten re. handsigniert,
ohne Auflagenbezeichnung.

Blattmaß : 50 × 62,5 cm.

Erhaltungsmängel :
- Einige Braunflecken v.a. an den Darstellungsrändern.

- Die Blattränder (außerhalb der Darstellung) rundum fleckig, einige Stellen (v.a. in den Ecken) mit Japan angesetzt. Ein allfälliges Passepartout würde diese Mängel überdecken.

Vita : “Markus von Gosen : [Geboren] 8.11.1913 Breslau, [gest.] 20.11.2004 Prien [am Chiemsee]. – Maler, Graphiker und Kunsthandwerker. – Sohn des Bildhauers Theodor von Gosen (1873-1943) und Enkel des Malers Hugo Kauffmann (1844-1915). Nach dem Besuch der Kunstgewerbeschule in Breslau studierte Markus von Gosen an der Münchner Akademie bei Olaf Gulbransson. 1946 kam er nach Prien. Einige Zeit zeichnete er Illustrationen für diesatirische Zeitschrift „Simplicissimus”. Neben Farbholzschnitten widmete sich Gosen mit dem Entwurf und der Ausführung von Gobelins, Mosaiken, Intarsien und Glasfenstern vor allem der angewandten Kunst. Tierbilder bestimmen sein malerisches und graphisches Werk. In Rosenheim finden sich im öffentlichen Raum zahlreiche Beispiele für Gosens Kunst am Bau, darunter die Fassadenmalereien am „Ärztehaus” in der Salinstraße. Gosen war Mitglied des Rosenheimer Kunstvereins. 1963 und 1990 widmete ihm die Städtische Galerie zwei Einzelausstellungen. – Literatur: Vollmer, Ausst.-Kat. SGR Gosen 1990, Ausstellungs-Katalog Kunstverein Rosenheim 1994, Oberbayerisches Volksblatt 28.3.2003, OVB 23.11.2004” (Karl Mair / Michael Pilz : Rosenheimer Stadtbilder. Ansichten aus fünf Jahrhunderten. – 2. Teil. – Hrsg. Historischer Verein Rosenheim e.V. – Rosenheim 2006, S. 217 (Reihe : Quellen und Darstellungen zur Geschichte der Stadt und des Landkreises Rosenheim, Band XV/II). – [Truthahn/Meleagris gallopavo]

Literatur : Ausstellung der Familien Kauffmann und von Gosen. Galerie im Alten Rathaus, 15. Okt.-27. Nov. 1988. – Über die Familie v. Gosen siehe auch : R. Negendanck : Künstlerlandschaft Chiemsee. – Fischerhude 2008, S. 252-255.

195 EUR





Hans Balthasar Bouroard (?) : Arkadische Landschaft. - Aquarell über Feder

Hans Balthasar Bouroard (?) :

Arkadische Landschaft.

Aquarell (laviert) über Feder.
unten rechts siginiert.

1. Hälfte 19. Jahrhundert

Darstellung : 20 ×21,5 cm
Unterlageblatt : 24,3 × 25,3 cm

Auf Bütten und nochmals alt auf grau/bläuliches Bütten aufgezogen.
Die Darstellung gut erhalten, die Blattränder (außerhalb der Darstellung) altfleckig.

Insgesamt schöner Altersschmelz.

85 EUR






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