Landschaft
Farblinolschnitt,
signiert, nummeriert und datiert :
Ex. 45 von insg. 150 Abzügen – Hermann Ober – 1973
Darstellung : 29,5 × 25,5 cm
Blattgröße : 60 × 42,5 cm
In schöner, sehr breitrandiger Erhaltung.
H. Ober, Maler u. Graphiker studierte in Salzburg u. München. Wandbilder in den Bahnhöfen Freilassing u. Bad Reichenhall, Mosaiken im Bahnhof Traunstein.
Landschaft im Mondschein
Aquarell über Federzeichnung auf Papier,
unten links bezeichnet/signiert :
“Gezeichnet nach der Natur von Anton Balzer”
Wir weisen daraufhin, dass es sich nicht um eine kolorierte Umrißradierung handelt, wie es in der Abb. möglicherweise den Anschein haben mag, sondern um ein Aquarell über Feder.
Blattgröße : 33,5 × 43 cm
Das Blatt zeigt sehr starke Alterspuren : Wasserfleckig v.a. in der Himmelspartie, partielle, oberflächliche Bereibungen, mehrere hinterlegte Randeinrisse (davon einer an der Oberseite 7 cm in die Darstellung reichend). Einige geglättete Knickspuren v.a. an der rechten oberen Ecke. Am linken Bildrand 2 hinterlegte dünne Papierstellen. – Trotz der erheblichen Mängel ein vollgültiges, charmantes Blatt.
Vita : “Anton (Antonín Karel), auch Zeichner, Verleger, get. 18.8.1771 Lysá nad Labem (nicht Prag), †19.12.1807 Prag …. ABK Wien, Graph. Inst., bei Jakob Schmutzer; 1788/89 KA Dresden bei C.G. Schulze und J. Chr. Klengel (lt.Scheyer auch bei Zingg ebd.). Von Anfang an interessierte sich B. für Landschaftsstiche (bereits 1788 Landschaftszeichnungen und Vorlagen für Stiche des Vaters). In Dresden machte er sich u.a. mit Kompositionsprinzipien von Landschaften, Veduten und der Technik von farbger Radierung und Aquatinta bekannt. Er bereiste (teils mit 6) Böhmen, die Alpenländer, Tirol und N-Italien (bes. Venedig). Um 1790 entstanden stimmungsvoll-maler. Ansichten von Karlstejn und St.Ivan; 1792/93 u.a. Ansichten vom Riesengebirge in der Manier engl. Farbstiche (Das Riesengebirge nebst einigen Gegenden von Adersbach…, Prag 1794, 24 Bll., Folioformat). Den detailtreuen Ansichten von Böhm. Sternberg, Karlsbad, Tetschen und Prag sowie Landschaftsvorlagen (hrsg. 1800) folgten 1802-04 z.T. idyll. aufgefaßte Motive von seinen Reisen (Eine Sammlung malerischer Gegenden von Oberrösterreich, Salzburg, Berchtesgaden, Tirol und einem Theile des venetianischen Gebietes, 1804). Daneben auch Stiche nach Vorlagen aus den Prager Gal. (u.a. nach A.Everdingen, J.Ruysdael, P.Brandl, Aug. Querfurt; zahlr. Tierstudien nach J.H. Roos und J.Chr. Klengel) sowie Portr. (ersch. in: F.M. Pelzel, Abb. böhm. und mähr. Gelehrten und Künstler, I-IV, Prag 1773-82). Sein Oeuvre umfaßt ca. 250 Stiche. – B.s Bedeutung besteht v.a. in der Einführung und Verbreitung der Aquatinta-Technik in Böhmen, die Herzinger an der Prager ABK einführte. Char. ist die Differenzierung versch. Vegetationsarten (Punkte bzw. Striche), womit er eine Prager Tradition gründete und Einfluß auf jüngere Künstlergenerationen ausübte (u.a. auf Antonín Mánes). Als erster Vertreter des Naturkultes im Sinne von Rousseau in Böhmen wurde B. zum Vorläufer der böhm. Romantik. – B. war auch als Verleger von klein- und großformatigen Kpst. tätig; bereits 1795 als “Kunsthändler” erwähnt, besaß er A. des 18.Jh. zus. mit 6 ein Geschäft in Starý Ungelt. – WERKE LOS ANGELES Mus. of Art. MLADÁ BOLESLAV, Burg, Kreis-Mus. NÜRNBERG, German. Nat.-Mus. PRAG, Nat.-Gal. – Nat.-Mus. – Kunstgew.-Mus. – Strahov, Bibl. ROUDNICE NAD LABEM, Gal., ehem. Slg. Lobkowitz. SALZBURG, Mus. Carolino Augusteum, Graph. Slg. – AUSSTELLUNGEN E: 1968 Prag, Nat.-Gal.: Jan und Antonín B., Graphik (Kat.). – G: 1963 Coburg: Sächs. und thüring. Landschaften um 1800 aus dem Kpst.-Kab. der Veste Coburg (Kat.). – Addenda – WERKE REGENSBURG, Ost-dt. Gal., Slg Haselbach. – BIBLIOGRAPHIE Zeit-Reisen. Hist. Schlesien-Ansichten aus der Graphik-Slg Haselbach (K Wander-Ausst.), Marburg 2007.” (Saur, AKL VI, 1992, 539)
“Figur 31.10.1975”
6farbiges Originaloffset
Druck Matthieu AG, Düsseldorf.
Auflage Nr. 9291 von insgesamt 10000 signierten Exemplaren.
Numeriert und handsigniert.
Bildgröße : 19 × 12,1 cm
In guter Erhaltung.
Diese Orig.-Grafik war beigegeben : Walter Koschatzky: Die Kunst der Graphik. Technik, Geschichte, Meisterwerke. – Sonderausgabe für die Edition Volker Huber 1975.
Vita : “Horst Antes studierte von 1957 bis 1959 bei HAP Grieshaber an der Akademie der bildenden Künste in Karlsruhe Malerei. Durch Grieshaber gehörte er zu einer Gruppe von Malern mit eigenständigen Profilen, wie Walter Stöhrer und Heinz Schanz. An der Karlsruher Akademie ist er seit 1967 Professor für Malerei und leitet eine Malklasse. 1962 hielt er sich in Florenz (Villa Romana), 1963 in Rom (Villa Massimo) auf, wo der Kopffüßler erstmals dreidimensional ausgestellt wurde. 1966 entwarf er Metallplastiken für einen Garten der sieben Denkmäler der Lüste, die Antes 1967 anlässlich der Bundesgartenschau für den Botanischen Garten in Karlsruhe ausstellte. 1968 erhielt er eine Gastprofessur an der Hochschule für Bildende Künste (heute Universität der Künste) in Berlin. Seit 1983 ist er Mitglied der Freien Akademie der Künste Hamburg.
Ausgehend von der informellen Nachkriegsmalerei suchte Horst Antes als einer der ersten Pioniere der gegenständlichen Malerei nach neuen Möglichkeiten der figurativen Malerei, wobei er in Willem de Kooning, der informelle und figurative Elemente verknüpfte, ein Leitbild fand. Er ist Mitbegründer der neuen figurativen Malerei in Deutschland. Kennzeichnend sind seine ab 1962 entstandenen Kopffüßler, bei denen Anregungen durch die Katchina-Puppen der Puebloindianer eine Rolle spielten, die lange Zeit sein einziges Motiv waren. Ein Kopffüßler, eine sogenannte „Kunstfigur“, besitzt keinen Hals, wenig Brust und Bauch. Kopf und Füße scheinen in eins überzugehen. Horst Antes war Teilnehmer der documenta III (1964), der 4. documenta (1968), und auch der documenta VI im Jahr 1977 in Kassel. Er lebt und arbeitet in Karlsruhe, Berlin und Castellina in Chianti (SI) in Italien. (Wikipedia 22.02.10)
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