[Anonymus] : Albert Pettenkofer (Portrait). - Lithographie, ca. 1850

[Anonymus] :

Portrait : “Dr. Albert Pettenkofer”

Lithographie, wohl um 1850.
Bezeichnet : Dr. Albert Pettenkofer / (gest. 15. Sept. 1842)

Darstellung (ohne Schrift) : ca. 16 × 16 cm
Blattmaß : 28 × 19 cm

Erhaltungseinschränkung :
Das Blatt berieben, knittrig, angestaubt und altfleckig.
Am Unterrand eine Hinterlegung (8 × 4 cm).
Alt am Oberrand auf Unterlagekarton montiert.

Das Augsburger Intelligenzblatt meldet am 21 Sept. 1842,
dass der Dr. der Medizin und prakt. Arzt, Albert Pettenkofer, aus Oettingen, 29 Jahre alt, an Schlagfluß verstorben ist.

Oettingen (Ries), Nördlingen

85 EUR





Jakob Kallenberg (1540-1605): Landsknechte als Fahnenschwinger. - Holzschnitt, 1545

Landsknechte als Fahnenschwinger.

Holzschnitt(e), 1545.
2 Holzschnittte auf 1 Blatt (Vor- u. Rückseite).

Aus : Jacob Köbel, Wapen des Heyligen Römischen Reichs Teutscher Nation […], 1545 (Exemplar der 1. Auflage, 1579 erschien noch eine 2. Aufl.).

Darstellungen : ca. 14 × 21,5 cm – Blatt : 28 × 18 cm.

Zuschreibung an Jacob Kallenberg, unten rechts monogrammiert : “I.K.”
(nachgewiesen tätig in Bern ca. 1535/65).

Erhaltung : Gute Drucke auf festem Büttenpapier, nur leicht altfleckig.
Der Druck der Rückseite jeweils leicht umseitig durchschlagend. Eine Hinterlegung mit dunklem Papier würde dies stark vermindern. – Das Blatt ist nicht, wie gelegentlich auch zu finden, gespalten und damit seiner Rückseite beraubt, sondern beidseitig original bedruckt.

Literatur : Zu den beiden Ausgaben (1545/1579) s. Katalog der Lipperheideschen Kostümbibliothek sowie Josef Benzing : Jacob Köbel […] Bibliographie seiner Drucke und Schriften.

“Die Landsknechte waren nicht nur für ihre Kampfkraft, sondern auch für ihr extravagantes Erscheinungsbild bekannt. Ihre äußerst bunte Bekleidung bestand aus gepufften und geschlitzten Hemden und Hosen, zu denen sie eine Bundhaube bzw. schräg darüber ein breitkrempiges mit Federn und Wollbüschen bunt geschmücktes Barett aufsetzten. An den Füßen trugen sie die nach ihrer Form benannten Kuhmaulschuhe. Typisch waren auch das vor der Brust verschnürte Lederwams und bunt gefärbte Socken. Der Ursprung der geschlitzten Mode ist unklar; so wird vermutet, dass die enge Kleidung des späten 15. Jahrhunderts im Kampf äußerst hinderlich war. Die Landsknechte schlitzten sie deshalb auf, banden sich Stofffetzen um die Ärmel und ließen die dicken Unterstoffe herauspludern … Die auffällige gepuffte und geschlitzte Kleidung der Landsknechte, die eine imponierende Wirkung erzielen sollte, wurde in adeligen Kreisen als Anmaßung betrachtet. Auf Initiative Maximilians I. billigte ihnen der 1503 tagende Reichstag zu Augsburg jedoch das Recht zu, sich nach eigenem Gutdünken zu kleiden. Die Bekleidung war absolut uneinheitlich, lediglich die Offiziere waren meist durch eine bunte Schärpe erkennbar … Die Kleidung der Landsknechte beeinflusste die zivile Mode des damaligen Europas stark und wurde sogar in Stahl nachgebildet. So entstanden gepuffte und geschlitzte Paraderüstungen, die repräsentativen Zwecken dienten. Der Brayette genannte Genitalschutz der damaligen Rüstungen war ein stählernes Abbild des Hosenlatzes der Landsknechte.” (Wikipedia, 30.12.07). – SW: Lansquenet, Katzbalger, Renaissance-Waffen, Renaissancekleidung, Landsknechtmode, auch Jakob Kallenberg).

125 EUR





Joan Miró (1893 Barcelona - 1983 Palma de Mallorca) : La Danse du Feu. - Farblithographie, 1963

Joan Miró (1893 Barcelona – 1983 Palma de Mallorca) :

“La Danse du Feu”

Orig.-Farblithographie, 1963.
Nicht signiert.

Das Blatt entstammt unmittelbar aus :
DERRIERE LE MIROIR : MIROARTIGAS.
Paris, bei Maeght, 1963.

Darstellung/Blattgröße : 38 × 56 cm (gerahmt).

Auf einem Doppelblatt!
Das Blatt ist entsprechend in der vertikalen Mitte gefaltet. Auf dem Scan bildseitig weniger erkennbar als in natura. Die Abbildung der Rückseite zeigt die Falte deutlicher.

Rückseitig Text, so original.

Erhaltung : In den äußersten Ecken und an den Enden des Mittelfalzes ganz minimale – im üblichen Betrachterabstand wohl kaum wahrnehmbare Druckspuren – sonst sauber/frisch.

125 EUR





Joan Miró (1893 Barcelona - 1983 Palma de Mallorca) : Farblithographie VI, aus Lithographe II, 1975

Joan Miró (1893 Barcelona – 1983 Palma de Mallorca) :

Orig.-Farblithographie (no). VI, 1975.

Aus : Joan Miro, Raymond Queneau :
Lithographe Vol 2., 1953-1963, Paris, Fernand Mourlot / Maeght Editeur, 1975,
nicht signiert.

Darstellung/Blattgröße : 32 × 49,5 cm

Die Lithographie befindet sich auf einem Doppelblatt,
der originale Falz in der Mitte wurde rückseitig verstärkt, somit liegt das Blatt plan und der Falz ist unauffällig. – Rückseitig Text, so original (siehe Abb.).

In sehr schöner, frischer Erhaltung.

55 EUR





Rudolf Schawo (1916 bei Verdun vermißt) : Neuburg an der Donau. - Aquarell, signiert

Rudolf Schawo (1916 bei Verdun vermißt)

Ansicht von Neuburg an der Donau.

Aquarell,
unten rechts signiert : R. Schawo

Darstellung (Lichte) : 25 × 38,5 cm
Rahmen : 27,5 × 41 cm

R. Schawo ist seit 1916 bei Verdun vermißt (s. Mitteilungen der Neuburger Studiengenossenschaft 3/2014, dort abgebildet auch eine Zeichnung v. R. Schawo aus dem Feld)

Das Aquarell mit nur geringen Altersspuren, der zeitgenöss. Rahmen in den Ecken unwesentlich bestoßen, jedoch fest.

125 EUR





Georges Braque (1882-1963) : MARINE - Farblithographie nach Georges Braque, 1952

Georges Braque (1882-1963) :

MARINE

Farblithographie nach Georges Braque, 1952.
Im Stein bezeichnet – nicht handsigniert, nicht nummeriert.

Die Übertragung auf den Stein führte Georges Braque nicht selbst aus,
dies wurde von den Druckern bei Mourlot Frères (Paris) besorgt.

Als graphische Beilage erschienen in der Pariser Kunst-Zeitschrift :

“Derriere le Miroir” (DLM). Paris, Aimé Maight Éditeur, 1952,
gedruckt bei Mourlot. Auflage der Ausgabe : ca. 2000 unsignierte Exemplare.

Darstellung : 27 × 35 cm
Blatt : 36 × 46 cm

Das Doppelblatt mittig mit einem originalen vertikalen Bug,
dieser ist deutlich sichtbar. Kein eigentlicher Mangel, sondern ein Echtheitsmerkmal.
Rückseitig typograph. bedruckt.

Der extrem breite weiße/unbedruckte Blattrand am linken Rand mit
dünner Drucklinie und kleiner Verfärbung offensichtl. schon beim Druck passiert).
Ein allfällliges Passepartout würde diesen kleinen Mangel ohnehin überdecken.

Zu der in der Zeitschrift gedruckten Auflage erschienen noch 200 nummerierte u. handsignierte Exemplare auf besserem Papier.
Ein soches Expl. liegt uns hier nicht vor.

65 EUR





Claude Gaveau (*1940 Neuilly-sur-Seine) : Fleurs Mauriciennes. - Farblithographie, 1995

Claude Gaveau (*1940 Neuilly-sur-Seine) :

“Fleurs Mauriciennes”

Farblithographie, unten rechts handsigniert,
unten links numeriert : Nr. 65 von insgesamt 150 Exemplaren.

Nicht datiert : Um 1995.

73,5 × 55,8 cm
In sehr schöner, frischer Erhaltung.

175 EUR





William Unger (1837 Hannover-1932 Innsbruck) : "Bacchantenzug". - Radierung nach Franz v. Stuck, 1902

William Unger nach Franz (von) Stuck :

“Bacchantenzug”

Bacchanal, Bacchanalien.

Großformatige Radierung in Braun, 1902.
In der Platte unten rechts bezeichnet : “Franz Stuck”

Das entsprechende Gemälde bei Heinrich Voss : Franz von Stuck 1863-1928. Werkkatalog der Gemälde. – München, 1973 – 159/223, Abb. S. 133.

Darstellung: ca. 46 × 75 cm (gemessen im verglasten Rahmen).
Rahmenmaß : 69 × 98 cm.

In einer Verlagsanzeige wird die “Bildfläche” original mit 47 × 76 cm angegeben.

Unter Glas. In einem offensichtlich verlagsseits mitgelieferten Jugendstilrahmen, der formal sehr an die Stuck-Rahmen angelehnt ist (s. Messinglisenen).
Gehrungen minimal geöffnet, minimale Bestoßungen – insgesamt in sehr schöner, gepflegter Erhaltung.

Die Radierung – auf sehr starkem Kupferdruckkarton – ist bis an den Bildrand und teils einige Millimeter (bis vielleicht einen Zentimeter) darüberhinein beschnitten. Ansonsten in schöner Erhaltung. Wir haben aus konservatorischen Gründen zwischen Holzabdeckung und Blattrückseite einen säurefreien Karton gelegt. (Selbstverständlich wurde dabei auch das Glas gereingt). Der Rahmen teils leicht angestoßen sowie mit unwesentlichen Druckstellen u. kleinen Kratzern. – Alles in allem schöner, stimmiger Gesamteindruck.

Zur Abb.: Der “Nebel” in der Abb. mit Rahmen v.a. unten rechts ist eine Spiegelung und ist nicht auf dem Bild in natura.

Ein Versand des großen und sehr schweren, verglasten Stückes ist nicht möglich. Gerne liefern wir aber bis zu einer Entfernung von 100 km persönlich aus. Bei größeren Entfernungen bitten wir, uns entgegenzukommen.

345 EUR





Detlef Willand (*1935) : Segelschiff. - Holzschnitt aus der Folge : Dekade zehn Augenblicke, 1989/1990

Detlef Willand (*1935) :

Das Schiff

Holzschnitt (Druckfarbe blau) aus der Folge : “Dekade zehn Augenblicke”.
In Holz geschnitten 1989 – gedruckt/verlegt 1990.

Rückseitig der Holzschnitt (schwarz/weiß): “Die Raben Hugin und Munin” (siehe Abb. 3).

Bietigheim Verlag “Galerie im Unteren Tor”, Stefan Heiland.

Exemplar außerhalb der Auflage mit Gefälligkeitssignatur (unten rechts).

Bitte beachten : Wir bieten auch ein Exemplar ohne Signatur
und ohne Rückseitenholzschnitt (Hugin/Munin) an,
dafür auf blütenweißem Büttenpapier.

Darstellung/Blattmaß : 53,3 × 50,5 cm (original bis an die Ränder bedruckt).

Gedruckt auf 250 g Kontakt-Offsetkarton.

In unberührt frischer Erhaltung.
Noch nie gerahmt bzw. unter Passepartout,
daher auch keine Lichtränder, Montagespuren etc.

Das Hintergrundweiß erscheint auf den Abbildungen abbild.-techn. bedingt zu abgeschattet/dunkel, in natura aber ist es ein Hellweiß.

95 EUR





Luigi Kasimir (1881 Pettau-1962 Wien) : Dollnstein (Altmühltal). - Farbradierung

Luigi Kasimir (1881 Pettau-1962 Wien) :

“Dol(l)nstein a. d. Altmühl” (Nachtprospekt, ehem. Brückentor).

Farbradierung.

In der Platte unten rechts ortsbezeichnet,
darunter mit Bleistift signiert.

Darstellung : 39 × 30 cm.
Rahmen : 42 × 52 cm.

Die Darstellung in sehr schöner Erhaltung, lediglich im breiten/weißen Rand wenige Stockfleckchen. Passender zeitgenössisch alter Wellenleistenrahmen. –
So, mit diesem feinen/unberührten Alterschmelz dürften Blatt und Rahmen wohl kaum mehr zu finden sein.

Rückseitig Klebezettel (Bilder-Rahmen) Hugo Harnisch, Hamburg.
Offensichtlich eine der Luigi-Kasimir-Vertriebsstellen (darauf verweist die Nachbestellnr.).

Umgebung : Altmühltal, Eichstätt, Solnhofen, Mörnsheim, Wellheim, Altmühljura

165 EUR





Pablo Picasso (1881 Málaga-1973 Mougins) : Plakat zur Ausstellung bei Louise Leiris, Paris, 1972

Pablo Picasso (1881 Málaga – 1973 Mougins)

“172 Dessins Récents”

Original-Plakat zur Ausstellung bei Louise Leiris -
Paris / 1er Décembre 1972 au 13 Janvier 1973.

Offset-Farblithographie von H. Deschamps bei Mourlot.
Blattmaß : 72 × 48 cm (vollrandig erhalten).

Rundum in sehr schöner Erhaltung:
keine Knicke, keine Lichtränder, keine Randfehler, keine Beschabungen etc.
Das Plakat war offensichtlich nie in Gebrauch, schon seinerzeit ein Sammelobjekt.

128 EUR





Gustav Kampmann (1859 Boppard-1917 Bad Godesberg) : Mondaufgang. - Künstlersteinzeichnung/Lithographie, im Verlag von Teubner/Leipzig

Gustav Kampmann (1859 Boppard-1917 Bad Godesberg) :

“Mondaufgang”

Farblithographie/Künstlersteinzeichnung.

Im Stein mit der Künstlerbezeichnung (G. Kampmann)
sowie mit dem Verlagssignet von Teubner, Leipzig.

Randschrift oben u. seitl. u.a.:
Künstlerischer Wandschmuck – Deutsche Künstler-Steinzeichnungen – Kunstdruckerei Künstlerbund Karlsruhe.

Darstellung : 70 × 100 cm
Blattmaß : 73 × 103 cm (vollrandig mit Umschrift erhalten).

Erhaltungseinschränkungen :

- Mehrere mit Japanpapier sauber geschlossene Randeinrisse, diese auch
jeweils nur bis knapp an die Darstellung reichend – aus der üblichen Betrachterdistanz zu diesem kapitalen Blatt-
wohl kaum merklich/störend.

- Wenige schwache Fingerknicke, ebenfalls aus üblichen Abstand unauffällig.
Das Blatt ist ingesamt plan, ohne Wellungen, auch ohne Beschabungen/Kratzer etc.

- Der Papierrand um die Darstellung (mit Titel u. Verlagsangaben) der häufig abgetrennt wurde (insbes. zur vorgesehenen Rahmung),
hier noch vollständig erhalten, wenn auch mit deutlichen Spuren einer vormaligen umlaufenden Umknickung nach hinten
(Beschabungen, Knicke, Bestoßungen).

Alles in allem, v.a. auch in Anbetracht der Größe des Blattes eine ungewöhnlich schöne, ansprechende Erhaltung.

G. Kampmann, Mitbegründer des Karlsruher Künstlerbundes sowie Mitglied der ersten Generation der Grötzinger Malerkolonie,
zus. mit Karl Biese, Jenny u. Otto Fikentscher, Franz Hein, Friedrich Kallmorgen.

Ein Versand dieser übergroßen Lithographie ist etwas aufwändig. Eine Abholung aus München wäre von Vorteil.

285 EUR





Carl Kessler (1876 Coburg - 1968 München) : Braunwald (mit Ortstock links) und Höch Turm

Carl Kessler (1876 Coburg – 1968 München) :

Braunwald (mit Ortstock links) und Höch Turm.

Die Ortsbestimmung erfolgte nach frdl. Auskunft eines kundigen Schweizer Landsmannes.

Aquarell, signiert.

Nicht datiert : ca. 1920-1935.
Darstellung/Blatt : 36,7 × 47,4 cm.

Die äußersten Blattkanten leicht angestoßen.
Kaum merkliche, äußerst schwache Braunfleckchen im linken Bildbereich.
An der li. Blattkante (ganz außen) kleines Fleckchen (wenige Millimeter).

Vita : C. Kessler wurde 1876 in Coburg geboren. Er besuchte die Kgl.-Sächsische Kunstgewerbeschule, wechselte 1899 an die Münchener Kunstakademie über. Dort schrieb er sich in der Naturklasse von Karl Raupp ein. Etwa ab 1910 spezialisierte er sich mehr u. mehr auf Winterlandschaften. Seine Motive fand er v.a. in den bayerischen Alpen, in Tirol u. der Schweiz. Er war Mitglied der Münchner Künstlergenossenschaft (später der Abspaltung, der “Luitpoldgruppe”) und beschickte von 1911 an häufig die Ausstellungen im Glaspalast (meist Aquarelle mit Gebirgsmotiven) : 1911-1914 (1915 fand keine Ausstellung statt), 1916-1920 sowie 1930. – 1931 brannte der Glaspalast ab. – Die zeitgenössische Kunstkritik rühmt Kessler als Meister des Aquarells. – Referenzliteratur (Auswahl) : Thieme-Becker, Bd. XX, 1927, S. 210. – Dresslers Kunsthandbuch, Bd. II, Bln. 1930. – Ausstellungskatalog aus der Privatgalerie des Prinzregenten Luitpold von Bayern, Mchn. 1913.

195 EUR





Portrait : Maria Margareta de Barlemont Comitissa Hegmondana. - Kupferstich von Jacobus Nefs nach Anton van Dyck, ca. 1650

Portrait : “[…] Maria Margareta de Barlemont Comitissa Hegmondana”
(Marie-Marguerite de Berlaymont).

Kupferstich, um 1650.
In der Platte bezeichnet : “Ant. van Dyck pinxit. / Iacobus Nefs sculpsit. / Iones. Meyssens exc[udit].

Anton van Dyck : 1599-1641

Darstellung (mit Plattenrand) : 27,5 × 20 cm
Blattf: 36 × 26,5 cm

Referenz : Wohl New Hollstein 110.III (Van Dyck)

Schöner, kräftiger Abzug auf breitrandigem Büttenpapier mit Wasserzeichen.
Die Blattränder angestaubt und rundum mit Einrissen (weit außerhalb der Darstellung).

Original engraving, strong imprint on laid paper, many tears at the wide margins (out of image). Watermark something like a fool’s cap.

85 EUR





Hans Thoma (1839 Oberlehen/Bernau im Schwarzwald - 1924 Karlsruhe) : Alpen. St. Anton/bei Garmisch-Partenkirchen. - Farblithographie, 1906 (handsigniert)

Hans Thoma (1839 Oberlehen/Bernau/Schwarzwald – 1924 Karlsruhe) :

“Alpen (St. Anton/bei [Garmisch-]Partenkirchen)”

Farblithographie (Algraphie), 1906.
In der Platte unten links bezeichnet und datiert.

Unten rechts mit Bleistift handsigniert.

Offensichtlich wurde nur ein Teil der Auflage von Hand signiert.
Für die Echtheit der Signatur garantieren wir. Das Blatt stammt aus einem alten Bestand.

Darstellung : 43,8 × 60,2 cm.
Blatt : 56,6 × 76,8 cm (breitrandig).

Auf glattem, leicht chamoisfarbenen Karton.
Das Blatt rundum in schönster, frischer Erhaltung.

175 EUR





Matthäus Schiestl (1869-1939) : Wie Albrecht Dürer auf seiner Reise nach den Niederlanden an Sulzfeld am Main vorbeifährt am 16. Juli 1520. - Farblithographie, 1903

Matthaeus Schiestl (1869–1939) :

“Wie Albrecht Dürer auf seiner Reise nach den Niederlanden an Sulzfeld am Main vorbeifährt am 16. Juli 1520”

Farbige Künstlersteinzeichnung/Farblithographie, 1903.

Verlag Robert Voigtländer, Leipzig. Unten links im Stein mit dem Verlagssignet “RV”.

Blattmaß (die Blattränder nicht ganz gleichmäßig) :
Höhe : 69,7 bzw. 70 cm.
Breite : 99,4 bzw. 99,6 cm.

Zeitgenössisch alt in Eichenleiste gerahmt.

Erhaltung : Das Blatt wurde ausgerahmt u. das alte, etwas angelaufene Glas gereinigt. Für die rückseitige Abdeckung wurde ein säurefreier Museumskarton verwendet, Glas u. Abdeckung anschließend staubfrei verbunden.

Bei der Ausrahmung zeigte sich eine sehr ansprechende Gesamterhaltung. Beinahe rundum ist die Einfassungslinie bei der Rahmung verblieben. Kleine Bestoßungen der äußersten Blattkanten, die jedoch vom Rahmenfalz überdeckt werden. Ansonsten nur ganz geringe Altersspuren, die im Erscheinungsbild auch nicht zum Tragen kommen.

eines der Hauptblätter des fränkischen Historismus.
Und alles in allem : In dieser gepflegten Erhaltung dürfte diese kapitale Lithographie wohl nur noch äußerst selten zu finden sein.

Aufgrund der Größe und der Verglasung ist ein Postversand nicht möglich. – Wir liefern jedoch bis zu einer Entfernung von ca. 150 km kostenlos/persönlich aus. Bei weiteren Strecken bitten wir, uns entsprechend entgegen zukommen.

800 EUR





Detlef Willand (*1935) : Via Roma. - Holzschnitt, um 1975

Detlef Willand (*1935) :

Via Roma.

Holzschnitt in Rot,
auf Werkdruckpapier, um 1975.

Unten mittig handsigniert (Gelegenheitssignatur).
Wohl außerhalb einer Auflage.

Blattgröße : 61 × 43 cm.

Erhaltung : Minimale Handhabungsspuren (schwache Fingerknicke),
wie sie bei der vorliegenden Papierart beinahe unvermeidlich sind.
Sonst in schöner/frischer Erhaltung. Immer in Mappen aufbewahrt.

So nicht im Werkverzeichnis.
Dort lediglich ein Blatt (Nr. 1975/7), das diesen Schnitt als Hälfte eines größeren Blattes zeigt (mit 2 Wanderern), jenes wird mit einer Auflage von 30 Exemplaren angeführt (s. Abbildung 3).

55 EUR





Markus von Gosen (1913 Breslau-2004 Prien a. Chiemsee) : Silberfasan. - Lithographie, 1957

Markus von Gosen (1913 Breslau-2004 Prien a. Chiemsee)

“Silberfasan”

Lithographie, 1957
Handsigniert, datiert und betitelt.
Rückseitig : Markus v. Gosen II/1 (wohl Auflagenbez.)

Darstellung : 45 × 60,5 cm.
Blattmaß : 49 x 63 cm.
Papier mit Wasserzeichen (Hahenmühle)

Eine leicht Papierbräunung wurde professionell rückgängig gemacht. Das Blatt insgesamt in guter Erhaltung (keine Risse, Knicke etc.)

Vita : “Markus von Gosen : [Geboren] 8.11.1913 Breslau, [gest.] 20.11.2004 Prien [am Chiemsee]. – Maler, Graphiker und Kunsthandwerker. – Sohn des Bildhauers Theodor von Gosen (1873-1943) und Enkel des Malers Hugo Kauffmann (1844-1915). Nach dem Besuch der Kunstgewerbeschule in Breslau studierte Markus von Gosen an der Münchner Akademie bei Olaf Gulbransson. 1946 kam er nach Prien. Einige Zeit zeichnete er Illustrationen für diesatirische Zeitschrift „Simplicissimus”. Neben Farbholzschnitten widmete sich Gosen mit dem Entwurf und der Ausführung von Gobelins, Mosaiken, Intarsien und Glasfenstern vor allem der angewandten Kunst. Tierbilder bestimmen sein malerisches und graphisches Werk. In Rosenheim finden sich im öffentlichen Raum zahlreiche Beispiele für Gosens Kunst am Bau, darunter die Fassadenmalereien am „Ärztehaus” in der Salinstraße. Gosen war Mitglied des Rosenheimer Kunstvereins. 1963 und 1990 widmete ihm die Städtische Galerie zwei Einzelausstellungen. – Literatur: Vollmer, Ausst.-Kat. SGR Gosen 1990, Ausstellungs-Katalog Kunstverein Rosenheim 1994, Oberbayerisches Volksblatt 28.3.2003, OVB 23.11.2004” (Karl Mair / Michael Pilz : Rosenheimer Stadtbilder. Ansichten aus fünf Jahrhunderten. – 2. Teil. – Hrsg. Historischer Verein Rosenheim e.V. – Rosenheim 2006, S. 217 (Reihe : Quellen und Darstellungen zur Geschichte der Stadt und des Landkreises Rosenheim, Band XV/II). – [Fasan, Lophura nycthemera].

Literatur : Ausstellung der Familien Kauffmann und von Gosen. Galerie im Alten Rathaus, 15. Okt.-27. Nov. 1988. – Über die Familie v. Gosen siehe auch : R. Negendanck : Künstlerlandschaft Chiemsee. – Fischerhude 2008, S. 252-255.

85 EUR





Harry Schultz (1874 Elbing / Elblag / Ostpreussen - Hausham 1958) : Boote vor dem Hafen. - Farblithographie, 1901

Harry Schultz (1874 Elbing / Elblag / Ostpreussen – Hausham 1958) :

Boote vor dem Hafen (wohl Ostpreussen)

Farblithographie, 1901
in der Platte bezeichnet und datiert.

Darstellung : 28 × 51 cm
Blattmaß : 37 × 56,5 cm

Wohl ein Probedruck bzw. Vorabzug auf die blanke Rückseite eines bedruckten, festen/glatten Papiers gedruckt. Noch vor der Schrift; auch die Passerkreuze sind noch zu sehen.

Erhaltung : Am Oberrand und auch seitlich rechts ein schwacher hellbräunlicher Lichtrandstreifen, herrührend von einem vormaligen Passepartout.

85 EUR





Carl Kessler (1876 Coburg – 1968 München) : Blick af den Schliersee. - Aquarell

Carl Kessler (1876 Coburg – 1968 München) :

Blick auf den Schliersee

Aquarell (Studie),
ohne Signatur, rückseitig jedoch mit Nachlaßstempel,
um 1920-1925

Darstellung/Blatt : 35 × 47 cm.

Erhaltungseinschränkungen :
In der Mitte der Seeepartie (s. Pfeile) merklich braunfleckig und auch etwas beschabt, auch in einigen weiteren Partien Stockfleckchen, dort aber weniger auffällig/störend. – Ein Einriß am Blattoberrand und ein zweiter am Blattunterrand (je ca. 1 cm) hinterlegt aber merklich. – Die Blattrückseite stärker altfleckig, ohne Einfluß auf die Bildseite.

125 EUR





Carl Kessler (1876-1968) : Wetterstein. - Aquarell (Studie), ca. 1920

Carl Kessler (1876-1968) :

“Wetterstein”

Aquarell (Studie),
nicht signiert, jedoch rückseitig mit Nachlaßstempel
sowie eigenhändig betitelt,
um 1920.

Darstellung/Blattmaß : 28,5 × 39 cm.

Erhaltungseinschränkungen :
In der Himmelspartie Bereibungen sowie Farbspritzer –
ganz offensichtlich vom Künstler selbst verursacht.
Zudem einige hinterlegte Randeinrisse und Eckverstärkungen rückseitig.

Wie häufig hat C. Kessler solche Studien vor der Natur nicht sehr pfleglich behandelt, dafür entschädigt das Blatt mit einer ungewöhnlichen Frische des unmittelbaren Eindrucks.

Zur Abbildung : Das Blau des Himmels erscheint auf dem Scan zu düster, in natura ist es deutlich heller, das Grün im Vordergrund wirkt zu blaß.

Vita : Besuch der Kgl.-Sächsischen Kunstgewerbeschule, wechselte 1899 an die Münchener Kunstakademie. Etwa ab 1910 mehr u. mehr Spezialisierung auf Winterlandschaften, v.a. bayer. Alpen, Tirol, Schweiz. Mitglied d. Münchner Künstlergenossenschaft (später “Luitpoldgruppe”). Beschickte von 1911 an Ausstellungen im Glaspalast: 1911-1914 (1915 fand keine Ausstellung statt), 1916-1920 sowie 1930 (1931 brannte der Glaspalast ab). – Die zeitgenöss. Kunstkritik rühmt Kessler als Meister des Aquarells. – Vgl. Clelia Segieth, in Bruckmanns Lex. der Münchner Kunst, V, 458 f.

95 EUR





Franz Reinhardt d. Aeltere (1881 Helmstedt/Braunschweig-1946 Kempten/Lenzfried) : Skizzenbuch, um 1910-1911

Franz Reinhardt d. Aeltere (1881 Helmstedt/Braunschweig-1946 Kempten/Lenzfried)

Skizzenbuch,
etwa um 1910-1911 (zwei Blätter dat. 1910 und 1911).

20 × 13 cm, Leinen mit Schließbänder (Einband deutlich altfleckig),
mit etwas über 25 knappen Bleistiftstudien, meist Portraits, meist monogrammiert “FR”, zweimal findet sich auch der ausgeschriebene Nachname “Reinhardt” bzw. “F. Reinhardt”.

Franz Reinhardt der Ältere, ab 1900 an der Akademie München bei Gabriel von Hackl, Wilhelm von Diez und Franz von Stuck, Mitarbeiter im “Simplicissimus”, der “Jugend” und der “Meggendorfer Blätter”, ab 1917 Mitglied der Münchner Sezession und im Reichsverband Bildender Künstler Deutschlands (vgl. H. Ludwig: Franz von Stuck und seine Schüler. – Villa Stuck München, 1989, S. 123-125 (mit Abb. einschl. Signatur) u. 357.

Nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen Franz Reinhardt (d. J.), München 1904-1965.

75 EUR





Franz Hlavaty (1861-1917) : Im Strandbad. - Aquarell, signiert

Franz Hlavaty (1861-1917) :

[Im Strandbad]

Aquarell,
unten rechts signiert : F. Hlavaty, Mchn.

Darstellung : 18,3 × 17 cm.
Rahmen : 30 × 30 cm.
Unter Glas, Passepartout und schlichtem neuerem Rahmen.

Erhaltungseinschränkung :
Quer durch die Darstellung eine Papierquetschfalte
(s. Abb. mit Pfeilen u. Vergrößerung).

Umkreis : Simpliccisimus, Fliegende Blätter u.a. eher humoristische Zeitschriften der Zeit

155 EUR





Carl Kessler (1876 Coburg – 1968 München) : Frühling im Alpenvorland / Bedediktenwand. - Aquarell, ca. 1925-1935

Carl Kessler (1876 Coburg – 1968 München) :

Frühling im Alpenvorland / Bedediktenwand

Aquarell, signiert,
um 1925-1935.

Darstellung/Blatt : 36,5 × 50,7 cm.

In schöner, frischer Erhaltung. Aus dem Nachlaß.

155 EUR





Christian Paeschke (1946 Bad Säckingen - 2017) : Francis Copula (!) - Feder/Aquarell

Christian Paeschke (1946 Bad Säckingen – 2017) :

FRANCIS COPULA” (sic)

Feder mit etwas Aquarell,
signiert und beititelt.

Darstellung : ca. 18 × 13 cm
Blatt : 29,5 × 21 cm

Ein schwaches Aquarell-Fleckchen oben rechts,
wohl beim raschen Arbeiten mitgeschlenzt.

Insgesamt in guter Erhaltung.

Francis Copula für Francis Coppola?

65 EUR





Zuschreibung : Johann Ertl (1845 - Schwaz/Tirol - 1906) : Knabengesicht - Bleistift, 1863

Zuschreibung : Johann Ertl (1845 Schwaz/Tirol-1906) :

Knabengesicht

Bleistift, etw. weißgehöht,
Bezeichnet unten rechts : Johann Ertl gezeichnet am 30/1 (18)63.

Darstellung : 22 × 22 cm
Blatt : 32,5 × 28 cm

Die Portraitzeichnung wurde alt in den Umrissen ausgeschnitten und auf ein Unterlagepapier kaschiert.

Wenig störende Bereibungen resp. Glanzstellen in der Haarpartie.
Die Unterlage sehr stark gebräunt und stockfleckig, das Portrait selbst von der Fleckigkeit kaum betroffen.

Die Blattränder teils mit Papierausbrüchen.

“Biogramm : Ertl, Johann, Maler, geb. zu Schwaz (Tirol) 10. 2. 1845, † das. 26. 6. 1906, Sohn eines Zimmermanns. Zuerst Schüler der Maler Endfelder u. Käßbacher in Schwaz. 1862-66 besuchte E. in Innsbruck die von Bildhauer M. Stolz und dem Maler Kaspar Jeli geleitete Kunstschule. Einige Zeit verbrachte er an der Münchener Akad. Dann arbeitete er unter den Malern Franz Plattner und Spörr an der Kirche zu Pill (Unterinntal). Nach Führichs Kompositionen malte er 14 Stationsbilder im Friedhof zu Schwaz. Besonders begünstigte ihn der Maler von Felsburg, der ihm 1882 als Nachfolger des Spörr die 1885 vollendeten Malereien in der Pfarrkirche von Telfs verschaffte, wo er die 7 Sakramente darstellte. 1887 malte E. in der Pfarrkirche von Aldrans (abgebrannt). 1889 und 1890 reparierte er mit Geschick die durch Sprünge beschädigte Kuppelmalerei M. Knollers in der Karlskirche bei Volders (Unterinntal), 1890-99 führte E. einen Teil der Fresken in der in den 60er Jahren von Josef v. Stadel in romanischem Stil erbauten Kirche zu Weerberg bei Schwaz aus; 1897 die Gemälde der Kirche von Angath bei Wörgl. E.s letzte Arbeiten (in den ersten Jahren dieses Jahrhunderts) sind die Fresken in der Kirche von Kolsaß bei Schwaz und im Johanneum-Betsaal in Bozen. – E. malte auch eine Reihe von Altarbildern: in der Kirche zu Kirchbühl, in der Kapuzinerkirche zu Dornbirn, in der Pfarrkirche von Reith bei Seefeld, in der Kirche von Angath, in der Nicolauskirche zu Innsbruck, in der Klosterkirche von Fiecht bei Schwaz, in der Kirche von Nassereith usf. E. hat ausschließlich im Dienste der Kirche gemalt, in einem strengen, fast starren, doch zeichnerisch sorgfältigen Stil. Zahlreiche seiner Kartons u. Entwürfe befinden sich im Besitze seiner Schwester, Frl. Maria Ertl in Schwaz. Kosel, Deutsch-österr. Kstlerlex. II (1906) p. 24. – Atz, Kunstgeschichte von Tirol, 1909, p. 1024. – Kunstfreund 1888, p. 47; 1895, p. 91; 1898, p. 30; 1899, p. 36; 1900, p. 30; 1901, p. 7; 1902, p. 27; 1908, p. 41-44 (hier Porträt des Künstlers und Abb. eines Altarblattes). – Tiroler Bote, 1893, p. 1200. – Andreas Hofer, 1899, p. 542. – Brixner Chronik, 1889, p. 261; 1906, No 19. – Mitteilungen der Schwester des Künstlers, Frl. Maria Ertl u. des Herrn Kooperators Johann Jordan in Schwaz” (AKL XXXIV, 2002, 516; ThB XI, 1915, 15 s)

95 EUR





Carl Kessler (1876 Coburg - 1968 München) : Herbst in den Bergen. - Aquarell

Carl Kessler (1876 Coburg – 1968 München) :

Herbst in den Bergen (wohl Bayerische Alpen)

Aquarell, um 1930-1940.
unten links signiert.

Darstellung/Blatt : 36,5 × 50,5 cm.

Erhaltung : Lediglich am Oberrand, links von der Mitte (ca. 1 cm in die Darstellung reichend) ein ganz feiner/dünner, wenig auffälliger Farbstreifen (wohl vom Künstler selbst bereits verursacht).

Vita : C. Kessler wurde 1876 in Coburg geboren. Er besuchte die Kgl.-Sächsische Kunstgewerbeschule, wechselte 1899 an die Münchener Kunstakademie über. Dort schrieb er sich in der Naturklasse von Karl Raupp ein. Etwa ab 1910 spezialisierte er sich mehr u. mehr auf Winterlandschaften. Seine Motive fand er v.a. in den bayerischen Alpen, in Tirol u. der Schweiz. Er war Mitglied der Münchner Künstlergenossenschaft (später der Abspaltung, der “Luitpoldgruppe”) und beschickte von 1911 an häufig die Ausstellungen im Glaspalast (meist Aquarelle mit Gebirgsmotiven) : 1911-1914 (1915 fand keine Ausstellung statt), 1916-1920 sowie 1930. – 1931 brannte der Glaspalast ab. – Die zeitgenössische Kunstkritik rühmt Kessler als Meister des Aquarells. – Referenzliteratur (Auswahl) : Thieme-Becker, Bd. XX, 1927, S. 210. – Dresslers Kunsthandbuch, Bd. II, Bln. 1930. – Ausstellungskatalog aus der Privatgalerie des Prinzregenten Luitpold von Bayern, Mchn. 1913.

110 EUR





Robert Hammerstiel (*1933 Werschetz/Banat) : Igel. - Holzschnitt, 1998. Signiert. Signiert

Robert Hammerstiel (*1933 Werschetz/Banat) :

IGEL

Holzschnitt.

Aus der Folge : “Meine Tiere”

  • Handdruck von Herrn Lang in der Druckwerkstatt Mosbach,
    auf “Fabriano Disegno-“Papier, 210 g.
    Blattformat : 35 × 45 cm.

Der Druck erfolgte im September 1998.

Auflage 48 Exemplare.
Das Blatt selbst weist keine Auflagenbezeichnung auf,
die Auflagenbezeichnung befindet sich nur auf dem Impressum-Blatt,
das der Folge beigelegt ist. Dieses Blatt ist aber hier nicht beigegeben.

Handsigniert.

In sehr frischer/sauberer Erhaltung. Noch nie gerahmt oder unter Passepartout, daher auch keine Lichtränder, Montagespuren etc.

“Meine Tiere – Jetzt im Alter erinnere ich mich besonders stark an die Jahre meiner Kindheit und an die Tiere dieser Zeit: Es war aber die Zeit der schrecklichsten Jahre unseres Jahrhunderts. Das Jahrhundert, das in einem Jahr zu Ende geht. Trotz allem Schrecklichen, war es eine wunderbare Kindheit, aber ist nicht jede Kindheit großartig und wunderbar, prägt sie doch das ganze Leben eines Menschen bis in’s Alter. Vor allem waren es die Tiere, denen ich begegnete. Meine ersten Tiere, an welche ich mich besonders erinnere, waren Kröten in der Backstube meines Vaters, die nachts die Insekten fingen. Die vielen Hühner, die Truthähne, die Perlhühner im Hof meiner Eltern. Die Rebhühner auf den Fluren der Banater Tiefebene. Die zahllosen Gänse und Enten an den Teichen und Pfützen. Die rufenden Sumpfvögel in den großen Sümpfen nahe der Stadt. Die Pferde unserer Bauern und ihre zahllosen Kühe. Die Ziegen der Tagelöhner. Die Schafherden in der endlosen Banater Heide. Die Schweineherden, die Hirten mit ihrem Hörn und die vielen Hunde der Hirten. Dies alles waren große Eindrücke meiner Kindheit. Da gab es die beinlose Wahrsagerin, die »Rutschmarie«, die täglich am Marktplatz der Stadt in ihrem Karren saß, und ihre Meerschweinchen zogen die Aufschlagkarten aus ihren Händen. An den Karren war ihr Esel Fritz gespannt: Wir Kinder liebten den Fritz, die Meerschweinchen und die »Rutschmarie«. All dies war eine wunderbare Zeit mit den Tieren. Aber es gab auch das Böse: den Krieg, die Internierung, das Zugrundegehen von Mensch und Tier. »Rutschmarie« ist mit ihrem Esel und den Meerschweinchen zugrunde gegangen. Als wir interniert wurden, gab es die größte Tragödie der Tiere. Es mag leicht sein, Menschen von Haus und Hof zu jagen, aber Bauern von ihren Tieren zu trennen, ist eine Katastrophe sondersgleichen. Ich erinnere mich an Situationen, die sich stark in mir einprägten. Wir wurden in einem Bauerndorf zu den Bäuerinnen und ihren Kindern dazugepfercht, zu den 2000 Bewohnern des Ortes kamen 8000 Menschen dazu. Das Dorf wurde zu einem Getto (Internierungs-lager) umfunktioniert. Nach vier Monaten wurden wir mit den Bauernfrauen und ihren Kindern aus den Häusern getrieben aufs freie Feld. Nachdem wir alle drei Tage auf dem Feld verbringen mußten, wurden wir Kinder im Alter von 10 bis 14 Jahren ins Dorf getrieben, um die Tiere zusammenzutreiben, das Geflügel zu fangen, die Tiere von ihren Koppeln und Ketten zu befreien” (Robert Hammerstiel in der Einführung zu der Folge).

Vita : “Robert Hammerstiel (* 18. Februar 1933 in Werschetz im heute serbischen Banat) ist ein österreichischer Maler, Grafiker und Holzschneider. Hammerstiel findet durch zahlreiche Auszeichnungen internationale Anerkennung. Zwischen 1944 und 1947 war die banatdeutsche Familie Hammerstiel interniert, 1947 gelang ihr die Flucht nach Österreich. Dort war Hammerstiel neben seinem Broterwerb schon früh als Maler tätig. Neben der Darstellung von Motiven aus seiner Umwelt
beginnt Hammerstiel, der sich selbst als „Überlebender von vielen Toten“ begreift, gegen Ende der 1960er Jahre seine traumatischen Kindheitserlebnisse aufzuarbeiten.Zwischen 1959 und 1966 studierte er bei den Professoren Gerda Matejka-Felden, Robert Schmidt und Gerhard Swoboda in Wien. Im Jahr 1985 erhielt er den Berufstitel Professor, er lebt in Pottschach, Niederösterreich und in Wien. Hammerstiels Werk thematisiert die Menschenwürde, das Menschsein unter widrigsten Umständen, von inneren Ängsten getrieben. Er opponiert vehement gegen das Herrische im Menschen und in der Gesellschaft, er klagt still und zugleich stark Ungerechtigkeit und immerwährende Zustände von Gewalt und Terror an. Hammerstiel sucht die Wirklichkeit hinter der scheinbaren Wahrheit, und es sind Hass und Grausamkeit, gegen die er sich stellt.

Ausstellung im Leopold-Museum/Wien 2009.

85 EUR





Johann Michael Schmitt (1878 Sulzthal/Kissingen - 1943 München) : Farbenskizze zur Ausmalung der Pfarrkirche Kircheiselfing (Eiselfing, bei Wasserburg a. Inn). - Aquarell, 1926

Johann Michael Schmitt (1878 Sulzthal/Kissingen-1943 München) :

“Farbenskizze zur Ausmalung der Pfarrkirche Kircheiselfing … München 1926”

Aquarell, tls. mit Deckweiß gehöht, bez. “Jo. Mich. Schmitt, Kunstmaler”.

Blattmaß : 58 × 33,5 cm

Das große Blatt mittig gefaltet.
Mit Handhabungsspuren : Papierfalten, wenige zentimeterlanger Randriß, dort auch angestaubt, gering stockfleckig.

Auf der Rückseite handschriftlicher Vermerk : “nicht (mehr?) erhalten” (sic).

65 EUR





Carl Kessler (1876 Coburg - 1968 München) : Kapelle im Sertigtal bei Arosa. - Farblithographie, um 1920-1925

Carl Kessler (1876 Coburg – 1968 München) :

Kapelle im Sertigtal bei Arosa

Im Vordergrund Skispuren im unberührten, frischen Schnee.

Die topographische Bestimmung ergibt sich anhand eines ortsbezeichneten Kessler-Aquarells. Aus dem Nachlaß von Carl Kessler.

Farblithographie, um 1920-1925.

Ohne Signatur, auch keine Bezeichnung in der Platte, evtl. ein Probe- bzw. Zustandsdruck.

Darstellung : 30 × 41 cm
Blatt : 34 × 46 cm (an den Blatträndern jeweils Passerkreuze).

Die Darstellung minimal altfleckig, besonders vorne rechts, dort auch kleine Schabspuren und eine mäßige Papierausdünnung. Die Blattränder etwas deutlicher altfleckig, mit Knickspuren und einer Kantenläsur oben.
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95 EUR






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