20. Jahrhundert

Max Klinger (1857 Leipzig-1920 Großjena) : "Pyramus und Thisbe I". - Blatt IIa aus Opus II, "Rettungen ovidischer Opfer, wohl VI. Aufl., 1922

Max Klinger (*1857 Leipzig-1920 Großjena)

“Pyramus und Thisbe I”

Blatt IIa aus Opus II :
“Rettungen ovidischer Opfer”

Wohl VI. Ausgabe,
Berlin, bei Amsler und Ruthart, 1922.

Radierung und Aquatinta,
in der Platte unten re. bez. “Max Klinger”,
oben links/rechts : “OP II” – “II a”

Platte : 21 × 30 cm
Blatt : 56 × 40 cm (vollrandig erhalten)

Die Darstellung in sehr schöner Erhaltung.
In den sehr breiten weißen Blatträndern minimale schwache Stockflecken.

Das originale, schlichte Passepartout sowie das beigegebene Seidenhemdchen stockfleckig

155 EUR





Reiner Zimnik (*1930 Beuthen/Oberschlesien) : 70 Jahre Ecke Augsburg. - Radierung, signiert, 1977

Reiner Zimnik (*1930 Beuthen/Schlesien) : “70 Jahre Ecke Augsburg”

Radierung, in der Platte datiert (19)77.
Unten links Auflagenbezeichenung (Ex. 23 v. 100), rechts handsigniert.

Darstellung : 25 x 17,5 cm.
Blattgröße : 41,5 × 32,5 cm.
Auf vollrandigem/breitandigen, kräftig hellweißem Papier,-
mit Orig.-Büttenrandabschluß.

In schöner, breitrandiger/vollrandiger Erhaltung.
Noch nie gerahmt oder unter Passepartout, daher keine Lichtränder, Montagespuren etc.

Wir können von dieser Radierung noch einige weitere Blätter anbieten (ebenfalls nummeriert und signiert) – teils auch mit leichten Handhabungsspuren in den Rändern.

Vita : “Reiner Zimnik (* 13. Dezember 1930 in Beuthen/Oberschlesien als Reinhard Karl Zimnik) ist ein deutscher Zeichner, Maler und Schriftsteller.
Reiner Zimnik ist der Sohn eines Beamten. Er absolvierte eine Schreinerlehre, die er 1949 mit der Gesellenprüfung abschloss. Anschließend besuchte er in Landshut ein Gymnasium, an dem er 1952 die Reifeprüfung ablegte. Von 1952 bis 1956 studierte er Malerei und Grafik an der Akademie der Bildenden Künste in München bei Professor Josef Oberberger, wo er nach wie vor ansässig ist.

Reiner Zimnik ist bekannt geworden als Verfasser von Erzählungen für Kinder und Erwachsene, in denen moderne Thematik, romantisch-märchenhafter Stil und die Federzeichnungen des Autors eine unverwechselbare Verbindung eingehen. Vor allem die Geschichten um Jonas den Angler, den einzelgängerischen „Lektro“ und die Figur des „Sebastian Gsangl“ wurden ab Mitte der 1950er Jahre – in der Frühzeit des deutschen Fernsehens – dank der Ausstrahlung als Fernseherzählungen oder Zeichengeschichten ein großer Erfolg. Zimniks Freunde Kurt Wilhelm, Rolf Alexander Wilhelm und Joachim Fuchsberger steuerten hierbei Regie, Musik und das gesprochene Wort bei. 1972 vereinigte sich das erfolgreiche Quartett noch einmal, um bei der DGG eine Sprechplatte mit Musik und Illustrationen zu zwei modernen Märchen Zimniks herauszubringen. Seit den 1980er Jahren arbeitet Zimnik nur noch als bildender Künstler; den Schwerpunkt seiner Arbeit bildet seitdem die Naturstudie und das Aquarell. Reiner Zimnik, der Mitglied des Verbandes Deutscher Schriftsteller ist, erhielt u.a. 1958 den Förderpreis Literatur der Stadt München und den Eichendorff-Literaturpreis, 1961 ein Villa-Massimo-Stipendium sowie 1993 den Schwabinger Kunstpreis.” (Wikip.)

29 EUR





Marc Chagall (Witebsk 1887 - 1985 St. Paul de Vence) : Moses III (emporschauend). - Farblithographie. - Bibel, 1956

Marc Chagall (Witebsk 1887 – 1985 St. Paul de Vence) :

Moses III (emporschauend).

Farblithographie, 1956.

Werkverzeichnis : Mourlot Nr. 125.

Aus : VERVE, vol. VIII, nos. 33 et 34. (= Bibel I).
Hrsg. v. Tériade. Druck bei Mourlot, Paris.

Nicht handsigniert, nicht nummeriert.
Auflage : 6500 Exemplare.

Darstellung/Blattgröße : 35,5 × 26,2 cm.

In schöner, vollrandiger Erhaltung.

Rückseitig eine schwarz/weiß Lithographie.
WVZ : Mourlot Nr. 130 (siehe Abb. 2)

Noch nie gerahmt oder unter Passepartout,
deshalb auch keine Montagespuren etc.

125 EUR





[Anonymus] : am Ufer. - Aquarell. 1. Hälfte 20. Jh.

[Anonymus] :

Am Ufer des Sees

Aquarell,
ohne jede Bezeichnung.

1. Hälfte 20. Jahrhundert.

Alt auf Unterlagekarton aufgezogen.
Darstellung und Unterlage etwas gebräunt.
Am oberen äußersten/linken Rand minimale Schabspur.

Insgesamt hübsches kleines Bild.

Erinnert ein wenig an die kleinen Aquarelle von Fritz Haid.

30 EUR





[Anonymus] : Mädchen mit Puppe / Knabe mit Eisenbahn. - Radierung

[Anonymus] :

[Geschwister : Mädchen mit Puppe / Knabe mit Eisenbahn]

Radierung, unbezeichnet,
ca. 1965.

Darstellung : 23,5 × 17,5 cm
Blatt : 34 × 26,5 cm

Die Datierung erfolgt aufgrund der Art des Papiers.
Da das Thema aber doch eher aus dem ersten Drittel des 20. Jahrhunderts stammen dürfte, könnte es sich um einen SPÄTABZUG von einer älteren Platte handeln.

In sehr schöner Erhaltung.

Die Radierung wurde zusammen mit einigen Paula Wimmer-Blättern erworben – nicht allzu unwahrscheinlich, dass es sich vielleicht um eine frühe vor-expressionistische Arbeit von ihr handelt.

45 EUR





Paula Wimmer (1876 Solln/München - 1971 Dachau) : Pferde - SPÄTABZUG von der Orig.-Platte (1960er Jahre), von Paula Wimmer eigenhändig signiert

Paula Wimmer (Solln/München – 1971 Dachau)

[Pferde vor dem Schloß]

Radierung, Abzug 1960er Jahre,
auf chamoisfarbenem Maschinenbütten,
am unteren Plattenrand signiert : P. Wim(m)er.

SPÄTABZUG
von der Orig.-Platte aus den 1960-er Jahren,
von Paula Wimmer (im Alter) signiert;
typisch der dicke Bleistift und die Merkmale einer älteren Hand.

Darstellung/Plattenrand : 16,7 × 23,5 cm
Blatt : 26,5 × 34 cm

In sehr schöner, breitrandiger Erhaltung.

Vorliegendes Blatt läßt die frühe Schule bei Max Feldbauer noch erkennen.

Unterstützung fand sie auf ihrem Weg in die Moderne (d.h. Expressionismus) u.a. durch Paul Westheim, Paul Cassirer u. Fritz Gurlitt.

Das Gros der Graphiken (Paula Wimmers) scheint … im Zeitraum von 1910 bis 1930 anzusiedeln sein, die nochmals in den sechziger Jahren von Paula Wimmer in Gedenkmappen für Alfred Kubin, Paul Westheim, Paul Cassirer und Marie Janssen zusammengefaßt wurden.” (vgl. Elisabeth Boser u.a.: Paula Wimmer 1876-1971. “Ich spielte mit Farben Theater”. – Eine Ausstellung des Zweckverbandes Dachauer Galerien und Museen 24. November 1994 bis 25. Januar 1995, S. 21, ein Beitrag von Birgitta Unger-Richter). – Zu den versch. Gedenkmappen, s. S. 63.

65 EUR





Georges Braque (1882-1963) : MARINE - Farblithographie nach Georges Braque, 1952

Georges Braque (1882-1963) :

MARINE

Farblithographie nach Georges Braque, 1952.
Im Stein bezeichnet – nicht handsigniert, nicht nummeriert.

Die Übertragung auf den Stein führte Georges Braque nicht selbst aus,
dies wurde von den Druckern bei Mourlot Frères (Paris) besorgt.

Als graphische Beilage erschienen in der Pariser Kunst-Zeitschrift :

“Derriere le Miroir” (DLM). Paris, Aimé Maight Éditeur, 1952,
gedruckt bei Mourlot. Auflage der Ausgabe : ca. 2000 unsignierte Exemplare.

Darstellung : 27 × 35 cm
Blatt : 36 × 46 cm

Das Doppelblatt mittig mit einem originalen vertikalen Bug,
dieser ist deutlich sichtbar. Kein eigentlicher Mangel, sondern ein Echtheitsmerkmal.
Rückseitig typograph. bedruckt.

Der extrem breite weiße/unbedruckte Blattrand am linken Rand mit
dünner Drucklinie und kleiner Verfärbung offensichtl. schon beim Druck passiert).
Ein allfällliges Passepartout würde diesen kleinen Mangel ohnehin überdecken.

Zu der in der Zeitschrift gedruckten Auflage erschienen noch 200 nummerierte u. handsignierte Exemplare auf besserem Papier.
Ein soches Expl. liegt uns hier nicht vor.

65 EUR





Carl Kessler (1876 Coburg – 1968 München) : Blick auf den Tegernsee. - Aquarell, signiert

Carl Kessler (1876 Coburg – 1968 München) :

“Blick auf den Tegernsee”

Aquarell, unten rechts signiert
sowie rückseitig betitelt.

Um 1925-1930.

Darstellung/Blatt : 35 × 49,8 cm.

Das Aquarell auf starken Unterlagekarton alt/gekonnt aufgezogen (offensichtl. vom Künstler selbst).

Die Signatur sitzt etwas knapp am rechten Außenrand.
Insgesamt in schöner Erhaltung.

165 EUR





Helmut Diller (1911 - 1984) : Jaguar (Panthera onca). - Farboffset, 1880, numm./signiert

Helmut Diller (1911 – 1984) :

Jaguar (Panthera onca)

Farboffset auf glattem Karton, 1980,
handschriftlich nummeriert (Nr. 50 von 450 Expl.) und signiert.

Innerhalb der Darstellung (unten links) bezeichnet :
Hellmut Diller / C(opyright) München 1980.

Darstellung : 41 × 51
Blattmaß : 60 × 70 cm

Die Darstellung in schöner, frischer Erhaltung.
Darstellungsrand des sehr breitrandigen Blattes etwas lichtschattig.

Sohn des Bildhauers Fritz Diller, studierte an der Akademie der Bildenden Künste in München, v.a. Tiermaler.

Color offset, numbered (50 of 450 copies), signed with pencil. Slight light shade around the image.

48 EUR





Helmut Diller (1911 - 1984) : Sibirischer Tiger (Panthera tigris altaica). - Farboffset, 1980. - Nummeriert/signiert

Helmut Diller (1911 – 1984) :

Sibirischer Tiger (Panthera tigris altaica)

Farboffset auf glattem Karton, 1980,
handschriftlich nummeriert (Nr. 50 von 450 Expl.) und signiert.

Innerhalb der Darstellung (unten rechts) bezeichnet :
Hellmut Diller / C(opyright) München 1980.

Darstellung : 38 × 51 cm
Blattmaß : 60 × 70 cm

Die Darstellung in schöner, frischer Erhaltung.
Darstellungsrand des sehr breitrandigen Blattes etwas lichtschattig.
An den oberen und unteren Blattränder minimal wellig.

Sohn des Bildhauers Fritz Diller, studierte an der Akademie der Bildenden Künste
in München, v.a. Tiermaler.

Color offset, numbered (50 of 450 copies), signed with pencil. Slight light shade around the image, Sheet slightly wavy to the outer broad margins.

48 EUR





Carl Kessler (1876 Coburg - 1968 München) : Kapelle im Sertigtal bei Arosa. - Farblithographie, um 1920-1925

Carl Kessler (1876 Coburg – 1968 München) :

Kapelle im Sertigtal bei Arosa

Im Vordergrund Skispuren im unberührten, frischen Schnee.

Die topographische Bestimmung ergibt sich anhand eines ortsbezeichneten Kessler-Aquarells. Aus dem Nachlaß von Carl Kessler.

Farblithographie, um 1920-1925.

Ohne Signatur, auch keine Bezeichnung in der Platte, evtl. ein Probe- bzw. Zustandsdruck.

Darstellung : 30 × 41 cm
Blatt : 34 × 46 cm (an den Blatträndern jeweils Passerkreuze).

Die Darstellung minimal altfleckig, besonders vorne rechts, dort auch kleine Schabspuren und eine mäßige Papierausdünnung. Die Blattränder etwas deutlicher altfleckig, mit Knickspuren und einer Kantenläsur oben.
.

90 EUR





[Anonymus] : Zweig der Stechpalme (Ilex). - Aquarell, um 1900

[Anonymus] :

Stechpalme (Ilex)

Aquarell auf leichtem Karton, um 1900.
Ohne jede Bezeichnung.

Blattmaß : 19 × 13 cm.
Die vier Reißnagelspuren in den Ecken zeigen an, dass
das Blatt nicht beschnitten wurde.

Schöne, farbfrische Erhaltung der Darstellung selbst,
Rückseitig Reste von Seidenpapier am linken Rand.

Stechpalme (Ilex), auch Hülsdorn, Stechhülsen, Winterbeeren, Christdorn, Schradler, Familie d. Stechpalmengewächse (Aquifoliaceae).

85 EUR





Joan Miró (1893 Barcelona - 1983 Palma de Mallorca) : La Danse du Feu. - Farblithographie, 1963

Joan Miró (1893 Barcelona – 1983 Palma de Mallorca) :

“La Danse du Feu”

Orig.-Farblithographie, 1963.
Nicht signiert.

Das Blatt entstammt unmittelbar aus :
DERRIERE LE MIROIR : MIROARTIGAS.
Paris, bei Maeght, 1963.

Darstellung/Blattgröße : 38 × 56 cm (gerahmt).

Auf einem Doppelblatt!
Das Blatt ist entsprechend in der vertikalen Mitte gefaltet. Auf dem Scan bildseitig weniger erkennbar als in natura. Die Abbildung der Rückseite zeigt die Falte deutlicher.

Rückseitig Text, so original.

Erhaltung : In den äußersten Ecken und an den Enden des Mittelfalzes ganz minimale – im üblichen Betrachterabstand wohl kaum wahrnehmbare Druckspuren – sonst sauber/frisch.

125 EUR





Gustav Kampmann (1859 Boppard-1917 Bad Godesberg) : Mondaufgang. - Künstlersteinzeichnung/Lithographie, im Verlag von Teubner/Leipzig

Gustav Kampmann (1859 Boppard-1917 Bad Godesberg) :

“Mondaufgang”

Farblithographie/Künstlersteinzeichnung.

Im Stein mit der Künstlerbezeichnung (G. Kampmann)
sowie mit dem Verlagssignet von Teubner, Leipzig.

Randschrift oben u. seitl. u.a.:
Künstlerischer Wandschmuck – Deutsche Künstler-Steinzeichnungen – Kunstdruckerei Künstlerbund Karlsruhe.

Darstellung : 70 × 100 cm
Blattmaß : 73 × 103 cm (vollrandig mit Umschrift erhalten).

Erhaltungseinschränkungen :

- Mehrere mit Japanpapier sauber geschlossene Randeinrisse, diese auch
jeweils nur bis knapp an die Darstellung reichend – aus der üblichen Betrachterdistanz zu diesem kapitalen Blatt-
wohl kaum merklich/störend.

- Wenige schwache Fingerknicke, ebenfalls aus üblichen Abstand unauffällig.
Das Blatt ist ingesamt plan, ohne Wellungen, auch ohne Beschabungen/Kratzer etc.

- Der Papierrand um die Darstellung (mit Titel u. Verlagsangaben) der häufig abgetrennt wurde (insbes. zur vorgesehenen Rahmung),
hier noch vollständig erhalten, wenn auch mit deutlichen Spuren einer vormaligen umlaufenden Umknickung nach hinten
(Beschabungen, Knicke, Bestoßungen).

Alles in allem, v.a. auch in Anbetracht der Größe des Blattes eine ungewöhnlich schöne, ansprechende Erhaltung.

G. Kampmann, Mitbegründer des Karlsruher Künstlerbundes sowie Mitglied der ersten Generation der Grötzinger Malerkolonie,
zus. mit Karl Biese, Jenny u. Otto Fikentscher, Franz Hein, Friedrich Kallmorgen.

Ein Versand dieser übergroßen Lithographie ist etwas aufwändig. Eine Abholung aus München wäre von Vorteil.

195 EUR





Carl Kessler (1876 Coburg – 1968 München) : Blick af den Schliersee. - Aquarell

Carl Kessler (1876 Coburg – 1968 München) :

Blick auf den Schliersee

Aquarell (Studie),
ohne Signatur, rückseitig jedoch mit Nachlaßstempel,
um 1920-1925

Darstellung/Blatt : 35 × 47 cm.

Erhaltungseinschränkungen :
In der Mitte der Seeepartie (s. Pfeile) merklich braunfleckig und auch etwas beschabt, auch in einigen weiteren Partien Stockfleckchen, dort aber weniger auffällig/störend. – Ein Einriß am Blattoberrand und ein zweiter am Blattunterrand (je ca. 1 cm) hinterlegt aber merklich. – Die Blattrückseite stärker altfleckig, ohne Einfluß auf die Bildseite.

125 EUR





Carl Kessler (1876 Coburg – 1968 München) : Kapelle bei Zirl/Herbst (Tirol). - Aquarell

Carl Kessler (1876 Coburg – 1968 München) :

“Kapelle bei Zirl (Herbst)”.

Aquarell, signiert sowie rückseitig ortsbezeichnet.
Um 1930-1935.

Darstellung/Blatt : 34 × 29 cm
Farbfrisch wie am ersten Tag – immer in Mappen aufbewahrt.

Eine ganz feine Dunststimmung über dem Inntal.

Die Kapelle bei Zirl, ein Motiv dem sich Carl Kessler immer wieder gewidmet hat; aquarelliert zu verschiedenen Jahreszeiten, bei unterschiedlichem Licht – und auch in unterschiedlichen Größen.

Vita : C. Kessler wurde 1876 in Coburg geboren. Er besuchte zunächst die Kgl.-Sächsische Kunstgewerbeschule und wechselte 1899 an die Münchener Kunstakademie über. Dort schrieb er sich in der Naturklasse von Karl Raupp ein. Etwa ab 1910 spezialisierte er sich mehr u. mehr auf Winterlandschaften. Seine Motive fand er v.a. in den bayerischen Alpen, in Tirol und der Schweiz. Er war Mitglied der Münchner Künstlergenossenschaft (später der Abspaltung, der “Luitpoldgruppe”) und beschickte von 1911 an häufig die Ausstellungen im Glaspalast (meist Aquarelle mit Gebirgsmotiven) : 1911-1914 (1915 fand keine Ausstellung statt), 1916-1920 sowie 1930. – 1931 brannte der Glaspalast ab. – Die zeitgenössische Kunstkritik rühmt Kessler als Meister des Aquarells. – Referenzliteratur (Auswahl) : Thieme-Becker, Bd. XX, 1927, S. 210. – Dresslers Kunsthandbuch, Bd. II, Bln. 1930. – Ausstellungskatalog aus der Privatgalerie des Prinzregenten Luitpold von Bayern, Mchn. 1913, S. 33. – Clelia Segieth, in Bruckmanns Lexikon der Münchner Kunst (Hg. Horst Ludwig), Band 5, S. 458 f (mit 2 Abb.).

145 EUR





Franz Reinhardt d. Aeltere (1881 Helmstedt/Braunschweig-1946 Kempten/Lenzfried) : Skizzenbuch, um 1910-1911

Franz Reinhardt d. Aeltere (1881 Helmstedt/Braunschweig-1946 Kempten/Lenzfried)

Skizzenbuch,
etwa um 1910-1911 (zwei Blätter dat. 1910 und 1911).

20 × 13 cm, Leinen mit Schließbänder (Einband deutlich altfleckig),
mit etwas über 25 knappen Bleistiftstudien, meist Portraits, meist monogrammiert “FR”, zweimal findet sich auch der ausgeschriebene Nachname “Reinhardt” bzw. “F. Reinhardt”.

Franz Reinhardt der Ältere, ab 1900 an der Akademie München bei Gabriel von Hackl, Wilhelm von Diez und Franz von Stuck, Mitarbeiter im “Simplicissimus”, der “Jugend” und der “Meggendorfer Blätter”, ab 1917 Mitglied der Münchner Sezession und im Reichsverband Bildender Künstler Deutschlands (vgl. H. Ludwig: Franz von Stuck und seine Schüler. – Villa Stuck München, 1989, S. 123-125 (mit Abb. einschl. Signatur) u. 357.

Nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen Franz Reinhardt (d. J.), München 1904-1965.

75 EUR





Carl Kessler (1876 Coburg – 1968 München) : Frühling im Alpenvorland / Bedediktenwand. - Aquarell, ca. 1925-1935

Carl Kessler (1876 Coburg – 1968 München) :

Frühling im Alpenvorland / Bedediktenwand

Aquarell, signiert,
um 1925-1935.

Darstellung/Blatt : 36,5 × 50,7 cm.

In schöner, frischer Erhaltung. Aus dem Nachlaß.

155 EUR





Johann Michael Schmitt (1878 Sulzthal/Kissingen - 1943 München) : Farbenskizze zur Ausmalung der Pfarrkirche Kircheiselfing (Eiselfing, bei Wasserburg a. Inn). - Aquarell, 1926

Johann Michael Schmitt (1878 Sulzthal/Kissingen-1943 München) :

“Farbenskizze zur Ausmalung der Pfarrkirche Kircheiselfing … München 1926”

Aquarell, tls. mit Deckweiß gehöht, bez. “Jo. Mich. Schmitt, Kunstmaler”.

Blattmaß : 58 × 33,5 cm

Das große Blatt mittig gefaltet.
Mit Handhabungsspuren : Papierfalten, wenige zentimeterlanger Randriß, dort auch angestaubt, gering stockfleckig.

Auf der Rückseite handschriftlicher Vermerk : “nicht (mehr?) erhalten” (sic).

22 EUR





Carl Kessler (1876 Coburg – 1968 München) : Herbst im Karwendel/bei Garmisch. - Aquarell

Carl Kessler (1876 Coburg – 1968 München) :

“Im Karwendel – Herbst bei Garmisch”

Aquarell, unten rechts signiert.
Um 1925-1935.

Bildmaß : 36,5 × 51 cm.
Auf stark gernarbtem, festen Schoeller-Parole Aquarellpapier.

Einige wenige kleine Stockfleckchen in der Himmelspartie,
die linke und rechte oberste Ecke (außerhalb der Darstellung) rückseitig verstärkt. – An der Unterkante links kleine Druckstelle (außerhalb d. Darstellung).

Insgesamt ins sehr ansprechender, farbfrischer Erhaltung,
noch nie gerahmt, daher auch kein Lichtrand etc.

Vita : Besuch der Kgl.-Sächsischen Kunstgewerbeschule, wechselte 1899 an die Münchener Kunstakademie. Etwa ab 1910 mehr u. mehr Spezialisierung auf Winterlandschaften, v.a. bayer. Alpen, Tirol, Schweiz. Mitglied d. Münchner Künstlergenossenschaft (später “Luitpoldgruppe”). Beschickte von 1911 an Ausstellungen im Glaspalast: 1911-1914 (1915 fand keine Ausstellung statt), 1916-1920 sowie 1930 (1931 brannte der Glaspalast ab). – Die zeitgenöss. Kunstkritik rühmt Kessler als Meister des Aquarells. – Vgl. Clelia Segieth, in Bruckmanns Lex. der Münchner Kunst, V, 458 f.

155 EUR





Carl Jacob Frankenbach (1861 Oberrod/bei Idstein - 1937 Wiesbaden) : Ein Besuch (Ein Einsiedler-Zwerg wird von einer Waldnymphe besucht). - Zeichnung auf Aluplatte (als Vorlage für Illustration)

Carl Jacob Frankenbach (1861 Oberrod/bei Idstein – 1937 Wiesbaden) :

“Ein Besuch”

Ein Einsiedler-Zwerg wird von einer Waldnymphe
vor seiner Behausung besucht.

Zeichnung auf Aluplatte, um 1900.
Spiegelverkehrt, wie an der Schrift erkennbar;
beim Druck dann seitenrichtig.

Bildmaß : 19,5 × 11 cm
Rahmen : 28 × 19 cm

Auf der Rahmenabdeckung : “Der Besuch / Zeichnung von C. J. Frankenbach /
in Wiesbaden. / Original auf Aluminium / für algraphische Reproduktion”.

(Algraphie, ein Flachdruckverfahren, ähnlich der Lithographie).

In zeitgenössisch-altem Rahmen. Die Platte mit der Zeichnung unter Glas in bester Erhaltung (ungeöffnet). Die Rahmung mit deutlichen Altersspuren, insgesamt aber doch angenehmer Altersschmelz.

.

Vita : “Frankenbach, Carl Jacob, dt. Maler, Zeichner, Illustrator, *17.10.1861 Oberrod b. Idstein, †7.11. (6.2. lt. Hartmann) 1937 Wiesbaden. – Stud.: zunächst TH (Archit.), dann AK München bei Alois Gabl und Hermann von Herterich (Malerei); KA Berlin bei Woldemar Friedrich. Anschl. Weiterbildung in der Malschule von Alois Erdtelt in München, bei Moritz Röbbecke und in Antwerpen. Ab 1896 in Wiesbaden tätig. – Erzählerisch-detailreiche, stimmungsvolle, auch humorvolle und z.T. an Heinrich Zille erinnernde Zchngn und Ill. (u.a. für den Alt-nassau. Kalender und zu Mundartgedichten von Rudolf Dietz) mit Nassauer Originalen und volkstüml. Motiven; bek. auch durch Trachten- und Uniformbilder (u.a. Soldatenmalheft, Mainz 1907) sowie Portr. von Militärs …” (AKL XLIV, 2005).

“Frankenbach, Carl Jacob, Porträtmaler in Wiesbaden, geb. am 17. 10. 1861 zu Idstein, Schüler von Gabl u. Herterich in München, von W. Friedrich in Berlin, studierte dann eine Zeit lang in Antwerpen. Er ist als Illustrator, besonders aber als Bildnismaler von Offizieren tätig; Arbeiten von ihm besitzen die Großherzöge von Mecklenburg-Strelitz u. von Luxemburg, S. M. S. Nassau, die Militärkasinos in Mainz, Wiesbaden etc. Jansa, Dtsche bild. Kstler in Wort etc., 1912.” (Thieme-Becker, XII, 1916, 380).





Detlef Willand : Das Gelbe Buch. Einhorn Drache Schmetterling. - Edition Walser-Presse, 1996. - Mit 14 Orig.-Holzschnitten (Pressendruck)

Deflef Willand :
Das Gelbe Buch. Einhorn Drache Schmetterling.

Detlef Willand zum Sechzigsten.
Drei Einhorngeschichten und sieben Sätze
zu Willands Bildern und ein Versuch über den Tag- und Nacht-Zyklus.

Erster Druck der Edition Walser-Presse, 1996.
Texte von Bertus Stock. Holzschnitte von Detlef Willand.

Mit 14 Original-Holzschnitten (2 lose beigelegt).

Folio-Format : 42 × 33 cm.
56 ungezählte Seiten.

Gelbe Orig.-Broschur.
Der Umschlag mit einem winzigen, stecknadelkopfkleinen, grauen Pünktchen – sonst außen wie innen geradezu verlagsfrisch (Umschlagkanten scharf, keine Bereibungen, offensichtlich kaum geöffnet).

Editorische Notiz :
Das Gelbe Buch wird als “Erster Druck der Walser-Presse” in einer einmaligen Auflage von 432 Exemplaren vorgelegt …”

Die Holzschnitte im Einzelnen (teils signiert/teils nicht signiert) :

Dame a la licorne (Aus der Holzschnittfolge “Jäger des Einhorns” (nicht sign.)
Apeiron (sign.)
Glückwunsch (chinesische Kalligraphie) (nicht sign.)
Bogenschütze (sign.)
Jäger des Einhorns (sign.)
Einhorn (sign.)
Katharsis (sign.)
Muse reitet einen Künstler zuschanden (sign.)
Kleine “Argo” (sign.)
Zeichen “Drache” (nicht sign.)
Drei besondere Freunde (nicht sign.)
Was mir so durch den Kopf geht (sign.)

Drache träumt – lose beigelegt, sign.
Meditation über sieben Schmetterlinge – lose beigelegt, sign.

275 EUR





[Anonymus] : Aus alter Zeit. - Scherenschnitt, 1. Drittel 20. Jh.

[Anonymus] :

“Aus alter Zeit”

Scherenschnitt,
betitelt und signiert
(die Signatur nicht entziffert; das Blatt wurde in Klagenfurt erworben),
wohl 1. Drittel 20. Jh.

Darstellung : 7 × 14,4 cm
Unterlagekarton : 16 × 24 cm

Ein wenig altfleckig, insgesamt wohlerhalten mit feinem Altersschmelz.
Fein, die in der Entfernung auftauchende Ritterburg auf hohem Fels (= ein zweiter Schnitt hinter dem Transparentpapier).

20 EUR





Detlef Willand (*1935) : Juan, ein Santiagopilger. - Holzschnitt, 1985

Detlef Willand (*1935) :

“Juan, ein Santiagopilger”

Ein Pilger auf dem Jakobsweg nach Santiago de Compostela.

Holzschnitt auf hellweißem Bütten
handsigniert.

Darstellung : ca. 19,5 × 18 cm.
Blatt : 24,5 × 34,5 cm (vollrandig erhalten)

Vgl. Werkverzeichnis 1985/30 (hier wird eine Auflage von 100 Expl. genannt).

65 EUR





Carl Kessler (1876 Coburg - 1968 München) : Frühling bei Schlattan (Gschwandtnerbauer/Wörner/Karwendel)

Carl Kessler (1876 Coburg – 1968 München) :

Frühling im Karwendel

Beim Gschwandtner Bauer (Wörner).

Aquarell, signiert, um 1925-1935.

Darstellung/Blatt : 36,5 × 51 cm.

Erhaltung :Zwei kleine Randeinrisse (5 und 10 Millimeter tief) professionell geschlossen. Die unteren Ecken zu Verstärkung mit Japan hinterlegt.

Außer den unwesentlich kleinen Mängeln sehr schöner Erhaltung; farbfrisch wie am ersten Tag. Immer in Mappen aufbewahrt.

Diesen Blick im Frühling hat C. Kessler mehrfach in Farb- und Größenvarianten gemalt.

Zur Abbildung : Der Vordergrund zeigt sich auf dem Aquarell deutlich satter, grüner als auf dem Scan (die Detailabb. kommt näher hin).

125 EUR





Walter Buhe (1882 Aschersleben-1958 Leipzig) : Wilnaer Judenfriedhof (Wilna/Vilnius) - Lithgographie, ca. 1916

Walter Buhe (1882 Aschersleben-1958 Leipzig) :

“Wilnaer Judenfriedhof”

Lithographie/Steinzeichnung, um 1916.

In der Platte bezeichnet u. dat. 1916 (keine Handsignatur):

Am Unterrand das Signet der Berliner Secession
sowie nochmals die Künstlerbezeichnung und der Titel.

Blatt aus der 25. Folge von “Krieg und Kunst. Original-Steinzeichnungen der Berliner Sezession”, im Verlag bei Julius Bard, Berlin. Erschienen von 1915-1918.

Darstellung : ca. 28 × 23 cm
Blattmaß : 42 × 33,5 cm

Im Geäst schwacher Braunfleck (s. Pfeile), winziges Fleckchen außerhalb der Darstellung oben. Insgesamt ansprechendes Exemplar in vollrandiger Erhaltung.

Liauen/Vilnius/Judaica/Litauische Juden/Jerusalem des Norden

65 EUR





Petra Clemen (1911 Bonn - 1986 Bad Endorf/bei Prien a. Chiemsee) : [Eine Phantasie]. - Feder, weiß gehöht

Petra Clemen (1911 Bonn – 1986 Bad Endorf/bei Prien a. Chiemsee) :

Eine Phantasie /
oder auch eine Märchen-Illustration,
bzw. Vorlage für eine Buchillustration.

Federzeichnung, weiß gehöht.
Nicht bezeichnet, nicht signiert.
Wohl um 1940-1960.

Das Blatt stammt aus dem Nachlaß der Künstlerin.
Vergleiche mit anderen Arbeiten lassen eine zweifelsfreie Zuschreibung an Petra Clemen zu.

Darstellung/Blatt : 17 × 12 cm

Die Darstellung in sehr schöner, farbfrischer Erhaltung. Noch nie gerahmt oder unter Passepartout. Lediglich in der äußersten, oberen rechten Ecke kleine/unwesentliche Druckspur.

Die Buchillustratorin Petra Clemen wurde 1911 in Bonn geboren. 1936 zog sie mit ihrer Familie nach (Bad) Endorf. Ihr Vater, Paul Martin Clemen (1866-1947), war u.a. Provinzialkonservator d. Rheinprovinz, ihre Mutter Elisabeth Luise/Lilly (1884-1966), eine geborene v. Wätjen, der Bruder Wolfgang (1909–1990), Prof. f. Aglistik an d. LMU Mchn. Petra Clemen arbeitete u.a. für Verlage wie Otto-Müller, Lambert Schneider u. auch Prestel.

95 EUR





Carl Kessler (1876 Coburg - 1968 München) : Nürnberg/Weinstadel. - Bleistift, 1902

Carl Kessler (1876 Coburg – 1968 München) :

Nürnberg (Weinstadel und Wasserturm an der Pegnitz)

Bleistift (auf grünlich/graurem Tonpapier), 1902.
Signiert, ortsbezeichnet und datiert.

Darstellung : ca. 17 × 29 cm
Blattmaß : 23 × 32,5 cm

In der linken Blattseite (außerhalb der Darstellung) Papierknicke.
Zwei kleine Rostfleckchen am linken Darstellungsrand (kurz oberhalb der Gebäulichkeiten)





Marie Luise Staudt-Zoerb : "Weißt du, wieviel Mücklein spielen ..." - Aquarell über Bleistift, 1936

Luise Staudt-Zoerb :

“Weißt du, wieviel Mücklein spielen …”

Diese (etw. abgewandelte) Textpassage stammt aus dem bekannten Volkslied/Kinderlied von Wilhelm Hey.

Aquarell über Bleistift,
signiert und datiert (unten rechts) : (19)36.

Darstellung : 14 × 11,5 cm
Passepartout : 27 × 22 cm
Rahmen : 28 × 23 cm (typ. 50/60er Jahre, gering bestoßen).

Auf dem schlichten Orig.-Passepartout nochmals signiert (L. Staudt-Zoerb)
und beschriftet : Weißt du wieviel Mücklein spielen / wieviel Fischlein sich kühlen / in der klaren Wasserflut?

Erhaltung : Die Aquarellfarben nicht ganz gleichmäßig, das Schwarz der Knabenweste etwas vorspringend. Das Passepartout etwas lichtschattig und mit kleinen bräunlichen Pünktchen. Das Glas innen leicht angelaufen.

Bilderbuch-Illustration, Kinderbuch-Illustration, Märchen.

55 EUR





Luise Staudt-Zoerb : "Weißt du, wieviel Kinder ..." - Aquarell über Bleistift, 1936

Luise Staudt-Zoerb :

“Weißt du, wieviel Kinder frühe stehen aus ihren Bettlein auf?”

Diese Textpassage stammt aus dem bekannten Volkslied/Kinderlied von Wilhelm Hey.

Aquarell über Bleistift,
signiert und datiert (unten rechts) : (19)36.

Darstellung : 14 × 11,5 cm
Passepartout : 27 × 22 cm
Rahmen : 28 × 23 cm (typ. 50/60er Jahre, gering bestoßen).

Auf dem schlichten Orig.-Passepartout nochmals signiert (L. Staudt-Zoerb)
und beschriftet.

Das Aquarell in guter Erhaltung. Das Passepartout etwas lichtschattig und mit kleinen bräunlichen Pünktchen, das Glas innen leicht angelaufen.

55 EUR






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